Beiträge von Hyäne

    Kara's Family

    Oh ja, solche Leute kenne ich auch. Im Dorf gab es eine Mutter, die hat ganz offen "antiautoritär" erzogen (ihre Worte).

    Hieß: das Kind kann und darf alles tun was es möchte, Regeln gab es keine. Wenn andere Personen etwas gesagt, verboten oder sich beschwert haben, ist die Mutter abgegangen wie eine Furie.

    Der Junge ist mittlerweile 18, hat die vierte Ausbildungsstelle verloren, keine sozialen Kontakte und hat seit er 15 Jahre alt ist Führerscheinsperre.

    Ich hatte da schon einige unschöne Begegnungen auf dem Spielplatz ("mein Kind darf das. Es muss sich frei entfalten" - gerne, wenn es dabei nicht mit der Schaufel auf mein viele Jahre jüngeres Kleinkind schlägt!) oder auch im Restaurant ("das Kind hat halt einen Bewegungsdrang" - kein Problem wenn ihr nach draußen geht! Aber nicht zwischen den Tischen wenn es dabei ständig Leute anrempelt) :fear: :fear: :fear:

    Nee, sowas geht natürlich nicht und das ist auch nicht mein Weg. Sowas verstehe ich auch nicht.

    Wie gesagt, Regeln und Grenzen sollte das Kind schon lernen, den Bedürfnissen nachgehen? Sehe ich wie beim Hund: gerne, aber nur im dazu passenden Umfeld und in dem dazu passenden Rahmen.

    Wir hatten im Restaurant auch schon Kinder die ständig an unseren Tisch kamen und nach den Pommes gegrabbelt haben.

    Die Eltern haben das nur lächelnd beobachtet, bis mein Freund die Pommes weggestellt und recht deutlich "Nein!" gesagt hat. Da hat Kind geweint und Eltern haben hörbar wütend Luft aus ihren Lungen gedrückt und das Kind eingesammelt. :roll:

    Leute denken manchmal auch dass modernere Ansichten in der Aufzucht und Erziehung von Kindern gleichzusetzen ist mit: das Kind wird keinerlei Regeln haben, sich "absolut frei entfalten" und deshalb zu einem unausstehlichen Mir-gehört-die-Welt-und-alle-springen-wenn-ich-will heranwachsen. Das Thema hatte ich erst mit meiner Mutter.

    Keine Ahnung ob meine Einstellung einem eindeutigen "Erziehungs-Konzept" zuzuordnen ist, aber ich will in Sachen Selbständigkeit, Gefühle ausleben/regulieren, eigene Grenzen kennenlernen/setzen, Selbstwertgefühlt u.ä. einfach einiges besser machen als meine Eltern/Schwiegereltern. Heißt ja nicht dass sie alles falsch gemacht haben und ist auch kein Vorwurf ihnen gegenüber.

    Für mich gehört da aber auch ganz natürlich dazu Grenzen zu setzen, lernen Grenzen zu akzeptieren, Regeln zu befolgen und zu lernen Aktion = Reaktion, Konsequenzen aus dem eignen Handeln zu erfahren usw.

    Inwiefern sich das umsetzen lässt werde ich aber erst sehen. :D

    Wir sind beim praktischen Teil "Kind" ja noch nicht angekommen.

    Der hat den Welpen angeblich von einem armenischen Züchter.

    Da der Herr in Hamburg wohnt wird er da doch noch Probleme bekommen wenn er ihn mit Heim nimmt?

    Der Kangal steht doch da auf der Liste?

    Bei mir wäre das auch verboten und ich würde es abbrechen.

    Geh lieber mit ihr laufen/ Rad fahren, dass sie sich den Stress abrennen kann.

    Viele steigern sich durch rammeln und co. noch viel mehr rein.

    Ja gut das dachte ich mir.

    Tatsächlich ist sie derzeit nicht für viel zu begeistern. Das einzige was sie derzeit aus der Reserve lockt ist Ballspielen.

