Genau das ist doch das Problem, um das es - zumindest mir - geht, weil es im Austausch (nicht nur hier) unter Menschen nahezu unmöglich ist, über "Angemessenheit im hündischen Verhalten" zu sprechen, ohne genau zu differenzieren, was ist den "angemessenes hündisches Verhalten" - und gibt es das überhaupt.
Sowohl im realen als auch virtuellen Leben wird doch "angemessenes Verhalten" immer sofort autmatisiert als "menschliche Vorgaben" (...)
Ah, jetzt versteh ich Deinen Hintergrund ein bisschen besser, glaub ich. Danke.
Ich denke nicht, dass man das Wort "angemessen" so verallgemeinern kann, dass man ohne weitere Definition und Differenzierung und ohne Kontext eine gemeinsame, sprachliche Basis findet. Ich nehme mal Dein Beispiel:
Das ist aus meiner Sicht eine natürliche Grenze für Angemessenheit im Verhalten:
Es ist angemessen, einen Konflikt als beendet zu empfinden, und ihn auch zu beenden ohne weitere Eskalation, wenn der Bedrohte eine Verhaltensänderung zeigt, die das Fortführen des Konfliktes unnötig macht.
Wenn die Zielsetzung ist, möglichst wenig körperlichen Schaden zuzufügen, dann ist das Verhalten angemessen. Wenn die Zielsetzung ist, sich seines Kontrahenten zu entledigen, dann ist das Verhalten nicht angemessen, weil es nicht zum erwünschten Ziel führt.
In diesem (mitunter verstörenden) link gibt es einige Beispiele, bei denen man sich fragen kann, ob das Verhalten nun "angemessen" war oder nicht - woran misst man sowas?
https://www.animal-ethics.org/antagonismus-i…tliche-kaempfe/