Beiträge von Frau+Hund

    Wenn ich bei 6 Generationen keinen einzigen Hund (oder dessen VollGeschwister) im Stammbaum finde, sind also 63 nicht direkt verwandte Hunde vorhanden. Der IK (bei diesem Stammbaum) liegt bei 10 Generationen bei 1,9%, bei 12 Generationen bei 3,2%.

    Der Genpool ist und bleibt aber eng? 🤔 der würde erst erweitert mit Fremdblut. Richtig?

    Normalerweise hat das schon etwas miteinander zu tun, der IK wird ja eigentlich angegeben um "Engzucht" und damit immer größere Homozygotie beim Einzeltier auszuschließen. Sind aber bereits die Ausgangstiere vor 10 Generationen eng miteinander verwandt, weil der Genpool der Rasse immer klein war oder durch Zuchtmethoden der Vergangenheit verengt wurde, nutzt das nichts mehr. Wenn die Ausgangstiere, wie leider bei vielen Rassen der Fall, genetisch so eng verwandt waren wie Geschwister, sind auch 10 Generationen alle Tiere so eng verwandt wie Geschwister, oder sogar noch enger.

    Wie vorne schon gesagt, geht das in meinem Verein.

    Das finde ich wirklich gut und außergewöhnlich. Schlag das mal bei VHD-Vereinen vor, da kriegen alle Schnappatmung. Jetzt verstehe ich auch, warum du oft sagst, die Show- und die Arbeitsborder wären zwei getrennte Rassen. Es sind ja zwei ganz verschiedene Rassen-Verständnisse dahinter.

    Leider habe ich keine Schafe...

    Es wäre interessant, die genetische Diversität dieser beiden Rassen zu vergleichen. Weißt du, ob so etwas schon mal gemacht wurde?

    Ich hab mal gelesen (bei Ziemen, der Hund - zur Kulturgeschichte des Hundes), dass zwar alle Hochkulturen Rassenhunde (die aber genetisch nicht so abgeschottet waren wie heute) hatten, die aber auch mit den Kulturen wieder untergingen. So das ganz sicher nicht eine der heutigen Rassen schon seit Jahrtausenden besteht, auch nicht über Jahrhunderte.

    Die Rassen gingen nach Ende der Kulturen wieder in den Mischlingspopulationen unter - und entstanden an anderer Stelle neu. (Ausnahmen bestehen bei sehr abgeschotteten Populationen wir die Schlittenhunden Grönlands. Aber die waren eher eine kleinere Mischlingspopulation unter harter Selektion).

    Auch die Gene, die in den heutigen Rassen verloren gegangen sind, sind vermutlich in der riesigen, weltweiten Mischpopulation alle noch vorhanden.

    Ich bin da zum Teil auch ziemlich kritisch, die Tests der Welpen auf genetische Diversität und DLA waren für mich aber definitiv bei diesem Punkt ein Schritt in die richtige Richtung.

    Werden beim Großpudel jetzt alle Welpen auf genetische Diversität getestet?

    Das wäre ja tatsächlich eine neue Entwicklung. Weiß jemand, ob es das auch bei anderen Rassen gibt?


    Ich glaube, die Einkreuzungsprojekte machen wenig Sinn, wenn sonst möglichst alles beim alten bleiben soll. Um die Diversität dauerhaft hochzuhalten, müssten regelmäßige ein Teil der in die Zucht gehenden Hunde Einkreuzungen sein. Das kann ich mir kaum vorstellen, das ein Verein das mitmacht.

    Irgendwie würde ich mir wünschen, es gäbe einen Verein, in dem experimentelle Hundezucht möglich ist. In dem die Mindeststandards einer tierfreundlichen Zucht gesichert sind, in dem aber auch „Wolfspudel“ gezüchtet werden können. Am besten noch mit wissenschaftlicher Begleitung, so dass man tatsächlich am Ende weiß, was aus so einer Zucht nach mehreren Generationen wird.

    Ich nutze das Internet, viele Städte und Kreise haben inzwischen markierte Wanderungen eingestellt, oft auch mit Karte. Da habe ich schon interessante Vorschläge gefunden.

    Ganz analog habe ich mir gerade neue Wanderkarten der Region geleistet, auch eine große Übersichtskarte 1:80.000 + den neuen Kosmos-Wanderführer, der gerade herausgekommen ist.

