Und wenn eine vergleichbare Wohnung hier nunmal 700-800 Euro weniger kostet, könnte ich ja durchaus einiges weniger verdienen, kann ein Auto unterhalten usw und habe trotzdem mehr in der Tasche wie im entsprechend teuren Wohngegend.
Ich kann dir sagen, dass es Menschen gibt, die gar nicht erst an den Punkt kommen, diese Entscheidung zu treffen, ihre Finanzen so umzuschichten, dass man statt für hohe Mieten, ein Auto unterhalten kann und damit bewusst (was manche ja vielleicht auch gerne machen würden) „aufs Land“ zu ziehen.
Denn dafür braucht man Kohle, die am Ende des Monats übrig bleibt, um sich irgendwann ein Auto kaufen zu können und den Umzug zu wagen. Wessen Geld am Ende des Monats fast komplett in Miete und Lebensunterhalt fließt, hat solche Entscheidungsfreiheiten schlicht nicht.
Die Tatsache, dass solche Lebenskonzepte, die durchaus für viele Menschen in unserer Gesellschaft Realität sind oder waren, hier für viele unvorstellbar sind, macht mich ehrlich gesagt sehr traurig.