Oh ja, solche Leute kenne ich auch. Im Dorf gab es eine Mutter, die hat ganz offen "antiautoritär" erzogen (ihre Worte).
Hieß: das Kind kann und darf alles tun was es möchte, Regeln gab es keine. Wenn andere Personen etwas gesagt, verboten oder sich beschwert haben, ist die Mutter abgegangen wie eine Furie.
Der Junge ist mittlerweile 18, hat die vierte Ausbildungsstelle verloren, keine sozialen Kontakte und hat seit er 15 Jahre alt ist Führerscheinsperre.
Ich hatte da schon einige unschöne Begegnungen auf dem Spielplatz ("mein Kind darf das. Es muss sich frei entfalten" - gerne, wenn es dabei nicht mit der Schaufel auf mein viele Jahre jüngeres Kleinkind schlägt!) oder auch im Restaurant ("das Kind hat halt einen Bewegungsdrang" - kein Problem wenn ihr nach draußen geht! Aber nicht zwischen den Tischen wenn es dabei ständig Leute anrempelt)
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Nee, sowas geht natürlich nicht und das ist auch nicht mein Weg. Sowas verstehe ich auch nicht.
Wie gesagt, Regeln und Grenzen sollte das Kind schon lernen, den Bedürfnissen nachgehen? Sehe ich wie beim Hund: gerne, aber nur im dazu passenden Umfeld und in dem dazu passenden Rahmen.
Wir hatten im Restaurant auch schon Kinder die ständig an unseren Tisch kamen und nach den Pommes gegrabbelt haben.
Die Eltern haben das nur lächelnd beobachtet, bis mein Freund die Pommes weggestellt und recht deutlich "Nein!" gesagt hat. Da hat Kind geweint und Eltern haben hörbar wütend Luft aus ihren Lungen gedrückt und das Kind eingesammelt. ![]()