    Wäre vielleicht was für uns aber durch deutlich kräftigere und grobmotorischere Hunde in der Familie und von Freunden,welche wir auch mehrfach in der Woche treffen,hab ich die Befürchtung die sind zu fragil 🙈

    Wenn der Welpe nicht von so Mini- Eltern abstammt, geht das recht gut. Ich fand meinen nicht zerbrechlich. Wenn die Großen spielen, kommt er dann halt mal auf den Arm.

    Allerdings sind es Hunde, die beschäftigt werden wollen. In jüngeren Jahren war mein Hund mit 2,5 bis 3 Stunden Auslauf und täglicher Beschäftigung (Agility, Rennspiele um alle Bäume, Such und Apportierspiele usw. ) ein entspannter Bürohund. Auch jetzt mit 10 möchte er noch arbeiten, nicht nur durch die Gegend schlendern…

    Und bis heute kommt dieser Hund kaum durch die Ortschaft, ohne mindestens ein Kompliment einzusacken. Wie hübsch, wie süß, diese Ohren… Er zaubert schon viele Lächeln auf die Gesichter…

    die mir wiederum die GWG nicht ausstellen mag.

    Das ist schon etwas gemein - und würde auch mein Misstrauen erwecke. Warum nicht?

    Du könntest von der ausdrücklich mündlichen Zusage eine Gesprächsnotiz machen und den Vermieter um sein Kürzel drauf bitte. Oder um die Erlaubnis, dass die Tierschutzorganisation anrufen kann, um sich die Zusage zu bestätigen.

    Sonst eben einen Hund woanders her, vielleicht kennt das örtliche Tierheim die ja schon und akzeptiert das so

    Wenn dein Vermieter dabei bleibt, musst du wohl auf den Zweithund verzichten. Oder umziehen…

    Mit einem Hund mutet man seinen Mitmenschen auch etwas zu und manchmal sind zwei Hunde dann eben zu viel.

    Mir geht es genau so. Ich hab zwar Haus und Garten und könnte ein ganzes Rudel unterbringen. Aber ich habe nur für einen Bürohund die Dauererlaubnis. Ich hätte wirklich gern einen Zweithund, ist aber nicht…

    Der Irrtum ist, dass diese Gensequenzen, an denen der Test eine Rasse erkennt, nur in entsprechenden, reingezüchteten Rassenhunden existieren. Die Gene waren aber schon vorher in der Mischlingspopulation vorhanden und blieben dass auch, als die Rassen vor so rund 100-150 Jahren isoliert wurden.

    Wenn also in einem rumänischen Hund Schäferhund oder Colli oder Husky auftaucht, heißt es nicht, dass ein „echter“ Rassehund unter seinen Vorfahren war, sondern ein Hund von dem Typ, aus dem man in anderen Ländern die entsprechende Rasse gezüchtet hat.

    Ich habe das einmal eindrucksvoll auf einer Insel in Indonesien erlebt. Die Menschen dort waren sehr Hundelieb, die Hunde waren gepflegt, lebten mit in den offenen Häusern, vermehrten sich aber frei. Die Hunde waren sehr verschieden und ich hätte sie problemlos als Mixe unserer typischen Rassen beschreiben können, ein Tier sah aus wie ein reinrassiger Berner Sennenhund, ein anderes wie ein deutscher Mittelspitz. Dort war aber niemals ein Rassenhunde hingekommen, die Idee war den Menschen unbekannt. Es war einfach eine Mixpopulatien, wie die, aus der unsere Rassenhunde vor gar nicht langer Zeit entstanden.

    Das mit dem Rassen beziehungsweise Mischlingscharakter stellt man sich oft zu einfach vor. Labrador unterscheiden sich zwar im Durchschnitt charakterlich von Pudeln, aber in beiden Rassen gibt es ein sehr weites Spektrum ganz unterschiedlicher Charaktere. Fällt dann ein Mischling aus beiden Rassen, wird sein Charakter vor allem von dem der Elterntiere geprägt, erst danach von der Rasse dahinter.

    Wenn du einen erwachsenen Mischling suchst, kommt noch dessen Aufzucht und Förderung dazu. Er ist dann einfach er selber, und du musst entscheiden, ob dieses besondere Tier zu euch passt. Dafür hast du dann ja auch die Tierheim Mitarbeiterinnen an der Seite.