Beiträge von KayaFlat

    Bezüglich jagen: der Tag wird ziemlich sicher kommen, wo sie dann mal weg ist. Und wenn sie das erschmeckt hat, wird es sich häufen.

    Ich kenne keinen Husky, der in wildreichem Gebiet freilaufen kann.

    Aber ich kenne (bzw. kannte) einen Husky, der jeden Spalt genutzt hat, um Jagdausflüge zu starten. Rekord der Ausserhäusigkeit war ca. 48 Stunden. Die Halter leben sehr dörflich, sind alteingesessen und angesehen, nur deshalb haben die keine massiven Probleme mit der örtlichen Jägerschaft gekriegt. Mir ist Jesper auch öfter allein und freudestrahlend über den Weg gelaufen bei seinen Pirschtouren.

    Gut, rassetypisch ausgelastet wurde der jetzt nicht, aber so 7- 10 km am Fahrrad hat der täglich runtergerissen. Trotzdem hat er sich selbst noch jagdlich ausgelastet.

    Ein Husky ist schon eine eigene Nummer. Ich wollte keinen.

    PS. Übergewichtig bin ich auch (und deutlich älter als du), aber die Fitness steigert sich schnell, wenn man konsequent marschiert. Jetzt laufe ich halt in meiner Standardgassizeit von1,5-2 h deutlich längere Strecken. Mich mehr bewegen zu wollen, war für mich ein (neben anderen) ein wichtiger Grund, mir ne eher sportliche Rasse zu holen.

    Meine Kinder sind bestimmt nicht respektlos und haben auch Achtung vor Lebewesen. Gestern sind der Kleinen Bauklötze auf den Hund gefallen und sie hat sich entschuldigt und geweint, weil sie dachte sie hat dem Hund weh getan. Sie sind sehr einfühlsame Kinder und natürlich gibt es hier auch Regeln. Sie dürfen z.B. nicht an das Futter wenn der Hund frisst. Sie dürfen nicht an die geschlossene Box und sie dürfen nicht an dem Hund zerren oder ihm sonst irgendwie absichtlich weh tun.

    Es reicht, wenn sie ihm unabsichtlich weh tun, weil der Hund das gar nicht richtig einordnen kann.

    Auch wenn Bausteine auf ihn prasseln, überreisst der Hund nicht, dass es ein Versehen war und tränenreiche Entschuldigungen versteht er nicht.

    Das alles zerrt an seinen Nerven und verunsichert ihn wahrscheinlich sehr.

    Es führt kein Weg daran vorbei, dass ihr den Umgang reguliert und den Hund und damit auch die Kinder schützt.

    Je mehr ihr jetzt investiert, damit der Hund ohne weitere schlechte Erfahrungen, nervenstark und "behütet" aufwachsen kann, desto mehr habt ihr die Chance, dass er ein echter Kumpel für die Kinder wird, wenn er erwachsen ist. Bitte lasst es nicht einfach laufen.

    Ich hab jetzt nicht weitergelesen und grätsche da gleich mal rein, weil mir bei dem Statement echt der Kiefer tiefer gesackt ist.

    Ein kleiner Hund ist kein Spielzeug.

    Offensichtlich tut ihr euch schwer damit, eure Mädchen so zu erziehen, dass sie lernen andere Lebewesen und ihre Bedürfnisse zu respektieren. Warum das so ist, erschliesst sich mir allerdings nicht, weil das ein sehr wichtiges Erziehungsziel ist. Ist wohl bei "modernen" Eltern nicht mehr so en Vogue Kinder einzugrenzen und ihnen Respekt und Impulskontrolle abzuverlangen.

    Der Hund jedenfalls wird, auch wenn er als Collie ein weicher und sensibler Hund sein dürfte, sich das völlige Nichtbeachten seiner Signale und Bedürfnisse nicht endlos lange gefallen lassen. Dann knappst er halt mal. Ist dann hoffentlich auch okay, wenn er die Kinder selbstständig in die Schranken weist, weil man als Eltern ja seiner Verantwortung nicht nachkommen wollte.

