Beiträge von KayaFlat

    Du zeigst ihm vielmehr durch viele Erfahrungen, dass der Weg halt nicht immer Aua macht. Damit soll die alte Verknüpfung quasi überschrieben werden. Das finde ich jetzt nicht unzumutbar für den Hund.

    Das kommt drauf an, wie der Hund drauf ist, was und wie er verknüpft hat. Unter Umständen ist der nämlich gar nicht in der Lage irgendwas zu überschreiben.

    Und jetzt bei diesem Schietwetter würd ich schon zehnmal nicht "wir bleiben solange, bis du es kapiert hast" spielen, das würde ich schon mir selbst nicht antun wollen. (Und dann mittendrin aufgeben, weil man doch anfängt vor Kälte zu schlottern, ist ein viel größerer Rückschritt.)

    Ich bin jetzt auch niemand, der gleich aufgibt, nur weil der Hund mal schief guckt. Aber ich suche nie die direkte Konfrontation, ich schau immer, ob es nicht vielleicht ein Hintertürchen gibt, durch das ich letztendlich auch ans Ziel komme und das dem Hund die ganze Sache erleichtert.

    Das stimmt natürlich. Mittendrin aufgeben wäre überhaupt nicht hilfreich. Und im Moment hätte ich auch keine Lust da eine Stunde oder mehr rumzutigern, da es stürmt uns regnet.

    Ich glaube aber nicht, dass der Hund die Verknüpfung einfach vergisst.

    Und an welches Hintertürchen hättest du im konkreten Fall gedacht?

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    Hier mal ein Video zu einem zornigen Maliwelpen, der das toben nicht nur spielt, weil er es (wie auch immer) gelernt hat

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    Und nein, da muss man jetzt nicht ueber den Typ diskutieren oder das die Ausbildung mit 7 Wochen schon im Gange ist, usw.

    Es geht ausschliesslich drum einen zornigen Maliwelpen zu zeigen..

    Man muss so ein Verhalten nicht toll finden und mAn auch nicht gezielt zuechten. Aber so koennen sie halt auch sein und ja..jemandem der das nicht kennt, dem wird da mulmig..

    Ich find unmöglich, was der Typ da veranstaltet. Hoffe mal, dass er mit dem Resultat leben kann, wenn er so weitermacht.

    Sowas nervt mich.

    Wenn ich große Angst vor Spinnen habe und jemand steckt mich in einen Raum voller Spinnen ohne dass ich die Entscheidungsfreiheit habe, dort jederzeit wieder rausgehen zu können, dann bezweifle ich...

    Ja, und das wäre "flooding".

    Oder wenn ein Hund Angst vor Luftballons hat, weil ihm einer beim reinbeissen ins Gesicht geplatzt ist, und du steckst ihn in ein Zimmer voller Luftballons in der Hoffnung, dass die Angst weggeht, wenn er ganz viele Angstauslöser um sich hat, denen er nicht entfliehen kann. Irgendwann kann der Hund seinen Panikmodus nicht mehr aufrecht erhalten und es setzt Gewöhnung ein. Finde ich in den meisten Fällen auch blöd, die Methode.

    Aber hier geht es doch darum, dass ein Hund einen Weg durch einen blöden Zufall mit einem Schmerzreiz verknüpft hat. Für den Hund war der Weg Schuld am Aua und jetzt will er ihn nicht mehr gehen oder nur sehr meidig, weil er denkt, der Weg macht wieder Aua. Klar konfrontierst du den Hund mit dem Angstauslöser, aber du betreibst kein Flooding, weil du den Angstauslöser gar nicht vervielfältigen kannst, um den Hund quasi damit zu überwältigen.

    Du zeigst ihm vielmehr durch viele Erfahrungen, dass der Weg halt nicht immer Aua macht. Damit soll die alte Verknüpfung quasi überschrieben werden. Das finde ich jetzt nicht unzumutbar für den Hund.

