Beiträge von Lolalotta

    Welche sind das denn? :)

    Ich kann die Rassen eben schlecht einschätzen wenn es nichts dazu gibt.

    Ein Anhaltspunkt für "die Rasse ist zu exotisch" ist der VDH. Wenn die Rasse nicht FCI anerkannt ist und es im VDH keinen untergeordneten Rassezuchtverband oder keine aktiven Züchter gibt, dann ist es schon mal extrem viel schwerer als Anfänger an einen gut gezogenen Hund in Deutschland zu kommen.

    Dieses Stadium erreiche im Durchschnitt nach 3 Tagen am gleichen ort.

    Dieser Satz trifft es echt auf den Punkt. Ich habe lange gehadert mit dem Gedanken an ein Gefühl von Zuhause. Hatte ich nie und ich habe die Tatsache lange betrauert. Gleichzeitig habe ich dadurch aber auch die Fähigkeit entwickelt, sowohl überall schnell Wurzeln zu schlagen als auch zu wissen, wann es Zeit wird, weiterzuziehen und den Mut zu haben, das auch zu tun. Dafür bin ich dankbar.

    Ich denke, Zuhause ist da, wo ich mit mir selbst fein bin. Je nach Lebensphase und -ort, nicht immer gleich stark ausgeprägt. Aber es ist immer schön, wenn das Gefühl mal wieder "vorbeischaut".

    Ich würde mir noch einmal überlegen, wie mein Alltag mit Hund aussehen soll. Nicht, die sportlichen Erfolge im Hundesport xy, nicht der Urlaub. Sondern was sind die Ansprüche, die dein Hund alltäglich erfüllen muss. Und danach die Rassen noch einmal durchgehen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit Gebrauchshund mehrere Tage die Woche auf dem Hundeplatz stehst, damit ihr beide glücklich werdet ist deutlich höher als bei anderen Rassen. Möchtest du das? Hast du Lust auf richtig Arbeit mit dem Hund, dafür dann eventuell weniger Abwechslung, dafür womöglich mehr Ernsthaftigkeit? Oder möchtest du eher mehr Vielseitigkeit im Alltag: also bspw. Hund auch mal mit ins Café, der Freundin zur Betreuung in die Hand drücken, lange Spaziergänge im Freilauf?

    Das hat ja auch viel damit zu tun, wie du dein Leben unabhängig vom Hund strukturieren möchtest und kannst die nächsten Jahre. Viel hier und da, Urlaub, Reisen, Umziehen, Umbruch oder mehr Lust auf gesettlet sein, Routine, etc.? Praktische Überlegungen sind auch: hast du ein Auto oder bist du auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen? Ich habe jahrelang ohne Auto meinen Hund gehalten, aber ich kann dir sagen, dass das ernsten Hundesport im Verein sehr erschwert hat. Ein öffi-kompatibler Hund ist ansonsten auch von Vorteil.

    Die Fragen sind überhaupt nicht wertend gemeint. Alles hat Vor- und Nachteile. Ich denke hier kommt das zu tragen, was viele ansprechen: dein Hund muss zu deinem Charakter, aber auch zu deinen Lebensvorstellungen und -umständen passen. Flexibel muss man sowieso immer sein und bleiben mit Hunden, die eigenständige Individuen sind.

    Rassen wie Laika oder Karelischer Bärenhund (bestimmt auch noch andere) sind komplett raus, weil die genau das Gegenteil von dem verkörpern, was du haben willst: sie sind leidenschaftliche und selbstständige Jäger, die auf eigene Faust die unendlichen Weiten Noreuropas durchstöbern und dabei nach Belieben Wild verfolgen und stellen, wobei der Jäger ihnen so gut es geht folgt.

    Auf die Streichliste würde ich unter ähnlichen Gesichtspunkten auch die bzw. einige der japanischen Rassen setzen: eigenständig, unabhängig, Vollblutjäger, reserviert, wehrhaft, teils artgenossenunverträglich. Das sind so die Schlagworte in den Rassebeschreibungen.

    Ich habe kürzlich Urlaubsregionen "recherchiert" und bin dann auf eine Tourismus-Seite einer Region gestoßen, die sehr explizit darauf hinweist, dass besagte Region für Hundehalter:innen nicht geeignet ist aufgrund der aggressiven (Zitat) freilaufenden (Mutter)Kühe. Ich kenne Warnungen oder Verhaltensanweisungen für Wanderer. Das war allerdings das erste Mal, dass ich so ein bewusst formuliertes dringendes Abraten gelesen habe.

    Ove ist einfach verschmitzt. So ein richtiger Ganove: viel Charme, aber faustdick hinter den Ohren, opportunistisch ohne Ende und im Herzen dann doch ein sensibles Blümchen, das seine Familie liebt. Hauptsache bei uns Menschen, genügsam und anpassungsfähig, aber immer motiviert und abenteuerlustig. Ein wahrer Freund und treuer Begleiter in jeder Lebenslage. So lange wir zusammen sind, ist alles andere egal. Ein Hund zum Pferde stehlen.

    Mir gefällt daran gut, dass man vorne keine Schnalle hat und sie wie ein Geschirr anzieht. Aber ob sie etwas taugt

    Hm, ich weiß nicht. Die meisten Schwimmwesten basieren ja darauf, dass man vorne horizontal unter dem Kopf/vor der Brust ein recht dickes Polster hat, um den Auftrieb des Kopfes zu gewährleisten. Ich weiß nicht, inwiefern da ein typisches Y-Geschirrdesign nicht kontraproduktiv oder zumindest wenig(er) hilfreich ist. Da wäre ich erstmal skeptisch.

    Was mich interessieren würde: lobt ihr nach dem Abbruch? Beispiel: Hund möchte etwas aufnehmen, ich breche ab, er meidet sofort und wir gehen weiter. Lobe ich hier dann oder nicht?

    Also ich situativ schon, ja. Bei Juro klappt das gut.

    Ich auch manchmal, aber irgendwie ohne Plan, warum oder warum nicht. Situativ klingt so schön durchdacht. Bei mir ist es halt ein: ich wurschtle mich so durch, passt schon meistens und mein Hund ist zum Glück kein Erbsenzähler. :lol: