Ich sehe da Unterschiede zwischen "Hund muss Ziehen lernen, hat aber grundsätzlich Freude dran" und halt "man baut es mit Futter auf bis der Hund macht, war er soll, auch wenn es ihm offensichtlich nicht liegt".
Bei Nevio hab ich schon das Gefühl, dass er an dem Rennen und ziehen Freude hat, das hat er auch von Anfang an gemacht, aber er wusste halt am Anfang nicht, dass das jetzt verlangt ist am Scooter, das war eher Unsicherheit in der Startsituation als grundsätzlich kein Bock aufs ziehen.
Same here. Ich hab ja mit meinem Aussie auch nicht den geborenen Zughund und hab dann ja auch erstmal ein Einsteiger-Seminar gemacht, um zu schauen, ob ihr das Ganze überhaupt taugen könnte.
Bei Rocky musste erstmal irgendwie der Knoten platzen, dass sie wirklich ziehen darf und das ausnahmsweise sogar mal erwünscht ist. Da konnte man anfangs richtig erkennen, dass sie verunsichert war, was von ihr verlangt wird. Mit Futter hat es bei ihr aber überhaupt nicht geklappt (obwohl sie eigentlich ultra verfressen ist), sondern durch das Laufen mit anderen während des Seminars. Und dann ist recht schnell der Groschen gefallen, dass man auch beim Alleine-Laufen ziehen kann. Also ja, sie musste am Anfang kurz motiviert werden, das war aber sehr schnell nicht mehr nötig und ich würde mich so weit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass es ihr auf dem geringen Niveau, auf dem wir es betreiben, wirklich Spaß macht - nicht um mir zu gefallen, sondern das Ziehen selbst.
Da ist garantiert nicht derselbe Drive dahinter, als bei einem Hund, der dafür gezüchtet wurde und der dafür geboren ist im Zug alles zu geben - so ein Hund wäre aber mit den 5-7 km Canicross pro Woche, die ich in meinem Tempo laufe, auch sicherlich nicht glücklich