Beiträge von KayaFlat

    Faustregel ist, dass ca. 2h Gassi pro Tag mit Freilauf (bzw. laufen an langer Schlepp) und 2- 3 ernsthafte Trainingseinheiten pro Woche von ca 10- 20 Minuten ausreichen, damit ein Hund "ausgelastet" ist.

    Woher stammen diese Zahlen?

    Erfahrungswerte von mir persönlich und vielen mir bekannten HH auch mit aktiven Rassen. Angelesenes Wissen.

    Die 2 Stunden können als Richtwert gelten, um die die Aktivitätszeit sich einpendeln sollte. Mal an einem Tag 3 und am nächsten nur eine ist ja auch kein Beinbruch. Wenn einer jeden Tag drei Stunden geht und der Hund ruht in sich und ist zufrieden und ausgeglichen, passt es offensichtlich auch.

    Es ist ein Richtwert. Dein Hund zeigt dir ebenfalls zuverlässig an, ob es passt: ruht er in sich, steigert er sich nicht unverhältnismäßig in Dinge rein, wirkt er nicht überdreht und ruhelos und nervös, sondern wirkt gelassen und dreht nur angemessen bei Reizlage situativ hoch, dann dürfte das Pensum zwischen Aktivität und Ruhe passen.

    Es ist also keine Wissenschaft mit den 2 Stunden, sondern - wie gesagt- eine Faustregel.

    Stell sich darauf ein, dass du 2- 3 Jahre dranbleiben und mit deinem Hund zusammenwachsen musst, ehe du einen zuverlässig hörenden Hund hast, sofern du ernsthaft dranbleibst und eine klare Linie findest.

    Die Erziehung und Ausbildung eines Hundes ist ein langwieriger Prozess und idealerweise hat man Spaß daran, den Hund zu erziehen und mit dem Hund zu arbeiten und zu trainieren.

    Dafür musst du auch nicht verbissen eine Stunde irgendwelche Kommandos trainieren, sondern im Alltag konsequent sein und immer mal wieder kleine Trainingseinheiten (5- 10 Min. höchstens) für spezielle Kommandos einstreuen.

    Genauso wichtig ist eine Beziehungsbasis zu finden, deinen Hund verstehen zu lernen, indem du seine Körpersprache lesen lernst und erkennst, was seine Bedürfnisse sind, die befriedigt werden müssen.

    Das harmonische Zusammenleben mit einem Hund muss sich der Mensch erarbeiten (der Hund strebt es im Normalfall eh an), indem er sich Wissen aneignet und sich mit dem Tier und seinem Wesen beschäftigt. Dann kann daraus etwas sehr Erfüllendes und Einzigartiges erwachsen.

    Also ist Durchhalten, Freude an der Erziehung und dem Training entwickeln und nicht die Geduld verlieren die Devise. 8 Wochen sind nichts.

    Viel Spaß bei der Arbeit und dem Zusammenleben mit deinem Hund.

    Faustregel ist, dass ca. 2h Gassi pro Tag mit Freilauf (bzw. laufen an langer Schlepp) und 2- 3 ernsthafte Trainingseinheiten pro Woche von ca 10- 20 Minuten ausreichen, damit ein Hund "ausgelastet" ist. Es kann dann auch mal mehr sein, wenn z.B. eine Wanderung ansteht oder sonst eine außergewöhnliche Aktivität in der Familie, bei der der Hund halt dabei ist.

    Mit diesem Pensum ist meine Hündin zufrieden und ausgeglichen, obwohl sie einer aktiven, arbeitsfreudigen Rasse angehört.

    Natürlich würde sie auch täglich 5 Stunden Gassi und Programm mitmachen, aber das täte ihr auf lange Sicht nicht gut. Nach einer Woche Aktivurlaub mit täglich 5- 7 Stunden Programm (lange Bergwanderungen) schläft sie zu Hause dann abgesehen vom Gassi 3 Tage fast durch.

    Diese Routinen müsst ihr etablieren, da hat der Hund nichts zu sagen. Sie lernen dann abzuschalten und zu ruhen.

    Aktivitätsphasen kurz nach dem Fressen halte ich für normal. Halt so 10 bis 30 Minuten, ehe sie den Verdauungsschlaf einlegen.

    Ich halte es für sehr bedenklich, dass ihr den Hund die Aktivitäten steuern lasst.

    15- 18 Stunden täglich brauchen diese nämlich für Ruhe und Verarbeitung, um gesund zu bleiben.

    Es wird Zeit, dass ihr bei eurer Hündin gegensteuert.

    Falls es ein Giftköder ist, macht das sicherlich Sinn. Denn dann könnte man das zur Anzeige bringen und andere Hundehalter in der Gegend warnen.

    Ich fände es also großartig, wenn du die Mühen auf dich nähmst und das Corpus Delicti sicherstellst, damit man es untersuchen kann.

    Ich würde den Hund gut beobachten, falls er davon was gefressen hat.

    Ich finde, das sieht aus, wie Hack und könnte ein Giftköder sein. Ich will keine Panik machen, aber ich wäre alarmiert, wenn ich sowas in der Gegend rumliegen hätte.

