Ich verstehe unter „wesensfest“ einen Hund, der unter Berücksichtigung seiner rassetypischen Eigenschaften angemessen auf Situationen reagieren kann.
Das fasst es für mich gut zusammen.
Ich fand bspw Susi ausgesprochen wesensfest, auch bspw den Dalmi hier, den Zwerg ebenso, Lilo hingegen nicht.
Wesensfest bedeutet für mich nicht dass ein Hund nicht doch gewisse Probleme haben kann, bspw durch bestimmte Erfahrungen oder Eigenschaften. Aber es bedeutet für mich 1. Wie umweltsicher ist er, 2. Wie geht er mit bestimmten Dingen um und 3. Wie ist er im Verhältnis zu dem was man von der Rasse her erwarten kann ?
Susi musste man bspw an nix großartig gewöhnen, die war ein recht unerschrockener, Selbstsicherer Hund der egal wo gut klar kam, seit Welpe an. Auch Yumi bspw kommt mit echt vielem gut klar ohne dass er auffallend mit irgendwas Probleme hat ( unter der Berücksichtigung dass er eben reizoffener ist, was ich als Rassetypisch erachte ). Der Zwerg bspw ist sehr sensibel bei bestimmten Erfahrungen, ansonsten erachte ich ihn als recht sicher, der zuckt auch bspw nichtmal bei nem Polenböller zusammen.
Lilo hingegen war bereits seit Einzug auffallend unsicher. Sie ist durchaus alltagstauglich in der Hinsicht dass sie mit vielem gut klar kommt, aber sie ist eben situativ auffallend unsicher.
Eigentlich fasst es auch gut zusammen was bspw bei Ausstellungen im Grunde disqualifizierende Fehler sind : Verstärkte Angst, Unsicherheit oder Aggression. Das sind alles Eigenschaften die man bei keiner Rasse haben möchte, aber eben auch bezogen auf die Rasse. Dass bestimmte Rassen bspw ein höheres Aggressionspotenzial mitbringen als andere ist ja bis zu nem bestimmten Grad gewollt, aber es sollte eben nicht darüber hinaus gehen.