Ich probier es nochmal.
Da ja ich diejenige war, die den Charakter des Hundehalters ins Spiel gebracht hat.
Vorweg:
Folgende Aussagen sind nicht wissenschaftlich untermauert und beruhen ganz alleine auf meiner persönlichen Meinung begründet auf meiner persönlichen Erfahrungen in meinem Umfeld.
Sie haben somit keinen Anspruch auf Richtigkeit.
Ich glaube, dass es charakterliche Eigenschaften beim Menschen gibt, die bei der Hunde- (oder generell Tier-) Erziehung positiv mitwirken. Dazu zählen in meinen Augen z.B. innere Ruhe, Konsequenz, etc.
Wenn man es dann noch schafft einen zu seinem eigenen Charakter und seinem Umfeld passenden Hund zu wählen, hat man es in der Hundeerziehung einfach deutlich leichter.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, das dies alleine ausreichend ist und der Hund sich damit automatisch erzieht, noch bedeutet es, dass man ohne diese Merkmale einen Hund nicht vernünftig erziehen kann.
Ich finde fliegevogel hat es schön beschrieben.
Ich tu mich in vielen Dingen einfach hart, weil ich ein etwas chaotischer, inkonsequenter, und oft hektischer Mensch bin. Somit habe ich mir mit der Rassewahl bestimmt keinen Gefallen getan, weil ich da hart an mir arbeiten muss, um diesen Typ Hund trotzdem gut zu führen.
Nun speziell zum Thema Jagen.
Ich denke, dass gerade Themen wie Jagd, Territorialtrieb, etc. die genetisch tief im Hund verwurzelt sind, die (für mich, und vermutlich auch viele andere) schwierigsten Bereiche in der Erziehung sind.
Weil diese Dinge für den Hund einfach absolut selbstbelohnend wirken.
Und wenn ich mir die ganzen Hund Halter Gespanne in meinem Umfeld genauer anschaue sehe ich da, speziell im Bereich jagen:
A) viele Hunde die einfach an der Leine bleiben (in dieser Gruppe bin ich mit Hund zwei und aktuell auch mit Hund drei dabei)
B) Hunde die freilaufen und deren Halter versichern, dass sie nicht jagen.
Im weiteren Gespräch stellt sich dann raus, dass der Hund ja immer nur so zwei, drei Minuten weg ist, und dies als nicht jagen interpretiert wird. Oder der Hund (und ja, das sehe und höre ich öfter als man so vermuten würde) hat ein Stromhalsband um.
C) Hunde die freilaufen und tatsächlich nicht jagen. Davon hat ein Großteil einen sehr moderaten Jagdtrieb kombiniert mit viel WtP (das war z.B. mein Mali)
Und dann gibt es noch die - in meinen Augen bewundernswerten, aber sehr seltenen (Gaußsche Normalverteilung) - Hundehalter, die einfach von Beginn an die richtige Mischung aus Strafe und Belohnung finden. Super konsequent sind, ein tolles Timing haben...
Wo ich halt neidlos anerkenne, dass die einfach besser sind als der Durchschnitt, in dem was sie tun.
Und selbst diese Menschen, werden hin und wieder an einen Hund kommen, der ihnen trotzdem die Mittelkralle zeigt. 
Und niemand ist doch ein schlechter Hundehalter, nur weil er ein Thema hat, wo er nicht so gut durchkommt beim Hund.
Ganz unabhängig, ob es jemand anders vielleicht besser könnte.
(Ich persönlich hoffe sogar, dass es Menschen gibt die besser sind als ich, sonst würde ich meinem Hundetrainer und meiner Reitlehrerin das Geld ja ganz umsonst in die Hand drücken)