Nun schließen sich zum Beispiel fiktiv 50 Leute zusammen die den optischen Typ einer französischen Bulldogge ansprechend finden. Veranstalten Shows, Wettbewerbe, ernennen Richter und diskutieren über die Auslegung des Rassestandards. Dann werden typvolle Linien bevorzugt, es entwickeln sich popular sires. Man lebt irgendwie in seiner Blase. Wird betriebsblind.
Ich glaube, das trifft es sehr gut. Irgendwie verliert so eine Gruppe dann den Bezug zum "normalen und gesunden" Hund und findet Röcheln halt normal und Schnarchen süß. Ich finde aber, es sagt trotzdem etwas über die ethischen Kriterien dieser Gruppe von Menschen aus - und ihrer Fähigkeit, sich in das leidende Tier hinein zu versetzen.
Unsere nationalen Rassen empfinde ich nun nicht grade als die Beispiele für Qualzucht. Wir sind standardgebendes Land für 32 Rassen. Die meisten davon sind Jagdgebrauchshunde oder Gebrauchshunde.
Ich denke, Du hast recht. Die Jagdgebrauchshunde werden sicher keine Qualzuchten (und auch nicht übertypisiert), solange die Jagdgebrauchsprüfungen zur Zuchtzulassung nötig sind.
Aber wieviele von den 32 Rassen kann man Ersthundebesitzern empfehlen, die "nur" einen Familienhund suchen? Und gerade bei den Rassen oder Show-Linien, die in Frage kommen, häufen sich dann Übertypisierung und Qualzucht - logischerweise. Daher finde ich das Problem nicht zu vernachlässigen, auch wenn es letztlich nur wenige Rassen betrifft dafür aber viele Hunde.