Beiträge von tassut

    Habe ich das richtig verstanden, dass das MRT dann doch nicht stattgefunden hat? Es können ja durchaus mehrere, auch voneinander völlig unabhängige Krankheiten auftreten, z.B. Gallenblasenprobleme plus Tumor im Kopf. Eine Invagination wäre ja eine dritte Baustelle, wenn sich der Darm über sich selbst stülpt, und das bedarf in der Tat einer Not-OP, wenn es eine Invagination war. Das sieht man im Ultraschall auch ziemlich eindeutig, das sind so Blätterteig-artig übereinander gelagerte Darmwände, wo eigentlich nur ein Darmschlauch sein sollte. Welche Schmerzmittel bekommt Deine Hündin jetzt? Was hat die Klinik zu der plötzlichen Blindheit gesagt?

    Ich kann verstehen, dass das eine extrem belastende Situation für Euch ist. Mir wäre an Deiner Stelle jetzt vermutlich wichtig: Diagnostik, die alles abdeckt, sprich auch ein MRT, damit ich weiß, mit welchen Baustellen ich überhaupt zu tun habe. Geeignete Schmerztherapie, die für die Hündin Lebensqualität sichert. Ernährung, die die Gallenblase entlastet. Und sehr wichtig wäre mir auch, anhand aller Untersuchungsergebnisse eine Prognose von einem oder mehreren Tierärzten zu bekommen - wenn das eine akute Krise ist, die überstanden werden kann, dann schaue ich, was ich alles tun kann, um meinen Hund zu unterstützen. Ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass es zu einer Heilung kommt, weil beispielsweise doch ein wachsender Hirntumor vorhanden ist, dann stünde im Raum, den Hund zeitnah gehen zu lassen.

    Sind Hylo Vision Gel Sine als Ausnahme für den Hund okay? 🥹

    Inwiefern okay? Warum braucht der Hund Augentropfen? Meine Hündin hatte gerade erst eine kleine Hornhautverletzung - bevor die Diagnose klar war, standen mehrere Ursachen zur Auswahl, damit auch mehrere Arznei-Möglichkeiten, die jeweils für eine Krankheit zwar gut gewesen wären, für eine andere aber gerade kontraproduktiv.

    Mit Augendingen wäre ich immer lieber früher als später beim Tierarzt, der sagt Dir dann auch, ob dieses Augen-Gel für den Menschen in Eurem Fall gefahrlos beim Hund eingesetzt werden kann. Falls Du mit der akuten Situation jetzt eh schon beim Arzt warst, reicht vielleicht auch eine telefonische Auskunft. In jedem Fall gute Besserung an Deinen Hund!

    du kannst rechtsklick auf das abgeschnittene Bild - untersuchen - dann hast du den Code mit dem Link zum Vollbild.

    Geht aber vielleicht auch noch einfacher, aber so geht es zu 100%

    Aber Milo sieht man doch gut? Kein Schaden, wenn man mich nicht in voller Pracht sieht.

    So siehts bei mir auf dem Laptop aus

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    Aber mit Rechtsklick -> Grafik in neuem Tab öffnen kann man Euch beide sehen. :bindafür:

    Ich wünsch Dir einfach eine gute Entscheidung, aus der Ferne kann ich da nichts raten, ich finde Argumente in beide Richtungen. Und vor allem wünsch ich Euch nächste Woche eine gute, behandelbare Diagnose!

    Javik Hilft Dir nicht bei der Lösung des Pipiproblems, aber trotzdem: ich kenne das, dass es immer wieder Energie kostet, diese Pfützen zu entdecken und ständig zu putzen. Bei Merlin damals (kam ca. 2jährig zu mir) dauerte es fast zwei Jahre, bis er länger als 2 Stunden aushalten konnte. Sprich nach jedem Dienst habe ich unweigerlich zuhause Pfützen gehabt - wobei "Pfütze" bei Merlin bedeutete, dass das Badezimmer unter Wasser stand, er ist beim Pullern immer herumgelaufen. (Abgesehen davon suppte er eh regelmäßig aus dem Po.)

    Ich verstehs, und ich drück Euch ganz doll die Daumen, dass Dio bald lernt, sich zu melden!!

    Meine Neufundländerhündin hatte ebenfalls ein Übergangszellkarzinom, bei ihr saß das am Blasenausgang und wuchs in die Harnröhre hinein. Bei der Endoskopie und Probenentnahme war ich dabei und habe es selbst gesehen. Die Symptome bei Bo waren lediglich Schmerzen beim Wasserlassen und einhergehend damit schlechter Urinabsatz, sowie gelegentlich blutiger Urin.

    Die Prognose war bei ihr infaust, also mit Heilung war unter keiner Behandlung zu rechnen. Unter Schmerzmitteln waren die Schmerzen beim Wasserlassen komplett weg, dementsprechend hat das auch wieder normal funktioniert. Lediglich geblutet hat der Tumor sporadisch, also alle paar Tage mal, mal waren auch 1-2 Wochen Pause.

    An dem Tag, an dem sie trotz der Schmerzmittel wieder Schmerzen zeigte, habe ich sie gehen lassen. Bo war bis zuletzt ein lustiger, lebensfroher Hund.

