Beiträge von KayaFlat

    Zuwenig ist es meiner Meinung nach auf keinen Fall. Hört sich eher nach einem abwechslungsreichen und fordernden Hundeleben an.

    Ob es für deine Hunde passt, kannst nur du feststellen, indem du dir den Hund anschaust. Macht er den Eindruck, dass er grundsätzlich in sich ruht, kann er gut abschalten, ohne resigniert zu wirken? Ist er bereit, lebhaft mitzumachen, wenn Programm angesagt ist, geht er freudig in die Kommunikation mit dir und reagiert auf Ansprache? Hat er eigene Ideen, die er auch mal umzusetzen versucht und ist er seinem Wesen gemäss "spritzig"? Ist seine Verdauung grundsätzlich stabil ( also nicht häufig Durchfall), hat er schönes Fell und klare glänzende Augen?

    Das sind so die Anzeichen, auf die ich achten würde und wenn ich mehreres davon nicht mit ja beantworten könnte, würde ich mich fragen, was ich verändern muss.

    Verabschiedet euch einfach von dem Gedanken, dass alles von Anfang an funktioniert. Die Welpenzeit ist einfach anstrengend, weil ihr ein kleines Wesen habt, das noch nichts versteht und noch nicht weiss, was von ihm erwartet wird. Da hilf nur Ruhe und Geduld.

    Am besten fahrt ihr, wenn ihr jetzt schon eine Vorstellung davon habt, wie es sein soll, wenn der Kleine mal gross und "vernünftig" ist.

    Ich wusste z.B. dass ich einen Hund wollte, der im Haus Ruhe gibt, weiss wo sein Platz ist und sich da auch hinschicken lässt. Dann überlegt man sich, wie man da mittelfristig hinkommt. Alles was in die richtige Richtung geht, ist gut, alles was dem entgegenläuft, wird unterbunden oder umgelenkt. Natürlich muss man dabei in Betracht ziehen, dass man ein Baby bzw. Kleinkind vor sich hat. Wenn das Baby allein nicht auf seinem Platz zur Ruhe kommen will, kann man z.B. mit ins Hundebett und ein Buch lesen, bis der Kleine angekuschelt eingeschlafen ist. Nachdackeln ist in dem Alter normal, aber man kann Grenzen setzen, indem man z.B. mal Badtür, Klotür oder Küchentür schliesst und das Jammern ignoriert, d.h. für mich, tut was man tun wollte und wiederkommt, wenn man fertig damit ist. Damit grenzt man sich ab und der Hund soll lernen, dass Menschen ihre Dinge tun, die langweilig sind und er dann abgemeldet ist und sich gedulden muss, bis er wieder dran ist. Ich würde den Welpen aber nicht zu sehr aus dem Alltag ausschliessen. Der soll beobachten und seine Schlüsse ziehen, aber er soll nicht ständig im Fokus stehen.

    Ich denke, dass manches schief läuft bei Neuhundehaltern, weil die das Abgrenzen und bei sich bleiben nicht hinkriegen. Abgrenzen heisst aber nicht, dass man z.B. Fehlverhalten wie Möbel anknabbern ignoriert, sondern dass man in der Situation reagiert, eine Alternative anbietet und dann wieder den Focus vom Hund nimmt. Und natürlich gibt es auch Zuwendung. Für einen Baby- und Junghund ist es sehr wichtig, dass das alles in eine für ihn verständliche Tagesstruktur eingebunden ist.

    Beispiel:

    Jeden Tag

    aufstehen, Pippi im Garten, Mensch trinkt Kaffee und Hund ist abgemeldet (kann tun was er will, solange er nichts zerstört)Löserunde, Zuwendung (Spiel, Toben), Fressen, Ruhe (Mensch macht sein Ding, Hund ist abgemeldet), Lösen nach dem Ruhen, Mittagessen vorbereiten (Hund schaut in der Küche zu, liegt dabei), Mittagessen (Hund ist abgemeldet)....

    Wenn die Tagesstruktur jeden Tag ähnlich bzw. gleich ist, dann weiss der Hund bald von selbst, wann nichts passiert, was ihn betrifft und wird, wenn seine Grundbedürfnisse erfüllt sind, von selbst ins Ruhen finden. Gibt es keine verlässliche Tagesstruktur, macht man es dem Hund viel schwerer, weil er in einer Erwartungshaltung feststeckt: Was passiert jetzt? Kommt jetzt was Spannendes?

    Und für mich noch ganz wichtig: immer selbst ruhig bleiben und möglichst gelassen einfach sein Ding durchziehen. Es klappt halt nich alles sofort. Und wenn der Kleine mal statt zu schlafen mit seinem Kuschel durch die Wohnung spackt, dann ist es halt so. Der geht davon nicht kaputt. Der haut sich schon hin, wenn er müde wird, wenn er merkt, dass da nichts Grossartiges passiert. Wenn ihr zu viel Stress und Druck.macht, weil das jetzt genau so klappen muss, erreicht ihr das Gegenteil.

    Ich hoffe, man versteht, was ich mit meinem langen Sermon deutlich machen wollte.