    Ich befürchte halt eher, dass sich das Problemverhalten eher festigt, wenn man auf das -wie wir Menschen ja wissen- grundlose Gemeide einsteigt.

    Ich nenn es nicht "flooding", sondern Gegenkonditionieren.

    Klar ist es in dem Sinn nicht nett, weil man den Hund zwingt, sich etwas zu stellen, was er selbst lieber meiden würde.

    Kann aber auch sein, dass du da nicht drum rum kommst. Was ist denn, wenn der Hund den Weg nach drei Wochen meiden immer noch gruselig findet?

    Ich würde jetzt genau das Gegenteil machen. Ich würde diesen Werg mal ne Weile meiden und versuchen, mit dem Hund auf anderen Wegen möglichst entspannt zu gehen, damit er die unangenehme Sache erstmal aus'm Kopf kriegt.

    Und wenn es möglich wäre, würde ich nach vielleicht 14 Tagen an einer Stelle auf den betreffenden Weg einbiegen, von wo aus es Richtung Heimat geht. "Stalldrang" ist immer eine nützliche Hilfe, finde ich. (Diese Strategie hat jedenfalls beim Pferd geholfen.)

    Auch ein Ansatz.

    Geht aber halt nur, wenn man den Weg bequem meiden kann und es kein wichtiger "Zubringerweg" zum Zuhause ist.

    Ist auch eine Typfrage, wie man damit umgeht und kommt auch ein bisschen auf den Hund an, den man hat,demke ich.

    Ich bin eher so der Typ Konfrontation mit dem Angstauslöser und meine hat ja auch recht stabile Nerven und bricht mir nicht gleich komplett weg.

    Ich würde ihn erst wieder von dem Weg runterlassen, wenn er dort entspannt hat.

    Du nimmst dir Zeit mit, gehst vorher woanders zum Lösen und tigerst solange mit dem Hund auf dem Heimweg rauf und runter, bis er aus der Anspannung und Angst rauskommt. Dann erst heim.

    Selber ganz ruhig und neutral bleiben. Vielleicht zwischendrin mal ein Sitz einfordern und schauen, ob der Hund ein Leckerchen nimmt.

    Die Idee dahinter ist, dass er den Weg nicht mehr mit dem Angst- Anspannungszustand verknüpft. Wenn er immer in diesem Zustand vom Weg runtergeht, bleibt m. E. dieser Zustand sonst mit dem Weg verknüpft.

    Wird beim ersten Mal vielleicht länger dauern. Dürfte aber nach einigen Wiederholungen durch sein und immer schneller gehen, dass der Hund aus der Anspannung kommt.

    Wäre meine Idee dazu.

    Luthien ist mittlerweile 9 wird zwei mal im Jahr Läufig das erste mal mit 7,5 Monaten müsste jetzt also die 16 oder 17 Läufigkeit hinter sich haben. War mit 3 Jahren Trächtig ich kann keine signifikante Steigerung oder Abschwächung feststellen.

    Kann es sein das einem die aktuelle Läufigkeit Evtl. Gerde am schlimmsten vorkommt.

    Zur Vorsicht würde ich mal die Geschlechtsorgane schallen lassen nicht das bei ihr Hormonkaos oder so durch Veränderungen an diesen ausgelöst wurden.

    Danke. Guter Tipp.

    Bin ja zur Zeit auch in der Retrieverfraktion, aber was einem am Gebrauchshund fasziniert, kann ich schon nachvollziehen. Ich hatte nie und will auch nie nen Mali, aber wieder einen DSh könnte ich mir gut vorstellen. Ich mag das kernige, das ernsthafte und die Präsenz die der Hund hat, wenn er souverän und klar in der Birne ist.

    Du musst auch ein bisschen der Typ Mensch sein für diese Art Hund, glaube ich. Ich würde sagen, auch eher klar und ein Stück weit selbstsicher.

    Inwieweit der Mali nun "krasser" ist als der Dsh, weiss ich nicht. Wird da wie dort auch gemässigtere Exemplare geben.