Beiträge von Wollteufel

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    Ich glaub du willst mich nicht verstehen, ich hab ja geschrieben das können sie sich aussuchen. Heißt, ich würde sagen, ich bring jetzt den viel zu kleinen und vielleicht kranken Welpen zum Tierschutz, wenn sie das nicht möchten, dann rufe ich beim Vet-Amt an. Und ja ich würde das machen, denn der Hund täte mir furchtbar leid und laut den Aussagen der TE word sich auch dort nicht um den Hund gekümmert, sondern der 12-jährige soll mal machen, und das ist bei einem sechs Wochen alten Welpen noch dramatischer.

    Das hab ich doch geschrieben. Der Welpe tut mir leid und ja, man kann beraten und Schritte einleiten.

    Aber man kann nicht über den Kopf der Eltern (und des Bruders) den Hund "an den Tierschutz" übergeben. Zumal das auch eine rechtliche Frage sein dürfte, ob man einen Hund, der einem nicht gehört, mal eben so an "irgendwen" abgeben darf.

    Tierschützer sind i.d.R. Privatpersonen mit mehr oder weniger großer Passion für ihre Arbeit.

    Der richtige Weg wäre das Vet.-Amt und das kann man ja (schrieb ich) einschalten. Wenn der Verkäufer angezeigt wird, dann werden die vermutlich auch fragen, warum man so einen Hund überhaupt gekauft hat.

    Trotzdem find ich, dass die Tochter keine Handhabe hat ... außer den offiziellen Weg einzuhalten. Ob man jetzt die Eltern beim Vet.-Amt oder Ordnungsamt anzeigt, muss jeder selbst wissen. Fremdes Eigentum (Hund) einkassieren und verkaufen oder verschenken geht jedenfalls nicht ohne Einverständnis der Besitzer.

    Natürlich kann man den Hund nicht einfach wegnehmen, deswegen sagte ich ja ich würde den entweder nehmen und zum Tierschutz bringen oder das Vetamt wird eingeschaltet, dann können die sich drum kümmern, dann wird der Welpe wahrscheinlich auch weggenommen und es gibt Ärger, denn Welpen mit sechs Wochen zu kaufen ist nicht erlaubt. Das könnten die sich dann aussuchen.

    Spitze sind sehr sensibel und gleichzeitig eigenwillig und zeigen das bei Bedarf auch gern mit den Zähnen, da muss man erzieherisch schon richtig gegen steuern. Wirklich nicht das was ihr wollt, denke ich. Bei Zweispitz muss man auch genau hinschauen, einige werden sehr klein gezüchtet und die Nasen werden auch da immer kürzer.

    Grundsätzlich könnte ich mir einen Havaneser oder Bolonka gut vorstellen, aber ihr müsstet wirklich an eurer Einstellung bezüglich des Umgangs zwischen Kind und Hund arbeiten.

    Mir täte der Welpe so leid und das Ganze würde mir so gegen alles gehen und deswegen würde ich auf jeden Fall einschreiten. Der Welpe hat niemanden, der für ihn einsteht und ich finde wenn man sich selbst als tierlieb bezeichnen möchte oder in irgendeiner Form für Tierschutz einsteht, dann kann das ja nicht vor der Haustür der Familie aufhören. Wenn meine Familie meinen würde sowas abziehen zu müssen, dann würde der Haussegen eh schief hängen, aber von meiner Seite aus. Bin da vielleicht konsequent bis unfreundlich, aber vor allem die Menschen die mir nahestehen bekommen eine ehrliche Meinung von mir, ansonsten stehen sie mir halt bald nicht mehr nah.

    In diesem Fall würde ich auch nichts hintenrum machen, ganz einfach sagen, dass man den Welpen dem Tierschutz übergibt, die können das ja dann melden, wenn die Familie nicht einverstanden ist, dann muss sie sich halt mit dem Amt auseinandersetzen. Ich finde mit illegalem Welpenhandel ist nicht zu spaßen, der Hund kann sonstwo her sein, der kann sonstwas anschleppen und andere Hunde und auch Menschen gefährden. Wir hatten vor ein paar Monaten hier in der Gegend einen Tollwutfall von einem Welpen aus dem Ausland. Und ja, die Menschen die sowas machen sind meistens erwachsen, das ist ja kein Argument nichts zu unternehmen.

    Ich würd's glaub ich dem Vet-Amt melden. Vor allem den Verkäufer, wenn man den ausfindig machen kann.

    Deinen Eltern würd ich glaub ich erstmal auf andere Weise Nagst oder Druck machen, nämlich darauf hinweisen, dass alle Gassigänge von Ihnen mindestens begleitet werden müssen, da dein Bruder noch zu jung ist, rein versicherungstechnisch und vor dem Gesetz eben sie für den Hund und sein Verhalten zuständig sind. Da können sie sich nämlich nicht rausreden.

