Ich breche vorfreudige Aufregung vor dem Spaziergang ab. Situativ. Denn Aufregung „stapelt“ sich hier. Wenn mein Hund schon springt beim Halsbandanziehen und ich das ignoriere, dann ist der nächste Schritt aus der Haustür rennen, danach dann ist die Leinenführigkeit im Eimer und dann fahre ich irgendwann aus der Haut und bin zusammen mit dem Hund auf 180. Das ist ein Menschproblem, dass ich da nicht ruhig bleiben kann, aber perfekt bin ich nun mal auch nicht.
Daher für mich lieber: Hund auf Niveau 1 von 10 kurz daran erinnern, dass man zwar vorfreudig sein kann, aber nicht total ausrasten muss, auch nicht beim Tageshighlight. Das geht auf dem Level zum Glück noch mit einem Blick und einmal gemeinsam ein- und ausatmen. Später wäre das dann nicht mehr so möglich.
Wenn ich damit ein gutes Nervenfundament für den Spaziergang legen kann, dann mach ich das so.
Nachtrag: ich stoße mich dennoch immer mehr an dem Begriff abbrechen in dieser Situation. Ich denke nämlich, dass es situativ eben eine Begleitung in die Ruhe sein sollte mit mehr Werkzeug. Und da sehe ich nicht nur Wortklauberei, sondern eine andere innere Haltung. Bei mir zumindest hat sich der Blick verändert.