Beiträge von L_&_R

    Da habt ihr doch super Bedingungen, wenn ihr so schnell in der Natur seid 😊 meiner Meinung nach brauchst du da auch nicht jedes Mal gezielt irgendwelche Aktivitäten einbauen, denn wie du selbst schreibst, ist der Kleine ja noch genug damit beschäftigt die Strecke bis in den letzten Winkel zu erkunden, bzw. es ist ja auch schon Aktivität genug, wenn er ganz normale "Hundedinge" auf euren Spaziergängen macht.

    Und vielleicht findet ihr ja in der Welpenstunde jemanden, mit dem man sich auch mal zu einem gemeinsamen kleinen Spaziergang verabreden kann.

    Ob man abends nochmal auf die Grünfläche geht zum gemeinsamen Spielen würde ich davon abhängig machen, wie anstrengend der Tag bis dahin schon war :)

    Der Kleine ist jetzt gut eine Woche bei euch, oder? Da wird sich bestimmt noch vieles "eingrooven" und es wird sich eine Tagesgestaltung rauskristallisieren, die für euch funktioniert :)

    Ich finde für die erste Woche im neuen Zuhause hat der Kleine schon ziemlich viel Neues kennengelernt (Besuch, Nachbarshund, Kinder und ganz viele verschiedene Orte) und wenn jetzt noch die Welpenstunde mit Hundekontakt dazu kommen, dann finde ich nicht, dass ihr euer Programm unbedingt weiter hochfahren müsst :)

    Das mit den Spaziergängen würde ich an deiner Stelle allerdings ein bisschen anders handhaben. Wenn ich dich richtig verstehe, willst du zukünftig zwei kleine Runden und eine größere am Tag laufen und dabei immer verschiedene Strecken wählen, damit euer Welpi immer neue Eindrücke sammelt, z.B. an einer Wiese, die an einer Straße liegt, wo ihr unbekannte Menschen trefft und der Hund mit unbekannten Geräuschen konfrontiert wird. Das kann schnell stressig und überfordernd werden für den Kleinen.

    Sucht euch vielleicht besser eine möglichst ruhige Strecke in der Natur, wo euer Hund in seinem eigenen Tempo alles erkunden und idealerweise auch frei laufen und flitzen kann, und läuft diese Strecke dann ruhig regelmäßig.

    Für mich liest es sich ein bisschen so, als wären eure Spaziergänge sehr häufig mit Lernen und Erfahrungen machen verbunden und weniger mit Spaß haben, Toben und Hundedinge machen.

    Wenn der Kleine draußen auch mal die Sau rauslassen darf, dann wird er drinnen idealerweise auch ruhiger, ohne dass ihr euch so sehr auf das Thema Ruhe halten versteifen müsst :)

    Da ist natürlich auch viel eine Frage des individuellen Gleichgewichts und dessen, was man mag. Ich freu mich, wenn meine Hunde beim Spaziergang Blödsinn machen (so lange der nicht beinhaltet andere Tiere oder Menschen zu behelligen- und bei Duftexperimenten muss ich auch erstmals schlucken). Und „dauernd bei mir sein“ ist für mich nicht unbedingt ein Zeichen von Bindung, sondern eher eins von Unsicherheit. Ich sehe es eher als „Bindungserfolg“, wenn die Hunde auch mal vertrauensvoll ohne mich sein können und sich ihre Liegeplätze nach individuellen Vorlieben suchen können, ohne Stress, wenn ich dann nicht im Blickfeld bin.

