Beiträge von Filz

    Da wird mit dem Auto aufs Feld gefahren, Hund und Angel ausgeladen, der Hund dann eine halbe Stunde durch die Gegend gepusht und dann wieder ins Auto gepackt.

    Irre. Kennst du die Leute, bzw. sind das bestimmte Hundetypen / Haltertypen, wo die Hundehaltung solche Auswüchse nimmt?

    Ich kenn das so in der Form zum Glück gar nicht.

    Wobei man Martin Rütter in dem Zusammenhang jetzt keinen Vorwurf machen kann, das ist wortwörtlich das, was er in dem verlinkten Video als "falsch" nennt.

    Es gibt HT die da etwas angespannter sind mit planlos hinterrennen. Bis dahin gehend, dass diese Hunde sich eher auch mal in Kleinstkinder-Kinderköpfe verbeißen, wenn da schon Grundlage da sind oder geschaffen wurden. Selbiges wurde mir eben auch von der Reizangel berichtet.

    Ok, jetzt bin ich richtig neugierig. Welche Hundetrainer sind das, die einen Zusammenhang zwischen den Wurfkellen, Reizangeln und Beißvorfällen mit Kleinkindern herstellen und auf welche Daten berufen die sich?

    Ich meine: klar, man kann seinen Hund durch Überdrehen bekloppt machen. Aber die Hundehalter, die das (versehentlich) schaffen, die brauchen keine ausgefuchsten Hilfsmittel dafür.

    Wenn man einen Facebook-Account braucht, um den Beitrag zu sehen, bin ich eh wieder außen vor :D

    Meinst du mit diesen Bällchenschleudern die, äh, Plastikkellen(?) mit denen man die Bälle weiter schmeißen kann, wenn man sonst nicht schmeißen kann?

    Die zumindest gibt es schon eine Weile und die Anzahl der verhaltensgestörten Hunde hat seitdem nicht zugenommen, soweit ich weiß.

    Vielleicht unterschätze ich die Reichweite und den Einfluss von Martin Rütter, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass seine Reizangeln so ein Problem werden. Zumal er die Reizangel als solche ja auch nicht erfunden hat.

    Aber ich hab das Video / den Text des Anstoßes halt auch noch nicht gesehen.

    Ich kann verstehen, wie irre dich das macht.

    Mein ultimativer Geheimtipp nützt dir jetzt nix mehr, der ist natürlich: den symptomlosen Hund nicht testen lassen. (Polly hat auch sonst wirklich gar nix, kein gestörtes Allgemeinbefinden?)

    Giardien machen dann Probleme, wenn der Hund (oder auch ein anderes Tier, inklusive Mensch) irgendwie immungeschwächt ist. Also parallel eine andere Krankheit vorliegt, es viel Stress gibt, das Tier einfach älter wird oder so. Ich würde deswegen nochmal in die Richtung denken, ob man Polly irgendwie fitter und entspannter machen kann abgesehen von den Giardien, damit Pollys Immunsystem diese Infektion selbst regeln kann.

    Was sagt der Tierarzt denn dazu, was ist sein/ihr Vorschlag?

    MyAussie magst du mal genauer erklären, worum es ging/geht oder das entsprechende FB-Posting verlinken?

    Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass irgendein Trainer jemals zu irgendeiner Methode sagt "kannste unkontrolliert einsetzen, macht nie was kaputt".

    Einschränkungen gibt es doch immer, bei allem.

    Am Ende Hetzen die Hunde allem hinterher was sich bewegt? Was ist dran?

    Ich wüsste nicht, warum das erlaubte Hetzen der Reizangel problematischer sein sollte als das erlaubte Hetzen eines Balls, eines Dummys oder das erlaubte ziellose Hetzen beim Canicross oder Bikejöring. Vergurken kann man alles. Aber das ist kein Automatismus.

    Hund zu verschenken! :ugly:

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    Ich hol das arme Tier jetzt ab.

    Schrecklich, so ein Messie-Haushalt. :stock1: Und im Napf hat der arme Hund auch nix!

    Spoiler anzeigen

    Ich hab mir das Foto mehrmals angeguckt, weil ich's so lustig finde, und jedesmal denk ich "wer bewahrt denn Milchreis im Bett auf?". Milchreis, Popcorn oder Blumenkohl-Röschen, ich seh da immer was Essbares. (Und ich bin pappsatt.)

    Es gibt doch diesen Tipp, dass man prüfen sollte, ob man den Anfang einfach weglassen kann. Hier find ich, klappt das tatsächlich:

    Ilay ist ein Unsterblicher. Oder genauer, ein Nicht-Tot-Bleibender, denn im Sterben ist er wirklich gut. Er konnte in den letzten 800 Jahren sehr viele Erfahrungen im Bezug auf das Sterben sammeln. Er wurde erstochen, erschossen, erschlagen und vergiftet. Er ist ertrunken, erstickt und verblutet. Ihm wurde das Herz aus der Brust gerissen und die Knochen zerschmettert. Manchmal ging es schnell, manchmal war es qualvoll und dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Aber eines hatten alle Tode gemeinsam. Sie waren bisher nie endgültig und er erinnert sich an jeden einzelnen von ihnen. An alle, bis auf den ersten, den wichtigsten von allen, den, der alles veränderte.

    Oder eventuell noch:

    Im Sterben ist er wirklich gut. Ilay wurde erstochen, erschossen, erschlagen und vergiftet. Er ist ertrunken, erstickt und verblutet. Ihm wurde das Herz aus der Brust gerissen und die Knochen zerschmettert. Manchmal ging es schnell, manchmal war es qualvoll und dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Aber eines hatten alle Tode gemeinsam. Sie waren bisher nie endgültig und er erinnert sich an jeden einzelnen von ihnen. An alle, bis auf den ersten, den wichtigsten von allen, den, der alles veränderte.