    Sowohl die Kinder als auch der Hund haben ein Anrecht auf eure Fürsorge, d.h. ihr tragt die Verantwortung, stellt die Regeln auf und sorgt dafür, dass beide Parteien lernen können, harmonisch zusammen zu leben. Dazu gehört, dass sowohl Kinder als auch Welpe zur Rücksicht erzogen werden.

    Mich macht es echt fassungslos, traurig und wütend, wenn Erwachsene, die Eltern sind, sich ihrer Verantwortung für die ihnen anvertrauten Lebewesen so verweigern.

    Ja, wieder zurück auf dem Dorf kann schon eine Art Kulturschock sein.

    Dass die Leute neugierig sind, einen anquatschen und auch über einen tratschen wäre auf meimem Dorf auch so.

    Ich würde freuudlich bleiben und ein bisschen smalltalken, grad die älteren Leute freuen sich da. Wenn du keine Lust auf Leute hast, kannst du doch sicher wo gehen, wo man keinen trifft. Ich kann, wenn ichs drauf anlege hier 2h gehen, ohne jemandem auch nur Hallo sagen zu müssen.

    Für den Hund ist es aber eine gute Übung, das Gespräch mit Fremden einfach auszuhalten, solange sich menschlicherseits wirklich nur um das Grspräch gekümmert wird.

    Zum Thema Hund im Training: Warum erklärst du jemandem.nicht mal ausführlich, was es mit Freddy auf sich hat, während er sich noch aufregt. Vielleicht hat das einen Lerneffekt, wenn eben nicht aus der Situation gegangen wird, wenn er prollt.

    Vorweg: ich habe keinen Angsthund, aber so wie du Freddy beschreibst, ist das auch kein echter Angsthund. Jedenfalls habe ich null Verständnis, wenn sich in irgendwas ohne Grund blöd reingesteigert wird. Da geh ich dann eher nicht auf die Befindlichkeiten des Hundes ein, sondern erwarte, dass er lernt, das auszuhalten.

    Das waren jetzt zwei Hunde seines Kalibers. Also könnte das reiner Konmentkampf sein. Also etwas heftigeres Rüdengeprolle, wer den dickeren hat.

    Wie ist er denn mit kleineren Hunden, die ihn anstänkern?

    Ich nehme an, nicht so souverän, wenn er eher unsicher ist.

    Dass Rüden mal aneinandergeraten und da mal ein Loch entsteht, halte ich jetzt auch nicht für so ungewöhnlich. Das meinen die seltenst todernst.

    Gefährlich wird es halt, wenn er da auf alles geht, was ihn anprollt und halt bei Kleinhunden auch keine Gefangenen macht. Ich kenne einige Schäfis, die die Kleinen nicht ernst nehmen und ignorieren. Die haben aber stabile Nerven. Aber das kannst nur du einschätzen, weil du deinen Hund kennst.

    Wenn er gut im Gehorsam steht, dann würde ich vorauschauend laufen und halt bei Hundesichtung anleinen. Aber dem Hund jetzt komplett den Freilauf zu verwehren, fände ich irgendwie arg. Jedenfalls wenn er nicht grundsätzlich beschädigend auf andere, besonders kleinere Hunde geht.

    Mit Maulkorb hab ich keine Erfahrung.

    Wär halt auch erst die Frage, wie ernst er das wirklich meint.

    Kommentkämpfe zwischen Rüden, die es wissen wollen, enden in der Regel nicht mit schweren Verletzungen.

    Wie geht der Rüde mit Rüden um, die eher defensiv und deeskalierend kommunizieren. Ignoriert er z.B. kleinere Prollos oder steigt er auf jede Provokation ein.

    Also ich würde erst versuchen einzuschätzen, welche Motivation meinen Hund bewegt. Und natürlich daran arbeiten, ihn möglichst gut über Gehorsam kontrollieren zu können. Dass er jetzt zweimal die Ärmel hochgekrempelt hat, heisst noch nicht, dass der Zug abegefahren ist.

