Ich bin hier auch sehr hin- und hergerissen und heiße es sicherlich nicht gut, allen Hunden freie Entfaltung angedeihen zu lassen. Sich daran zu stören, dass die andere Partei "ein Drama" aus der Situation macht finde ich auch eher schwierig.
Allerdings war das die Ausgangsschilderung:
Mein Hund stand schon mal 20m entfernt vor einem anderen Rüden und hat ihn verbellt [...]
Geschrieben hat eine Halterin, deren Junghund nach eigener Aussage einmal in Richtung eines Fremdhunds gelaufen ist, mit Abstand von 20 Metern vor diesem Fremdhund dann die Bremse reingehauen hat, gebellt hat und dort dann eingesammelt wurde. Ob die Halterin dabei 5 oder 50 Meter hinter ihrem Hund stand, das wissen wir noch nicht einmal.
In erster Linie ist da ein Hundehalter, der seinen Hund offensichtlich nicht ausreichend unter Kontrolle hat und ihn trotzdem ohne Leine rumlaufen lässt. [...]
Zumal ich bei jemanden, der seinen Hund so wenig einschätzen kann, dass er ihn leinen- und kontrolllos in solche Situationen lässt einfach dann auch den Rest der Urteilsfähigkeit in Hinsicht auf den Hund anzweifle und seinem Vertrauen, dass der Hund es dabei belässt da schlicht kein Glauben schenke.
Dass das zu Schnappatmung auf der Gegenseite führen kann — geschenkt. Ich bin die Erste, die Stresspusteln kriegt, wenn wir gezielt von fremden, freilaufenden Hunden angebellt werden. Aber daraus dann solche harten Gesamtpaket-Beurteilungen abzuleiten, finde ich unpassend.
Die Situation hätte hypothetisch im Junghundethread auch heißen können: "Bin stolz auf meinen Hund. Er hat sich im Freilauf 20 m vor einem Fremdhund von mir stoppen und einsammeln lassen. Jaja, er kommentier das dann noch laut, aber ist halt ein Spitz. Wir üben dran."