Beiträge von Lachmöwe

    Dann wechselt die Trainerin.

    Erstens hat sie keinen Plan von eurem zentralen Anliegen.

    Zweitens lautet ihr Patenrezept Box - egal wofür oder warum.

    Beides ist jeweils ein KO-Kriterium, denn ein Trainer sollte sich mit euerem Anliegen auskennen und über ein Methodenrepertoire verfügen, anstatt, wie eure, ein sog. Patentrezept über alle Hunde zu stülpen.

    Die Box ist ein Hilfsmittel - ob gut oder nicht gut, liegt primär in der Hand des Nutzers (so lange das TsG dabei beachtet wird).

    Kein Hilfsmittel, ob Box, Halti, .... bringt etwas, wenn es nicht sinnvoll verwendet wird.

    Einen überdrehten Welp, der durch Abschottung und zur Hilflosigkeit verdonnert, in einer künstlich dauerhaft, hochspannenden Wohnung mit euch lebt, einfach wegzubunkern, bewirkt genau das Problem, was ihr gerade bemerkt.

    Der Zustand ist hausgemacht!

    Eine Box vermittelt dem Welp nicht, dass die Katzen und das Wohnzimmer ein normaler Lebensraum ist - das ist euer Job!

    Wie stellt ihr euch denn bloß die dauerhafte Vergesellschaftung der Tiere vor?


    Hier leben zwei Katzen und der Hund und bei uns lief das wie bei Sambo71, nur ohne Hausleine.

    Ein guter Platz ist, wenn der Hund dabei ist, aber ab vom Geschehen - also garantiert kein Flur (dauernd Durchgang und ggf. meint Hund später, dort wachen zu müssen).

    Am Rande vom Wohnbereich, am darin gelegen, da sollte der Platz sein und mit Gittern abgesichert. Dann müsst ihr nicht anbinden (Verletzungsgefahr), sondern könnt den Hund entspannt Hund sein lassen.

    Da kann er entspannen, runterkommen und schläft dann auch - allerdings ist euer Job, euren Kindern zu vermitteln, dass er dort weder gestreichelt, bespielt oder sonstwie behelligt wird.

    Das Tierchen ist elf Wochen alt.

    Deine Frau hat er vermutlich eher blöd mit seinen Milchzähnchen erwischt, sonst nix.

    Mit Händen dazwischengehen ist Mist, bei erwachsenen Hunden erst recht, macht lieber eine Hausleine (leichte Schnur ohne Schlaufe), wenn er von etwas weggeholt werden soll.

    Insgesamt ist das eh viel Management, mit Welp und drei Kindern, da ist Trennen mit Kindergittern und vorausschauendes Handeln nötig, ihr wisst doch mittlerweile, auf was das Kerlchen anspringt.

    Richtig auspowern braucht ihr so einen Kleinen eh nicht, der braucht keine Auslastung im Sinne eines erwachsenen Hundes.

    Mit dieser "Trainerin" ist zwei Wochen lang (quasi seit ihr ihn habt) echt Mist passiert und mir scheint, jegliches Bauchgefühl und Empathie für das Hundle ist bei euch durch Kopf(zer)denken und Sorge, abhanden gekommen.

    Ihr habt ein Hundekind, das lernt seine Welt übers Maul kennen und kann Reizen schwer widerstehen, bedenkt das immer.

    Ist wie mit Menschenkindern, zuviel Input, Getobe, Überforderung...., dann kommt erst müde, dann blöd. Das ist mit jungen Hunden auch nicht anders und ich rate euch, mal alle Sorgen und verkopften Perfektionsansprüche runterzuschrauben.

    TanNoz

    Du beschreibst Mmes Verhalten 1:1, nur sprang und hüpfte sie auch noch wie ein Turnierpferd mit Känguru gekreuzt.

    Insgesamt ist sie jetzt, mit fast drei, in der Beziehung zu 97% entspannt, wenn sie zu intensiv schauen möchte (Vorstufe zum Hüpfen) reich ääh und sie lässt es - 3% Ausreißer brauchen deutlichere Ansagen.

    In der Zeit sind wir einfach konsequent drangeblieben und haben Malheure versucht, primär mit Humor zu tragen.

    Die Collies sind unfassbar schlau und charmant, das hat es *hust* meistens leichter gemacht.

    Ich finde die englische Bezeichnung "with special needs" in diesen Fällen viel angenehmer, als die deutschen Umschreibungen.

    Ich nicht. Man muss nicht für alles immer englische Bezeichnungen verwenden und die deutsche Sprache ist oft viel präziser.

    Grundsätzlich sehe ich das auch so, aber bei diesen Begriff empfinde ich als wertschätzender als die deutschen Beschreibungen, deren Fokus immer wieder auf einen "Mangel" fokussiert ist; "Beeinträchtigung", "Behinderung".

    Die englische Umschreibung hat den Fokus auf dem Bedürfnis des Menschen.