Beiträge von KayaFlat

    Naja, sie kann es ja.

    Wir sammeln oft Stöcke auf, kaspern damit ein bisschen rum, zergeln damit und sie holt ihn ein, zwei Mal.

    Wenn wir fertig sind, werf ich ihn beiseite und wenn sie dran gehen will, gibt's ein "Lass es" und weiter.

    Da "diskutiert" sie nicht 5 Minuten, ob man den Stock nicht besser doch mitnimmt. Manchmal will sie Stöcke auch mit heimtragen, was sie dann auch gelegentlich darf (deswegen ja die Stocksammlung im Garten).

    Ich glaube, dass der Stock eine besondere Wertigkeit hatte, weil sie ihn Luna abgenommen hat, die sich vorher intensiv damit beschäftigt hatte. So als Art Trophäe.

    Aber vielleicht vermenschliche ich da auch.

    KayaFlat

    Aber das ist genau typisch für Flats. Auch der Golden tickt so.

    Caron macht das seit 15 Jahren. Und ich kenne da so einige Golden , die genauso ticken.

    Ich lache darüber und leine an.

    Ich musste, ehrlich gesagt, auch lachen, als sie glücklich und triumphierend mit ihrem Stockungetüm angeflitzt kam.

    Sie durfte ihn dann, nach kurzer erneuter Abgabe, auch behalten und nach Hause tragen. Der Stock ist jetzt Artefakt 2087 unserer Stocksammlung.

    Heute mal wieder ein Erlebnis, das -wie ich finde- wirklich gut zeigt, wie Kaya tickt.

    Vorweg: Bei Kaya wurde von Anfang an, das Signal "Lass es" aufgebaut. Auf dieses Signal soll sie von etwas, mit dem sie sich beschäftigt, ablassen und es stehen/liegen bzw. zurücklassen.

    Das funktioniert bei Remus, wenn sie ihn bedrängt, bei Hunden, die sie in Ruhe lassen soll, weil die sie grad doof finden, bei Gegenständen, die sie gern zerlegen würde etc.

    Heute hat sie auf dem Spaziergang einen riesen Stock von Luna (Hündin meiner Schwester) erbeutet und ihn dann natürlich imponierend rumgetragen. War Luna recht Wumpe, die hat das Teil halt abgeschrieben. Da ich der Meinung war, dass wir unserer exorbitanten Stocksammlung dieses Ungetüm jetzt nicht auch noch hinzufügen müssen, hab ich ihr irgendwann das Bringkommando gegeben, den Stock abgenommen und belohnt. Ich hab ihn abgelegt und als sie dran wollte, ihn mit "Lass es" belegt. Man sieht, wie sie mit sich kämpft: "Ich soll den lassen? Ach, ne, den tollen Stock kann ich doch nicht dalassen. Hab ihn mir ja erbeutet", würde ich ihren inneren Kampf umschreiben. Jedenfalls verliert der Gehorsam den Kampf und sie nimmt den Stock wieder auf. Ich sag nochmal nachdrücklich "Lass es", sie lässt ihn fallen und ich hol sie ran und bestätige. Schicke sie weiter und denke, der Käse ist gegessen. Nö, nach fünf Metern fällt ihr ein, dass man den Stock unmöglich zurücklassen kann. Sie kehrt in meinem Rücken um und nimmt ihn wieder auf. Ich kommandier sie ins Sitz, lass mir den Stock geben, belohne die Ausführung und leine sie an. Werfe den Stock mit "Lassen!" weg und sie geht im "bei mir" an der Leine weg. Man spürt regelrecht, wie es ihr widerstrebt, diesen absolut tollen, besonderen Stock aller Stöcke zurückzulassen. Nach ca 400 m am Hauptweg leine ich sie wieder ab, sie macht Anstalten, sich zurück zum Stock zu orientieren, die ich mit "äh, äh" abbreche. Sie orientiert sich zurück zu mir und ich denke, dass das Thema jetzt echt durch ist. Weit gefehlt: sobald ich meine Aufmerksamkeit zu Luna wende und mit ihr ein bisschen schäkere, ist Kaya weg. Sie rennt in Affenzahn zum Stock und nimmt ihn auf, ehe sie in gleichen Tempo zu uns zurückrennt.

    Ich schwanke zwischen Entsetzten und Bewunderung für diese Hartnäckigkeit. Aber genau das ist Kaya. Wenn sie sich etwas ganz fest in ihren Kopf setzt, darf man nicht pennen, sonst zieht sie es durch. In dieser Ausprägung kenne ich das von keinem der Hunde, die ich geführt habe. Da ist ihr in dem Moment echt egal, was ich zu der Sache sage und dass sie weiß, dass sie diesen blöden Stock einfach liegen lassen soll.

