Bei der Situation Hund kommt auf euch zu :
Zum Einen hat jeder Hund seine Individualdistanz, zum Anderen gibt es ein paar Benimmregeln.
Frontal aufeinander zu steuern ist bspw unhöflich, vor allem wenn man dabei den Individualdistanz einen der Hunde unterschreitet. Weil sie sich aufgrund der Leine diese Situation nicht anders regeln können, führt das bei Einigen Hunden zu Stress.
Es gibt also quasi zwei Optionen aus Hundesicht :
Option a) ist, man läuft in einem höflichen Bogen mit ausreichend Abstand aneinander vorbei, und signalisiert so dass man wirklich weder Kontakten noch irgendwie Stress verursachen mag.
Option b) ist, die Hunde kontakten miteinander.
Nun ist es allerdings so dass viele fremde Hunde garnicht Kontakten wollen, und die Menschen es oftmals eigentlich auch nicht wollen.
Also sofern nicht abgesprochen, gibt es für Option b) keinen Bedarf, so dass nur Option a) bleibt.
Kommt man von einen dieser beiden Möglichkeiten ab, kann das dazu führen dass sich die Hunde gegenseitig hoch stressen, oder einer die Faxen dicke kriegt.
In deinem Fall klingt es danach, dass du erst dann ausweichst, wenn der Hund schon anfängt zu eskalieren ( also laut werden/toben/in die Leine springen).
Der Trick ist es - das gilt für alle Möglichen Bereiche im Hundetraining - früh zu reagieren.
Das ist meistens schon nen guten Tacken bevor es "anstrengend" wird.
Hunde kommunizieren ganz viel nonverbal, und jeder kommuniziert ein wenig anders.
Tendenziell kann man sich da eigentlich merken :
Hund wird spannig - es ist vermutlich zu viel.
Hund bleibt "locker" - es ist noch in Ordnung.
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du den Bogen schon einschlagen, sobald du den anderen Hund siehst.
Anfangs ruhig überdemensional, du bekommst irgendwann ein Gespür dafür wie groß der Abstand sein muss. ^^.
Und wenn es nicht geht - umdrehen.
In dem Beispiel war es jetzt so, dass beide Hundehalter stehen geblieben sind.
Das Problem am stehen bleiben, ist dass es signalisieren kann dass Kontakt gewollt ist, bzw auf die Hunde so wirken kann, als müssten sie das jetzt klären. Das stehen bleiben war also quasi das "go" für beide Hunde.
Verständlicher wäre es, den Hund auf die abgewandte Seite zu nehmen und auf Abstand zu gehen. Das ist auch für den anderen Hundehalter ein klares Zeichen, dass ihr keinen Kontakt wollt.
Zumindest, sofern es kein klettiges "der Muss Hallo sagen/spielen!" - Exemplar an Hundehalter ist. ^^
Aus Erfahrung kann man da nur sagen, dass man sich nie drauf verlassen kann, dass sich der andere Hundehalter adäquat verhält. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dann doch mal die Leine lang gelassen wird, oder man wartet bis der Hund austickt ehe man mal reagiert. Und dann regt man sich wieder unnötig auf...
Kontakt zu lassen würde ich übrigens grundsätzlich mit keinem Hund, außer Beide kennen sich gut und es ist von allen Beteiligten Kontakt erwünscht.
Was Anderes ist es, wenn ein Fremdhund ungewollt rein rasselt. Weil man die leider nicht immer geblockt kriegt und man das auch erstmal lernen muss wie das geht, kann man da Perse keinen Rat erteilen.
Es gibt bspw Hunde, da lass ich es Lilo mittlerweile regeln, wenn ich den Eindruck habe dass sie das jetzt hin bekommt.. Andernfalls behalte ich sie hinter mir, versuche mich entspannt der Situation zu entziehen, und wenn Bedarf besteht Stiefel ich auch mal lautstark mit eindeutiger Geste auf den Fremdhund zu damit er sich trollt.^^
Edit : sry für die Fehler im Text, die Autokorrektur ist ein Aas 