    Macht zumindest neugierig. :)

    "Allergien" und "Asthma" finde ich beides ganz schwierige Diagnosen, die ich mir von mindestens einem weiteren Tierarzt bestätigen lassen wollen würde. Und am besten von einem, der in diese Richtung viel Erfahrung hat.

    Hat dein Tierarzt die Desensibilisierung empfohlen? Ich wüsste gar nicht, wie das in eurem Fall gehen soll, weil man normalerweise mit bestimmten Allergenen desensibilisiert (oder speziell mit nur einem einzigen). Wenn man das Allergen gar nicht kennt oder nicht stark eingrenzen kann, ist das technisch doch gar nicht möglich?

    Was wurde denn sonst noch so untersucht? Wurde das Herz mal abgecheckt?

    Regelmäßige Entwurmung (mit Wirkstoffen, die auch Lungenwürmer abdecken)?

    Hattest du mal auf Mittelmeerkrankheiten testen lassen (wenn ja welche)?

    Und/oder gab es mal Blutbilder?

    Ich drücke ansonsten die Daumen, dass es bei einem durch den Umzugsstress nach Deutschland immungeschwächten Hund vielleicht einfach nur eine überschießende Reaktion auf allerhand unbekannte Umwelt-Allergene war, die dieses Jahr womöglich gar nicht eintritt.

    Armes Viech. Wie lange habt ihr ihn schon?

    Streicheln würde ich streichen erstmal. Das ist im Grunde auch "unnötig" für den Hund. Ich würde warten, ob der Hund in ein paar Monaten selbst mal Kontakt aufnimmt, Körperkontakt will und dann für "ok" befindet. Und wenn nicht, wäre streicheln das, was ich auf der Prioritätenliste bewusst ganz nach unten setzen würde.

    Ich würde ein möglichst bequemes Geschirr mit Hausleine anmontieren, die Hausleine fürs Gassi mit einer richtigen Leine ergänzen oder austauschen (ohne dabei den Hund anzufassen) und ansonsten möglichst normalen Alltag um den Hund herumleben, die Menschen bewegen sich normal im Haus.

    (Was passiert dann eigentlich,verkriecht sich der Hund unterm Bett und nimmt nicht teil? Das würde ich zu verhindern versuchen. Der Hund soll einen Rückzugsort zum Beobachten haben, wo er ungestört ist, aber er soll schon irgendwie dabei sein müssen.)

    Ich würde hoffen, dass Menschen über füttern und verlorene Wurststücke interessant werden, wenn man der Angelegenheit ein paar Wochen gibt.

    Meine eigene Erfahrung dazu: Der beste Hund von allen, Shelterwelpe halt, ist der ängstlichste, den ich bisher kenne. Ich würde die nicht als Angsthund bezeichnen, weil ich "Angsthund" nicht verharmlosen will, aber wir hatten hier auch Probleme, die ich vorher nur theoretisch kannte (weil das die "normale" hündische Interpretation von Körpersprache ist):

    Drüberbeugen - Hund wirft sich auf den Rücken und schreit.

    In Richtung Hals fassen (Anleinen und so) - Hund weicht entsetzt zurück.

    Auf den Hund zugehen (muss man halt öfter) - Hund will flüchten.

    Wir hatten einen guten Start, weil der beste Hund von allen uns schnell toll fand und Aufmerksamkeit mag. Wir haben sie systematisch gegen das abgestumpft, was ihr Angst gemacht hat. Also z. B. spielerisch immer ein bisschen weiter drüberbeugen, wenn der Hund sich gerade gut/sicher/abgelenkt gefühlt hat.

    Drüberbeugen war nach kurzer Zeit nicht mehr schlimm, paar Wochen.

    In Richtung Hals fassen war mehrere Monate mindestens unangenehm.

    Auf den Hund zugehen, hm. Ich glaube, das löst immer noch was aus, wenn man's "falsch" macht. Es ist aber größtenteils dadurch überschrieben, dass albern geducktes Anschleichen an den Hund (also die klassische Drohhaltung eigentlich) hier eine Spielaufforderung von mir geworden ist, woraufhin der Hund eine Scheinattacke auf mich zurennt und wir dann beide anfangen rumzuhüpfen.

    Völlig unkorrigierbar: Wenn man ein Leckerchen in ihre Richtung wirft, kommt die überhaupt nie auf die Idee, man könnt es fangen. Da weicht sie erschrocken aus.

    Mit dieser Sorte "Problem" mag ich aber gern leben müssen :)

    Nachtrag: Wie ist das denn bei deinem Hund, ist irgendeine Form von Spielen möglich und wenn ja, welche?

    Ich bin hier im Forum schon mehrfach auf die Info gestoßen, dass Schlund vom Rind unproblematisch sein müsste, weil man beim Rind (aufgrund der Größe?) das Schilddrüsengewebe gut vollständig entfernen kann. Problem wären Hühnerhälse.

    In den meisten(?) Köbers-Sorten ist nur Rind enthalten.

    Da Schlund so ein günstiges Fleisch ist, gehe ich auch davon aus, dass das in sämtlichen Hundefuttern vorkommt - es sei denn, es steht explizit was anderes drauf.

    Wenn bei einem Hund die Schilddrüse Ärger macht, hätte ich die Idee, auf alle Futtersorten mit Geflügel zu verzichten.