    Mit diesem Hund komme ich an meine Grenzen, aber ganz sicher nicht zu 100%. (Aber ich liebe das Miststück trotzdem).

    Hört sich für mich auch nach nem recht normalen Goldi-Welpen an.

    Ich finde, du hast schon viele tolle Tipps bekommen.

    Hier ist noch eine Stimme, den Kleinen ganz entspannt draussen eumeln zu lassen. Gern auch mal ne Stunde oder länger. Da geht es nicht um Strecke, nicht um irgendwas üben, sondern um Umwelterkundung, auseinandersetzen mit Reizen. Das macht, anders als irgendwelche jetzt noch recht sinnlosen "Tricks" üben, müde, aber überdreht nicht. Die kommen dann zuhause runter, schlafen und verarbeiten dabei all die neuen Erfahrungen und Erlebnisse.

    Du hörst dich recht angestrengt an, so als hättest du Sorge, du machst das Tier kaputt, wenn nicht alles perfekt läuft. Entspann dich. Je gelassener du bist, desto entspannter ist dein Welpe.

    Nicklig ist halt wegen Dehydration.

    Aber wenn er nur alle paar Stunden muss und normal trinkt, würde ich nicht gleich paniken. Entweder dem Magen und Darm mal 24 h Ruhe gönnen oder die weltberühmte Morosuppe.

    Reis mit Käse kommt mir aber auch komisch vor. Normal gilt ja eher Reis mit Huhn als Schonkost.

    Ich würde eher 24h nur Flüssigkeit. Aber wenn es morgen nicht besser wird, würde ich zum TA gehen. Weil dann zieht es sich ja schon länger.

    Welche Ausprägung?

    Nur flüssig, aber noch mir einer gewissen Konsistenz und der Hund muss nur alle 2-4 Stunden raus oder wie Wasser und der Hund muss dauernd?

    Bei 1 normalisiert sich das Ganze in der Regel von selbst wieder am nächsten oder übernächsten Tag. Meist füttere ich sogar normal weiter, manchmal lass ich den Hund 24 h fasten.

    2 hatte ich mit Kaya noch nicht.

    Sie hat eh fast nie Durchfall und ich bin bei Mensch und Tier nicht gerade Team Panik.

    Ich glaube, hier liest wieder jeder nur durch seine Brille.

    Ich finde mich in der Beschreibung von Jetset nämlich insoweit wieder, dass die allgemeinen Umstände in meinem Hauptgassigebiet den ihren recht ähnlich scheinen. Keine allzu hohe Hundefrequenz und die Hunde, die man trifft, zum ganz überwiegenden Teil vom Sehen bekannt und im Freilauf. Alles sehr entspannt hier.

    Auch ist es natürlich ein Unterschied, welchen Typ Hund man führt.

    Ich denke sogar, dass Jetset und WorkingDogs im realen Leben gar keine Probleme miteinander hätten. Sicherlich lässt sie ihren Hund nicht in zwei eng geführte Gebrauchshunde rauschen. Abgesehen davon, dass ein halbwegs gut sozialisierter Hund, der auch mal erleben durfte, dass man auf die Mütze kriegt, wenn man blöd in andere reinrennt, da von selbst nicht hingeht.

    Gestern habe ich beispielsweise einen Schäferhund getroffen ( der stand allerdings nicht so gut im Gehorsam und ging an der Leine steil) und ich habe Kaya angeleint an der abgewandten Seite vorbeigeführt. Die hat im Passieren schon beschwichtigt. Auch im Freilauf wäre die an den Hund niemals rangegangen. Die ist ja auch nicht blöd.

    Ganz so absolut sehe ich das nicht. Aber man sollte solche Orte meiden, wenn es für einen persönlich eine Vollkatastrophe ist, wenn doch mal ein anderer Hund in einen reinrauscht.

    Auch an solche Orten sollte man sich zumindest bemühen, dass man seinen Hund kontrollieren kann.

    Die Flussrunde bei mir zuhause ist genau ein solches Gebiet und auch da erwarte ich zumindest soweit Rücksicht, dass man seine Hunde soweit unter Kontrolle hat, dass sie andere nicht massiv belästigen.

    Ein netter Hallosager treibt mir aber da nicht den Puls nach oben.

    Ich denke auch, dass manche zu der "heimlich, still, leise und tief"- Lösung greifen werden oder gegriffen haben.

    Ich stelle mir nur vor, was hier so ein paar alteingesessene Bauern- Jäger machen würden, wenn da ein Wolf um ihre in Alleinlage liegenden Mühlen (haben wir hier einige) schleicht (wir habe hier aber offiziell noch keine Wölfe). So wie ich diesen Schlag kenne, hält der drauf und drückt ab.