    Das finde ich sehr schön und treffend beschrieben. So würde ich das für mich auch definieren, denn Bindung bedeutet für mich nicht dauernd beieinander zu sein, sondern auch ein paar Freiheiten zu haben :) für mich ist es ein erster Bindungserfolg (meine Hündin ist ja noch recht jung), dass meine Hündin zwar oft auf Spaziergängen Hundedinge macht, aber sich regelmäßig vergewissert, dass ich noch da bin und bei Unsicherheit von selbst zu mir kommt, weil sie sich dort sicher fühlt

    Wir haben seit Donnerstag Besuch von meiner Schwester mit ihrem Hund, der ein paar Monate jünger ist als Rocky. Am Anfang war es pures Chaos und ziemlich stressig, weil die beiden am liebsten den ganzen Tag gespielt hätten, aber es wird von Tag zu Tag besser (im Sinne von ruhiger) und es ist so schön zu sehen, wie sehr sich die beiden mögen :smiling_face_with_hearts: . Sie interagieren mittlerweile einfach ganz anders miteinander als sie es mit ihrem Hundekumpels tun, die sie ja normalerweise nur bei einem Spaziergang oder mal für ein paar Stunden zu Besuch treffen.

    Ich hätte ja eh gerne irgendwann einen zweiten Hund und dieser Besuch hat meinen Wunsch noch mehr bestärkt. Ich befürchte allerdings, dass mein Freund das komplett anders sieht und das Thema Zweithund für ihn nach diesem Besuch erstmal komplett vom Tisch ist 🙈

    Rocky war mein erster Welpe und sie ist auch zur Corona-Zeit bei uns eingezogen und kennt (bisher) überwiegend die Situation, dass ich von Zuhause aus arbeite.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war es bei ihr mit etwa 5 Monaten (also vergleichbares Alter mit deinem Viszla jetzt) auch so, dass sie gegen 15/16 Uhr eine aktive Phase hatte, in der wir dann meistens kurz im Garten getobt haben, wenn ich Zeit hatte. Hatte ich zu dieser Uhrzeit Termine, hat sie ein Spielzeug oder etwas zu Kauen bekommen oder sie wurde halt einfach ignoriert. Das hat sie dann auch meistens akzeptiert, das wurde mit zunehmendem Alter auch immer besser. Dann hat sie sich entweder selbst Beschäftigung gesucht oder gedöst.

    Mit der Zeit hat sich diese Aktivitätsphase von selbst ohne großes Üben nach hinten verlagert, also um auf deine Frage zu antworten: ja, sie hat sich irgendwann ohne gezieltes Training einigermaßen meinem Rhythmus angepasst, allerdings kann ich dir nicht mehr sagen wie alt sie da ungefähr war. Schätzungsweise so sieben, acht Monate würde ich sagen.

    Ich hab den Eindruck, dass mit zunehmendem Alter die Ruhephasen bei ihr länger andauern und sie nach einer Aktivität in der Mittagspause länger "durchhält" zu chillen, bis ich Feierabend habe. Da sie mein erster Welpe ist, kann ich aber nicht sagen, inwiefern meine Erfahrungen da repräsentativ sind :)

    Wir sind gestern aus dem Urlaub zurück gekommen und ich muss sagen, dass ich alles in allem wirklich begeistert bin wie toll Rocky sich benommen hat 😊 Die langen Autofahrten hat sie größtenteils ruhend oder schlafend verbracht, beim Wandern und Campen in der Natur musste sie nur ganz selten an die Leine, weil sie bei den wenigen Wildsichtungen, die es gab, total entspannt blieb und auch freilaufende Kühe und Pferde wurden in Ruhe gelassen. Bei Schafen war sie zwar (verständlicherweise) äußerst interessiert, aber blieb brav bei uns bzw ließ sich jederzeit problemlos abrufen, ebenso bei anderen Hunden. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Halt in Österreich eingelegt und waren auf einem sehr gut besuchten Wanderweg unterwegs. Da wir normalerweise kaum Menschen auf unseren Spaziergängen begegnen, war das für sie auch etwas Neues, aber auch da blieb sie so gelassen, dass sie nach einer Weile überwiegend ohne Leine laufen durfte. Nur bei Hundesichtungen und bei Kindern und Radfahrern habe ich sie doch lieber an die Leine genommen, da vertraue ich ihr einfach noch nicht genug. Grundsätzlich hört sie in ungewohnter Umgebung merklich besser, lässt sich komplett zuverlässig abrufen und auch ihr Radius ist etwas kleiner und für mich angenehmer.