    Monster ist ja erwachsen und ausgereift, was für mich dafür sprechen würde, dass ihr bisher ein bisschen Führung und Gehorsam habt schleifen lassen. Schäferartige sind normalerweise darüber gut zu kriegen.

    In übersichtlichem Gebiet den Hund dazu zu kriegen, rückruf- und anleinbar zu sein, müsste doch klappen.

    Was mich intersessieren würde: war da jetzt jahrelqng nichts und dann plötzlich hintereinander zwei Vorfälle? Und ist Monster einer von diesen Weissen, die eher kein stabiles Nervenkostüm haben?

    Ich übe mit Willy bei klarem Kopf auch den Freilauf. Uns hat es richtig weit gebracht, dass sie nur auf den Wegen bleiben darf, weil sie quasi kaum noch stöbert. Naja, gestern hat sie irgendwas in der Nase gehabt, ich dachte, ach, das passt schon, gehe weiter, dreh mich nach ein paar Metern um- Hund weg.

    Ich hab sie nicht gehört, deshalb glaube ich nicht, dass sie gehetzt hat. Naja, nach kurzer Zeit kam sie völlig aus der Puste wieder.

    wildsurf ich finde es bemerkenswert, dass du so gelassen bleiben kannst. Willy hat noch mal einen wesentlich größeren Radius und wenn sie so durch die Gegend flitzt, kann ich sie zwar abrufen, aaaber irgendwie ist mir da die Aufregung zu groß. Für mich und bei mir :D

    Nur weil sie nicht spurlaut ist, heisst das nicht, dass sie nicht hetzt.

    Kaya hetzt auch ohne Spurlaut. Wenn sie so abgehetzt zurückkommt, hat sie wahrscheinlich zumindest intensiv gespurt.

    Wenn ich Kaya spuren und stöbern liesse, wie sie will, täte sie auch was auf.

    Das hab ich ja schon gesehen, bei den Gelegenheiten, wo sie mir aus der Hand gegangen ist.

    wildsurf

    Das ist z.B. für mich und Kaya schon zu sehr im Jagdverhalten. Würde ich das laufen lassen und die Spur ist interessant, wäre sie wohl weg. Deshalb habe ich das früh unterbunden und will das eigentlich nicht sehen. Da pfeiffe ich sie frühzeitig ab und fordere ein, dass sie wieder runterfährt. Ich könnte da nicht darauf vertrauen, dass sie mir dann nicht "durchknallt" und durchgeht.

    Ich mache ja hin und wieder die Erfahrung, dass sowas bei uns nach hinten losgeht. Hut ab, dass du das so gut im Griff hast.

    Das tut mir auch echt Leid.

    Aber es ist bereits passiert und du musst nun zwangläufig damit leben. Natürlich ist für dieses Unglück in erster Linie der HH Schuld, aber abgesehen davon, dass dieser dir Schadensersatz leistet, wird auch dieser daran nichts mehr ändern können. Und du kannst nicht ändern, dass es HH geben wird, die ihre potentiell gefährlichen Hunde nicht im Griff haben. Das sind meiner Meinung und Erfahrung nach allerdings nur sehr wenige Hunde von den Massen, die da draussen herumlaufen.

    Ich finde gut, dass du daran arbeitest, den Vorfall zu verarbeiten. Wie gut oder schlecht du mit dem, was leider bereits passiert ist, umgehst, liegt nämlich bei dir.

    Auch ob du Wege findest, wieder angstfrei Hunden zu begegnen. Wirklich, die allerwenigsten sind reissende Bestien.

    Aber du hast in der Hinsicht recht, dass ich noch nie ernsthaft von einem Hund gebissen wurde, so dass ärztliche Versorgung nötig gewesen wäre. Aber ich wurde beim Schifahren sehr brutal von einem anderen Schifahrer abgeräumt. Krankenhaus und schwere Prellungen. Solche Dinge passieren.