    Ich schau mal wie ich ihr ein Ventil geben kann, ich selber bin in meinem derzeitigen Zustand nicht in der Lage laufen zu gehen oder Rad zu fahren. :sweet:

    Bbylabi

    Wenn wir hier einen Tag haben wo nichts funktioniert und ich merke wir machen uns nur gegenseitig irre, dann mache ich die Flexi an den Hunde-Teenie und die Flexi mit Gurt an mir fest und dann gehen wir einfach stillschweigend ne Stunde spazieren. Da verlange ich nix von ihr - außer nicht in der Flexi zu hängen, aber das tut sie eigentlich nie - und lass sie schnüffeln, Seiten wechseln, stehenbleiben, muffen wie sie lustig ist, einfach nur damit sie Energie loswird, ich mich selber runterfahre und dann versuchen wir es am nächsten Tag nochmal. |)

    Das tut zwischendurch mal gut und wenn man nix verlangt, wird man von nix enttäuscht und schaltet selber auch mal zwei Gänge zurück (auch was die eigenen Ansprüche angeht).

    Oder an ganz schlimmen Tagen: Garten und "sinnloses" auspowern.

    (Wobei "schlimm" nicht heißt dass Cupra dann besonders anstregend o.ä. ist, sie ist halt ein junger Herder, schlimm eher im Sinne von: ich hatte selber nen verdammt schlechten Tag, Arbeit war Kacke, gesundheitlich zwickts irgendwo und nix läuft wie es soll usw. und ich weiß schon, wenn ich mich jetzt mit ihr beschäftige und sie den Herder-Teenie raushängen lässt, dann geraten wir arg aneinander, obwohl sie dafür gar nichts kann.)

    Ich werde mir bestimmt auch einiges anhören müssen wenn das Kind mal da ist. Kenne nämlich auch niemanden der ähnliche Einstellungen hat wie ich. Da wird es bestimmt "Ratschläge" geben. Meine engsten Freunde wissen aber dass ich diese nur hören will, wenn ich aktiv danach frage. Aber wenn ich die Mütter sehe die etwas älter sind als ich, dann will ich wirklich, bei aller Liebe, keine Tipps von denen. Wer seinem ins Haar greifenden Baby zurück an den Haaren zieht bis es loslässt als "Konsequenz" der hat für mich Lack gesoffen. |)

    Wie oft ich mir jetzt schon anhören darf: "Du wirst bestimmt so ne Heliktoptermutter", nur weil ich klar gesagt habe ich will keinen Besuch im Wochenbett, erst wenn ich aktiv dazu einlade und dann ist das auch kein Versprechen dass ich das Kind abgebe zum Halten und kuscheln und dass ich nicht möchte dass das Kind irgendwo anders übernachtet (Oma & Opa ausgenommen) solange es noch nicht sprechen oder anderweitig ganz klar kommunizieren kann. :ka:

    Und ich habs gewagt meinen Schwiegereltern zu sagen sie sollen mal halblang machen mit ihren Planungen, weil sie gefühlt jedes Wochenende ab Geburt für irgendwelche Ausflüge (Fr - So) mit Kind verplanen. Zoo, Städteurlaub, Meer, Ausflüge. :ugly:

    Ich weiß dass es sicher eine Zeit geben wird wo ich um ein kinderfreies Wochenende mal glücklich sein werde, aber ich denke bis das möglich/nötig sein wird, wird noch viel Zeit ins Land gehen. :skeptisch2:

    Übrigens kann ich zum Thema "breaking generational trauma" das Buch hier empfehlen: Buchlink

    Lasst ihr eure läufigen Hündinnen ein Kissen o.ä. rammeln? Cupra würde gerne, aber ich bin mir unsicher ob ich sie lassen soll. Gerade da sie ja so enorm gestresst ist während ihrer Läufigkeit, bin ich mir nicht sicher ob das sich positiv oder eher negativ auswirken würde.