    Ich hab jetzt seit einiger Zeit angefangen, Kaya regelmässig Denta-Sticks zu geben. Jetzt hab ich mal die Frage, für wie wirksam in Punkto Zahnpflege ihr das erachtet. Also reinigt das Zeug die Zähne wirklich? Wirken die Dinger prophylaktisch gegen Zahnstein und Fäulnis?

    Was ist regelmässig bei euch, falls ihr selbst Denta-Sticks gebt? Jeden Tag einen oder nur drei- bis viermal die Woche?

    Was ist der Zahngesundheit noch zuträglich? Also ausser Zähne putzen, weil das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, das regelmässig durchzuziehen.

    Noch hat Kaya keine Probleme mit den Zähnen, aber das soll halt möglichst lange so bleiben.

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen.

    Danke schonmal.

    Etwas abseitig, aber vielleicht hat sich der Hund selbst ein Kater-Po- Target kreiert, um sich durch Konzentration runterzufahren. Und das Verhalten hat sich verfestigt, weil es für den Hund funktioniert hat.

    Nur mal so als Idee. Pudel können ja recht kreativ sein.

    Ich habe keine Erfahrung damit, dass meine Hunde meinten, sie müssten sich mich mit Attacken vom Leib halten. Das liest sich für mich nämlich so.

    Ist natürlich schwierig über die Entfernung und übers Internet, aber ich sehe da einen Hund, dessen subtilere Kommunikation, dass es ihm reicht bzw. die Situation unerträglich wird/wurde, nicht verstanden wurde und der jetzt erkannt hat, dass man sich das Unangenehme/ Bedrohliche mit den Zähnen vom Leib halten kann. Aufgrund deiner Reaktionen dürfte er jetzt die Lernerfahrung gemacht haben, dass das eine erfolgreiche Art der Abwehr gegen "Übergriffe" ist.

    Und ich glaube nicht, dass sie die Attacken "vergisst". Meiner Ansicht nach, wird sie wieder nach vorne lösen, wenn sie sich bedrängt und bedroht fühlt. Ich sehe da viel Vertrauensarbeit vor euch, dass ihr für den Hund verlässlich einschätzbar werdet.

    Da bald ein Trainer kommt, würde ich bis dahin jegliche weitere Eskalation vermeiden.

    Wenn Kaya aufs Sofa will und ich mich da schon breit gemacht habe, kommt auch ein vor dem Sofa absitzen und aufforderndes Starren. Dann muss ich meine Beine anziehen und " Hopp Sofa" sagen, damit sie draufspringt. Ist das Sofa frei, hüpft sie nach Lust und Laune drauf und macht sich selbst breit.

    Da muss ich sie dann auffordern, mir Platz zu machen.

    Was Kaya sehr deutluch kommuniniziert, ist, wenn sie ein dringendes Lösebedürfnis hat.

    Dann fiepst sie, läuft zur Tür und die Rute geht recht schnell und erregt. Dabei schaut sie bewusst vom Türgriff zu mir und wieder zum Türgriff. Wie dringend es ist, lösst sich an der Heftigkeit der Rutenbewegung ablesen. Ich lass sie dann immer schnell raus. So kommunierzt sie es wirklich nur, wenn es darum geht, dass sie sich erleichtern muss.

    Echt?

    Hier wird einfach nix gemacht. Der wartet bis irgendeine höhere Macht mir eine gedankliche Botschaft schickt.

    Bei Durchfall sieht das aber anders aus, da kommt er wirklich sehr unruhig an und nimmt auch den Arm in den Fang. Ich merke es daran, das er wirklich anfängt Druck mit den Zähnen aufzubauen. Das ist seine Art von mich an die Hand nehmen und DRINGEND!!! raus müssen.

    Meist ist das auch so, wenn es sich um Durchfall handelt, ansonsten scheint es sie bis zu den üblichen Lösezeiten nicht schlimm zu drücken.

    Was Kaya sehr deutluch kommuniniziert, ist, wenn sie ein dringendes Lösebedürfnis hat.

    Dann fiepst sie, läuft zur Tür und die Rute geht recht schnell und erregt. Dabei schaut sie bewusst vom Türgriff zu mir und wieder zum Türgriff. Wie dringend es ist, lösst sich an der Heftigkeit der Rutenbewegung ablesen. Ich lass sie dann immer schnell raus. So kommunierzt sie es wirklich nur, wenn es darum geht, dass sie sich erleichtern muss.

    Wiederum angeregt von diversen Threads würde es mich interessieren, wie euer Hund mit euch kommuniziert, um anzuzeigen, was er möchte. Oder auch wie ihr die Zeichen eures Hundes bezüglich seines Wollens interpretiert.

    Es wird sich ja in einigen Threads aktuell mit den Bedürfnissen des Hundes (oder des Menschen?) auseinandergesetzt. Da fände ich es sehr interessant, sich darüber auszutauschen, wie bei euch Bedürfnisse und Wünsche von hündischer Seite kommuniziert werden.

    Erweitert fände ich auch noch interessant zu erfahren, wie ihr denkt, dass euer Hund Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit ausdrücken kann.

    Würde mich über einen regen Austausch bezüglich hündischer Ausdrucksmöglichkeiten sehr freuen.