    Ein bisschen schwierig war es mit ihrem Wachtrieb auf Campingplätzen, da hat sie anfänglich jeden angewufft, der sich unserem Platz auch nur von Weitem genähert hat, aber das war in den letzten Tagen so gut wie verschwunden.

    Grundsätzlich war sie für ihre Verhältnisse sehr geduldig und hat viele Dinge sehr brav mitgemacht oder zumindest über sich ergehen lassen.

    Allerdings hat man im Urlaub auch gemerkt, wie sehr sie an meinem Freund klebt. Jedes Mal, wenn er das Auto kurz ohne sie verlassen hat oder sich sonst irgendwie von uns entfernt hat, war sie richtig angespannt, manchmal wurde sogar gewinselt oder gefiept. Das hatten wir phasenweise auch schon im Alltag, aber da war es zuletzt eigentlich besser. Hat jemand Tipps, wie genau man daran arbeiten kann?

    Leider haben wir auch die volle Breitseite der Hitzewelle in Osteuropa abbekommen, was für Rocky wirklich kein Geschenk war. Sie war sichtbar schlapper, ruhiger und inaktiver als sonst und hat super viel geruht. Letztendlich haben wir den Urlaub deswegen etwas früher beendet als geplant, aber auch uns Menschen war die Hitze einfach zu viel. Ich denke dafür, dass es unser erster Urlaub mit ihr war, lief es wirklich gut. Das nächste Mal werden wir unseren Urlaub allerdings ein bisschen hundgerechter planen, weniger im Auto sitzen und ein etwas kühleres Reiseziel wählen

    Australian Shepherd

    - unserer ist never ever ein echter Australian Shepherd, denn der hat ja gar keine grauen Flecken

    - die brauchen schon als Welpen gaaaaanz viel Auslastung und sind nur zu ertragen, wenn man jeden Tag mindestens nen Marathon mit ihnen läuft (und Auslastung = Laufen, nix anderes)

    - absolute Fassungslosigkeit, dass ich weder Agility noch irgendwas mit Frisbees mit ihr mache

    - aber gleichzeitig sind sie ja soooo tolle Familienhunde! Und so hübsch!

    Bin ja noch neu im Game, das Hundchen ist ja noch kein Jahr alt, und bin schon gespannt, was ich mir in Zukunft noch so anhören darf... :D

    Ich habe meinen Welpen klargemacht, dass im Büro nicht gespielt wird.

    Sowas lese ich häufig. Ich frage mich, wie das geht.

    Das geht, aber es dauert seine Zeit, also mach dir da keinen Stress und befreie dich von unrealistischen Erwartungen an einen 11 Wochen alten Welpen - er wird es schon noch lernen, wenn du ihn dazu anleitest :)

    Er braucht eigentlich meistens irgendeine Beschäftigung. Wirklich ruhen am Stück klappt höchstens 1-1.5h.

    Er kann ja eine Beschäftigung bekommen (Kauwurzel, Spielzeug, ab und zu mal einen gefüllten Kong) und sich damit selbst beschäftigen, notfalls halt im Welpeauslauf, wenn es anders nicht klappt. Unsere Hündin hat meistens auch nicht länger als 1,5 h geschlafen, aber am Anfang stand dann ja auch schon wieder das nächste Lösen draußen im Garten an. Meistens hab ich sie dann einfach noch kurz schnüffeln lassen oder kurz mit ihr gespielt und dann ist sie im Büro oft relativ schnell wieder eingeschlafen. Hat natürlich auch nicht immer geklappt ;)

    Was machen Hunde dann im Büro, wenn nicht gespielt wird? Liegen sie einfach nur stundenlang im Hundebett?

    Mittlerweile, mit knapp 10 Monaten: ja, die liegt hier einfach stundenlang irgendwo rum. Wechselt zwischendurch mal den Liegeplatz, schaut aus dem Fenster, putzt sich, läuft durch die Gegend und beschäftigt sich überwiegend einfach selbst.

    Aber natürlich fordert sie auch mal Aufmerksamkeit ein, will gestreichelt werden oder darf mal ne Weile alleine raus in den Garten. Aber dazwischen liegen 7 Monate und am Anfang sah das hier auch noch anders aus