Helfstyna hat ja das Bsp vom Pudel gebracht und deren Übergang von Jagdhund zum Begleithund. Scheint ja erfolgreich gewesen zu sein?
Collie oder Sheltie sind heute ja auch beliebte Begleithunde.
Warum war es bei diesen Rassen der "richtige" Weg, bzw. war es das?
Weil es damals vielen Menschen egal war, was dieser Übergang für die Rassen bedeutet hat.
Nochmal, in dieser zeit der Umzüchtung kommen in mehreren Generationen hunderte, tausende Hunde zustande, die für gar nichts zu gebrauchen sind, Nicht für die Arbeit, nicht für die Familie.
Die hat man damals halt entweder verschwinden lassen oder die haben halt im Garten oder Hinterhof ihr Dasein gefristet.
Und halt auch in früheren Zeiten. Was fürdie angedachte Aufgabe tauglich war - auch bei den Schoßhunden - wurde genutzt, der Rest wurde halt ersäuft oder erschlagen. Die Selektion war da einfach gnadenloser, aber das verdrängt man gern und sieht nur das aktuelle Ergebnis und nicht der Weg der vom Arbeitshund bis dahin gegangen werden musste.
Natürlich gibt es Rassen, die auf Grund ihrer Eigenschaften in der Arbeit da leichter umzustellen waren, ich blicke da in Richtung der Retriever... Golden, Lab, Flat... da kam einem vieles entgegen.
Aber bei Rassen bei denen ganze Grundzüge verschwinden müssen, ist es halt einfach meist eine Katastrophe. Wie lange hat es beim Weißen Schweizer gedauert, bis da aus dem Arbeitshund ein halbwegs tauglicher Begleiter wurde und noch heute gibt es da große Probleme mit Aggression und Ängstlichkeit. Gleiches bei den Showlinien der Belgier.
Der Weg von der Arbeitsrasse zur Familienbegleitrasse führt durch ein tiefes Tal und nicht alle Rassen kommen da wieder raus. Der Dobermann geht in diesem Tal gerade elendig zu Grunde, der weiße Schweizer ist auch noch nicht über den Berg, Tervueren und Groenendal stecken auch noch drin fest, ebenso wie diverse Jagdhundrassen.
Man hat sich damals nicht gefragt, ob es für die Rassen der "richtige" Weg war, man ist ihn einfach gegangen, weil man diesen Markt erschließen wollte. Ob es für die Hunde gut ist, war da egal. Es wurde gemacht und die Verluste wurden einkalkuliert und hingenommen.