    Für mich war ein einschneidendes Erlebnis, als ein Trainer bei mir zu Hause war, da war das Pudelchen so 7 Monate alt und gerade maximal anstrengend. Und während er da war (zuerst drin, dann auch draußen) hat er bestimmt 30 Mal zu mir gesagt "Hör auf den Hund anzuschauen". Da hab ich erstmal gemerkt, dass ich gedanklich ständig (oder immer wieder kurz) bei ihm war, und der Hund das auch gemerkt hat, weil mein Blick immer wieder zu ihm ging. Als ich das abstellen konnte, hat uns das schon sehr viel gebracht. Nur falls das für dich auch ein Thema ist, das wäre etwas Kleines mit viel Wirkung zum Ansetzen :-)

    Ohja!

    Das ist der Grund wieso Cupra sich auch ganz schlecht runterfahren kann/lässt wenn mein Partner anwesend ist.

    Er kann sie ganz schlecht ignorieren, versucht es dann mit mehrfacher Ansprache ("leg dich hin!", "Hinlegen!" usw.) und beobachtet sie durchgängig ob sie es denn auch macht. Und wenn sie sich auf den Platz schicken lässt, ist seine gesamte Aufmerksamkeit weiterhin bei ihr, weil er sehen will ob sie denn jetzt auch endlich runterfährt. :fear:

    Weiß gar nicht wie oft ich meinen Partner zurechtweisen muss mit "Lass sie doch mal in Ruhe und ignorier sie!" damit sie sich nicht mehr berufen fühlt irgendwas zu tun, sondern sich mal wirklich entspannt hinlegen kann. Aber das lernen beide noch, hoffe ich. Wenn er es wirklich mal schafft sie zu ignorieren (weil der TV oder das Handy ablenkt) dann dauert es nicht halb so lang dass sie sich auf ihren Platz verzieht und pennt. :roll:

    Ich bin ein bisschen ratlos.

    Cupra ist ja jetzt das dritte Mal läufig. Sie dürfte derzeit in den Stehtagen sein, denn richtig bluten tut sie nicht mehr, aber so ganz angeschwollen ist die Vulva auch nicht. Sie bietet sich jetzt auch an.

    Alles gut und schön, soweit ist auch alles in Ordnung und bis auf typisches Läufigkeitsverhalten benimmt sie sich auch den ganzen Tag normal. Und dann kommt der Abend. Und dann legt sich wie ein Schalter um?

    Sie ist plötzlich extrem unruhig, wechselt ständig den Platz, putzt sich enorm viel (dann muss man sie teilweise echt abbrechen weil sie sich sonst reinsteigert), ist gestresst, hechelt und sabbert, wenn man das Putzen nicht abbricht fängt sie an sich selbst ins Gesicht zu treten oder rupft Fell aus ihren Schwanz? Und rammeln will sie alle Kissen, Decken und Kuscheltiere.

    Das geht abends immer ne Stunde, vielleicht zwei, dann ist plötzlich wieder gut und sie legt sich ruhig hin, döst und schläft schließlich. Wenn sie dann aufwacht nur zum Platzwechsel oder Trinken. Auch den ganzen Tag über zeigt sie dieses Verhalten absolut nicht. Morgens kommt sie ins Bett kuscheln, den ganzen Vormittag liegt sie entspannt auf dem Sofa und pennt, draußen im Garten ist sie ganz normal, Spaziergänge auch kein Thema, sie frisst gut. Ja und dann wird Abend und die Sicherung springt raus.

    Das macht sie seit der zweiten Läufigkeiten, bei der ersten war sie mehr ein verschüchtertes Baby.

    Sollte ich da mal mit einem Tierarzt sprechen? Ist das normal? Muss sie sich erst an Läufigkeiten gewöhnen? Soll ich ihr was zum Runterfahren besorgen? Ich bin echt etwas überfordert und kann mir dieses Verhalten so gar nicht erklären.