Beiträge von LUKE13

    Heute morgen waren wir mit einer Bekannten meiner Freundin und ihrer Windhunddame Gassi. Und da fiel mir wieder auf, dass andere da schlicht völlig anders mit umgehen. Sie sagte, dass ihre ja auch jagt, aber nach 300m wieder umkehrt. Ob Lucifer auch wieder umkehrt, oder weiter hinterher rennt. Tja, das WEISS ich schlicht nicht, weil Lucifer NOCH NIE hinterher ist. Ich sichere einen jagenden Hund eben, damit er keinen Jagderfolg hat.

    Aber in der Aussenwirkung hat sie den braven Windhund, der ohne Leine auf den Feldern läuft und ich den unerzogenen Collie, der an der Leine bleiben muss. Nur weil das hier Thema war. Andere Leute gehen da ganz anders mit um.

    Das kann man gar nicht genug Hervorheben!

    Wie oft ich schon bewundernd dagestanden bin, weil der Husky, der Beagle, .... etc. so gut freilaufen kann.

    Und auf Nachfrage kam dann sehr oft:

    "Nein, der jagt nicht. (Pause)

    Also er ist ja in zwei Minuten, nach 500m (beliebige Angabe einsetzen) wieder da."

    Ich hab echt den Eindruck , bei vielen Menschen beginnt jagen erst, wenn man alleine heimgeht, oder der Hund mit dem Reh in der Schnauze zurückkommt.


    Also, ja klar gibt es Hunde die frei laufen und tatsächlich nicht jagen und hervorragend gehorchen.

    Aber es gibt in meinen Augen noch mehr Besitzer, die da einfach eine deutlich großzügigere Auslegung von " der jagt nicht" oder "der hört" haben, als ich.

    Es berichtet halt jeder aus seiner eigenen Erfahrung.

    Jeder hat da ein eigenes Bild im Kopf.

    Und ein - nur dieser Weg funktioniert - gibt es einfach nicht in der Hundeerziehung.

    Darum kennt ja ein guter Trainer nicht nur ein Schema F, sondern schaut doch das jeweilige Hund Halter Team an und passt dann das Training entsprechend an.

    Ich bin sicher die Trainerin vor Ort wird mit euch gemeinsam einen guten Weg finden.

    Mich beruhigt es tatsächlich manchmal, wenn ich lese, dass auch andere Hunde so ihre Probleme mit dem Freilauf haben... Manchmal wenn ich so durch das Forum blättere, sehe ich lauter perfekt erzogene (Jung)Hunde die leinenlos durch die Welt marschieren |) Und ja mir ist klar, dass diese Wahrnehmung verzerrt ist und dennoch frustriert mich das hin und wieder.

    Und hier in der Gegend bin ich gefühlt eine der Ausnahmen mit der Schleppleine in der Hand.

    Hier, ich bin bekennender Leinenhalter.

    Weil:

    1.) 70% der von mir genutzten Wege herrscht e Leinenpflicht (Gemeinderegelung oder Naturschutzgebiet)

    2.) korreliert der natürliche Radius meines Hundes (seeeehr groß) nicht mit den gegebenen Sichtverhältnissen (seeeehr kurz) - sprich es ist hier sehr hügelig, kurvig und waldig.

    3.) Fällt es mir schwer meinem Hund im Zweifel ein glaubwürdiges 'Der tuuuuuut nix, der will nuuuur spiiiieeeeeelen" hinterherzubrüllen, denn

    4.) er gehört nun mal einer Rasse an, wo ich immer im Hinterkopf habe, dass er Probleme durchaus auf 'kreative' Art lösen könnte.

    Somit bleibt die Schleppleine am Hund und zum freien Rennen und Toben hat er 1700qm gut eingezäunten Garten zur Verfügung.

    dass eine erwähnenswerte Anzahl an Kleinhunden nur deshalb unbeschadet ihr unangemessen agressives Verhalten ausleben kann,

    Hier existiert auf einmal eine Messlatte für unangemessenes Verhalten?

    Für wen ist das unangemessen?

    Für den kleinen Hund?

    Für die beobachtenden Menschen?

    Genau das ist in meinen Augen der Punkt:

    Da ich die Hunde nicht fragen kann, vermute ich, dass der jeweilige Hund in seinen Augen ein angemessenes Verhalten zeigt. Sonst würde er es ja nicht zeigen.

    Ich persönlich finde ein - aus meiner Sicht - grundlos angreifender Kleinhund reagiert unangemessen. Die Reaktion des Besitzers lässt oft darauf schließen, dass dieser einen solchen Angriff als angemessen, lustig betrachtet.

    Ich persönlich fände es angemessen, wenn mein Großhund daraufhin mit Drohgebärden bis hin zu abschnappen reagiert, hindere ihn allerdings daran, da mir da das Kräfteverhältnis zu unausgewogen ist und ich nicht weiß, wann und ob der Aggressor einlenken, sprich deeskalieren wird.

    Der Kleinhundebesitzer mag vielleicht bereits die ersten Drohsignale des Großhundes als nicht mehr angemessen betrachten.

    Also es sind sich ja schon die Menschen oft nicht einig, was noch als angemessenes Verhalten durchgeht und was nicht.

    Oder glaubt hier irgend jemand, es wäre allein der Umsicht der Halter zu verdanken, dass viele große Hunde nicht beschädigend auf "Angriffe" kleinerer Hunde ohne Beschädigung reagieren?

    Alleine nicht.

    Aber ich glaube durchaus, dass eine erwähnenswerte Anzahl an Kleinhunden nur deshalb unbeschadet ihr unangemessen agressives Verhalten ausleben kann, weil so mancher Großhundebesitzer dafür sorgt, daß der eigene Hund keine angemessene Reaktion zeigt.