    Ja, klar, dass Hunde in jeder Situation lernen, ist mir mehr als bewusst. Und dass es da bei mir keine absolut klare Linie gibt in Bezug darauf, dass man Stöcke nie heimtragen darf, ist mir auch klar.

    Darum geht es mir primär gar nicht, weil ich es ja nicht wirklich schlimm finde, wenn sie dann doch mal einen besonders tollen Stock mit heimnimmt. Heute wollte sie auch einen Stock mitnehmen, den hat sie auf "Lass es" ohne Probleme liegen lassen.

    Das längliche Beispiel unserer Diskussion um den Stock sollte eigentlich nur demonstrieren, dass Kaya eben vom Typ her ein Hund ist, der hinterfragt. Finde ich auch gar nicht schlecht, wenn man mit dem "Hund im Gespräch" ist. Wichtig ist halt, dass man im Zweifsfall das letzte Wort hat. War gestern ja nicht ganz so und ich muss da mal noch kritischer ein Auge darauf haben, inwieweit sich das in andere Bereiche überträgt.

    Denn es ist absolut richtig, dass man bei einem solchen Hund Grauzonen insofern nicht zulassen sollte, wenn man dann ein Problem mit den daraus resultierenden Diskussionen hat. Habe ich grundsätzlich gar nicht.

    In anderen Bereichen lasse ich solche Grauzonen nicht zu und da gibt es dann auch keine Diskussionen - also wo ich es für gefährlich halte, wenn der Hund diskutiert - wie z.B. selbständig austeigen aus dem Auto, jagen. Das darf man absolut nie.

    Ich denke, im Großen und Ganzen funktioniert das System. Aber danke für deine Denkanstöße, DerFrechdax. Es ist inner gut, wenn man sich selbst immer mal wieder kritisch hinterfragt.

    Ich denke auch, dass da am Anfang bereits zu viel falsch gelaufen ist.

    Wenn du einem Hund einen zweiten vor die Nase setzt, egal ob jetzt Welpe oder erwachsen, dann setzt das voraus, dass dein Ersthund gelernt hat, dass du in deinem Haus die Regeln machst. Dazu gehört auch, dass du von Anfang an ganz klare Regeln setzt, wie man sich beim Zusammenleben zu verhalten hat. Da muss man am Anfang jede Begegnung moderieren, die Hunde begrenzen und die Interaktionen steuern.

    Ich glaube, da waren die Voraussetzungen auch beim Ersthund noch gar nicht da.

    So wie es jetzt läuft, ist es für deine Hündin echt bescheiden. Gerade dass du sie so sozial so ausgrenzt, ist zutiefst unfair ihr gegenüber.

    Tut mir Leid, wenn ich das so hart sage, aber für mich ist das in erster Linie ein Halterfehler, wenn man so einfach einen zweiten Hund dazu setzt und dann nicht die erzieherischen Mittel hat, das Zusammenleben von Anfang an sinnvoll zu regulieren.

    So wie sich die Situation im Gesamten darstellt, halte ich es auch für richtig, denn Welpen zurück zum Züchter zu geben.

    Du hast ja einen sehr intelligenten Hund mit deiner Kaya. Ich denke, es dürfte dir nicht schwer fallen, ein zusätzliches "Geh weg und lass es liegen" oder "Tabu"-Kommando zu etablieren.

    Aber süß, wie sehr sie an dem Stock hing, diese Penetranz ist wohl dem ursprünglichen Arbeitsauftrag geschuldet, den die Rasse hatte. Find ich immer total interessant, wenn bei Rassen mit bestimmten Zuchtzielen auch im Alltag diese Anlagen "hervorschauen" in Situationen, die mit dem ursprünglichen Auftrag auf den ersten Blick gar nix zu tun haben.

    Darüber, ob Kaya gar nicht gerafft hat, dass sie den Stock nicht nur los- sondern auch zurücklassen soll, habe ich gestern noch gründlicher nachgedacht.

    Wie Kaya das "Lass es" versteht, muss ich nochmal durch genauere Beobachtung eruieren. Dass kein langfristiges Tabu verknüpft ist, scheint jedenfalls logisch, denn ich wende es eher situativ auf Lebewesen/ Gegenstände an, die wann anders ja kontaktiert/benutzt werden dürfen.

    Ändert trotzdem gestern nichts daran, dass sie auf Teufel komm raus ihren Kopf durchsetzen wollte.

    Ja, ich weiß, dass das eine Rasseeigenschaft ist.

    Aber ich finde es in dieser Ausprägung bei Kaya extrem, im Vergleich zu den anderen beiden Retriever-Exemplaren, die ich sehr gut kenne und "gearbeitet" habe. Dieses ständige "diskutieren" und "hinterfragen" kannte ich bei denen so nicht. Die haben Anweisungen halt so umgesetzt, wie sie es gelernt hatten.

    Weder Willy, noch Luna, schon gar nicht Jacky, wäre es im Traum eingefallen, trotz der Anweisung dazubleiben umzukehren, um so einen verluderten Stock zu holen, den man unter Zwang zurücklassen musste.

    Ich empfinde da Kaya wirklich als speziell, aber ich kenne auch keinen einzigen anderen Flat persönlich.