    Und du lässt dir auch noch auf die Nase binden, dass ein erfahrener Hundehalter, ein Züchter, es nicht hinbekommt einen Wurf zu verhindern? Und ja, darauf sitzen bleiben ist leider das Einzigste was hilft. Das Argument das du hier vorbringst ist leider das Gleiche, das immer wieder Leute dazu bringt einen Welpen aus dem Kofferraum aus schlimmster Massentierhaltung zu kaufen und damit wirkliches Tierleid zu unterstützen, die armen Welpen tun einem ja so leid. Und ich kann das sogar verstehen, aber damit unterstützt man, dass immer mehr Welpen unter solchen Umständen produziert werden.

    NATÜRLICH wollte ich nie gezielt ne Qualzucht fördern, ich kannte doch solche Hunde gar nicht und hab auch nicht danach gesucht.

    Darum geht es leider aber gar nicht, dadurch, dass du dem Vermehrer den Hund abgekauft hast, hast du die Zucht dieser Hunde gefördert, ob du da gezielt nach gesucht hast oder nicht. Und dass du schreibst, der "Züchter" hat da auch null Plan von und vermehrt also einfach weiter, macht die Sache doch noch schlimmer. Wär der gute Mann auf seinen Welpen sitzen geblieben, hätte er wahrscheinlich keinen weiteren Wurf gemacht. So aber ist es ja leicht verdientes Geld.

    Das ist so wie mit den Klamotten, die mit Kinderarbeit hergestellt werden. Da Sicht man ja auch nicht gezielt nach (hoffe ich mal), aber wenn der Pulli gefällt, dann wird er gekauft, das wird doch nicht so schlimm sein? Die Modefirmen bereichern sich daran und machen weiter damit. Wenn eben niemand mehr solche Produktionen unterstützen würde, dann würden sich diese Zustände auch ändern.

    Schreib doch einfach mal so grob auf wieviele Stunden am Tag der Hund schläft oder döst. So ca. 16-18 Stunden wären für einen erwachsenen Hund normal. Mal geht auch weniger, mal ist auch mehr nötig. Euer Hund wird wahrscheinlich eher mehr Schlaf benötigen im Moment, da er ja noch sehr viel zu verarbeiten hat. Aus dem Ausland hierher, dann zwei unterschiedliche Haushalte in die man sich Einfügen soll, das ist halt sehr viel Input. Das muss im Schlaf verarbeitet werden. Und wenn du sagst, dass Nachmittags viel so ist bei euch, dann versuch ihn da mehr rauszuhalten, in die Box schicken, auf die Decke, einfach probieren was ihn runterfahren lässt.

    Und immer dran denken, zwei Wochen ist nichts, noch nicht zu viel erwarten, ich würde auch erstmal mehr managen, also Kinder vom Hund trennen, wenn man sich nicht sicher ist und alles langsam steigern. Alles andere wird auch mit der Zeit besser. Natürlich ist er draussen noch unsicher, er kennt euch ja kaum, Vertrauen baut sich ja erst mit der Zeit auf. Immer am Ball bleiben aber nicht zu viel auf einmal erwarten, druck rausnehmen auch für euch selbst.

    Nur noch mal eine kleine Idee zu der nächtlichen Situation. Wäre es eine Möglichkeit im Schlafzimmer eine Ecke für den Hund mit Gitter z.B. abzusperren? Dann könnte deine Tochter, falls sie Nachts wieder angebellt wird das einfach ignorieren ohne Angst haben zu müssen und der Hund gewöhnt sich langsam an die Abläufe. Ich denke auch zwei Wochen ist noch gar nichts und der Hund reagiert halt auch auf Situationen, die für ihn ungewohnt sind. Das wird sich noch legen, aber das deine Tochter so Nachts "gestellt" wird wäre mir auch zu heikel. Mein Hund ist ein Wächter durch und durch und der bellt auch Nachts mal bei ungewöhnlichen Geräuschen. Alles andere was er kennt interessiert ihn nicht. Wenn wir nachts z.B. aufstehen und auf Toilette gehen zuckt er nicht mal mit der Wimper.

    Wenn euer Hund schon sowas wie ein Deckenkommando kennt würde ich das vielleicht auch nutzen wenn der Hund deiner Tochter folgt, oder eben euch. Wichtig ist, dass du oder dein Mann ihn wegschickst, deine Tochter hat das nicht zu Regeln, das wurde ja aber auch schon gesagt. Also jedesmal einfach entweder nur wegschickende oder auf den Deckenplatz. Ist erstmal Arbeit, wird aber bestimmt schnell besser. Der Hund muss ja erstmal das Zusammenleben mit euch verstehen.

    Ich finde aber auch, dass du das toll machst, dass du alles reflektierst und über die Beweggründe nachdenkst und versuchst allen Beteiligten gerecht zu werden. Ich denke mit einem guten Trainer werdet ihr das schon schaffen.