    Für Bo und für mich war dieses Vorgehen glaube ich sehr passend - Leben genießen in vollen Zügen bis zuletzt war unsere Devise, es ging immer um Qualität, nicht um Quantität. Von Diagnose bis zum Tod hatten wir noch ca. 3 Monate, aufgetreten war der Tumor schon etwas vorher, da standen als Diagnose noch wiederkehrende Blasenentzündungen im Raum. Es war also auch bei Bo "normal", dass der Urinabsatz zwischendurch auch wieder problemlos möglich war.


    Ich würde an Deiner Stelle vermutlich nicht an der Diagnose zweifeln - Ihr habt die Veränderungen im Ultraschall gesehen, und sie sind pathohistologisch untersucht worden. Trotzdem steht es Dir natürlich immer frei, die Untersuchung zu wiederholen.

    Es tut mir leid, dass Dein Hund diese Diagnose bekommen hat, sie ist einfach Mist. Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch noch ganz viel schöne Zeit miteinander gestalten könnt.

    Lilli kennt viele Formen melodiöser Lautäußerung, bei ihr hat vieles mit Erwartungshaltung zu tun. Einen bestimmten Menschen assoziiert sie bis heute mit ihrem mittlerweile verstorbenen Hundefreund, wir kennen/kannten auch die Aufregung kurz vor Ankunft mit dem Auto, auch ankommende Autos hat sie mit Menschen verknüpft, die anschließend mit uns spazieren gehen/ trainieren/ usw.

    Sie kann bei der Dummyarbeit quietschen, wenn sie schwimmt und ihr das nicht schnell genug geht. Manchmal haben wir auch noch einen Startlaut drin.

    Es war für mich nie eine Option, den Weg über Signalkontrolle von Lautäußerungen zu gehen, also auf Kommando bellen/ singen/... Da würde ich beim Üben schon schlechte Laune kriegen, also fällt das für mich raus. |)

    Über die ganze Aufregung und über meinen alltäglichen Umgang mit Lilli hab ich zweimal Die Swiffer drüberschauen lassen und sehr viel Input mitgenommen, Gedankenanstöße, Trainingsmöglichkeiten, viele, viele, kleine Stellschrauben, an denen wir drehen können.

    Wenn ich es sehr kurz zusammenfassen müsste, würde ich sagen, dass ich in meiner Kommunikation mit Lilli klarer geworden bin, präziser (noch längst nicht am Ende der Fahnenstange), weniger Fragen stelle (weniger! nicht keine. :lol: ), ihr ein genaueres schwarz-weiß Gerüst geben kann. Das hat bisher schon sehr viel verändert, und wir sind noch nicht am Ende des Weges angekommen. "Wie von alleine" kann sich Lilli seitdem auch bei den jeweils ersten Übungen im Dummytraining konzentrieren, das war vorher auch eines ihrer Themen. Zwei weitere Knackpunkte bei uns waren eine deutlich bessere Leinenführigkeit und ein ich nenns mal Handlungsgerüst für Lilli beim Ausstieg aus dem Auto. Beides hat ihr sehr geholfen, ihre Aufmerksamkeit zu sammeln und damit mehr bei mir und bei ihr selbst zu bleiben, statt 50 Dinge gleichzeitig in der Umgebung wahrzunehmen. Da gäbs noch sehr viel drüber zu schreiben, aber ich belass es erstmal hierbei.

    Ein weiteres, interessantes Puzzlestück hab ich von Pfeffernaserl : das ist ihre Touchscreen-Übung, bei der der Hund (oder Pferd, Huhn, ...) lernt, mit einem zuvor bestimmten Teil des Körpers die hingehaltene Menschenhand zu berühren. Lilli braucht dafür sehr viel Konzentration, um nicht einfach irgendwas zu tun, sondern gezielt den gefragten Bereich ihres Körpers anzusteuern und in die richtige Richtung zu bewegen. Dahinter steckt das, was wir auch im Alltag brauchen: Aufmerksamkeit, Ruhe, nicht hektisch werden, und dabei zusätzlich Spaß haben.

    In den letzten zwei Absätzen habe ich gar nichts von Singen/ Fiepen/ Schreien geschrieben, und doch hat diese Form der Arbeit genau daran einiges geändert. Ist unser Alltag jetzt gänzlich still? Nein. Aber trotzdem sehr anders und viel ruhiger. :nicken:

    Ich hab auch ne Frage, auf die ich im Internet keine Antwort gefunden habe, aber ihr wisst ja immer so viel. :)

    Dürfen Kinder, die noch kein Seepferdchen und keinen erkennbaren Schwimmstil haben, aber dennoch die 3-5m sicher ans Ufer schwimmen können, vom ein Meter Brett springen? Oder können wir da von den Mitarbeitern des Schwimmbades Ärger bekommen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht einheitlich geregelt ist. Meistens haben Schwimmbäder eine Badeordnung, die Du vielleicht auch online einsehen kannst, da sollte drinstehen, unter welchen Bedingungen das jeweilige Schwimmbad den Sprung vom 1m-Brett gestattet.

    Habt Ihr schonmal den ganzen Bewegungsapparat anschauen lassen? Sprich mindestens mal röntgen und anschließend einen guten Physiotherapeuten konsultieren? Das wäre etwas, was ich auf jeden Fall noch abklären würde. Wenn da entweder lokal was schmerzt, oder wenn weiter oben ein Nerv klemmt, der an der Leckstelle z.B. immer wieder für ein Kribbeln sorgt, kann auch das eine Ursache für das massive Lecken sein.