Wie gesagt - Das geht nur, wenn beide mit ziehen.
Das bedeutet nicht, dass die TE gezwungen ist immer Gassi zu gehen, aber man kann sich da nicht raus halten und hoffen dass es alles gut geht.
Ein Hund der bereits älter ist, muss sich erst eingewöhnen und man kennt die Vorgeschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, weiß also nicht wo dort die Probleme liegen. Tierheim ist ein anderes Umfeld, insofern verhält sich ein Hund im Tierheim nicht automatisch so, wie er es auch in einer Wohnung tun würde.
Man muss dem Hund hinterher räumen wie man den Kindern hinterher räumen muss, weil beide im selben Haushalt leben.
Man muss beide erziehen, weil sie unter einer Decke leben.
Man kann ein Hoch soziales Lebewesen nicht einfach separieren.
4 Jahre Erfahrung sind nicht automatisch viel Erfahrung. Im Grunde ist das eher wenig Erfahrung. Und Erfahrung bedeutet auch nicht, dass man dann einem anderen Typ Hund gewachsen ist, denn oft passt es einfach gänzlich nicht zu einem selbst, bzw in die Umstände.
Hier schreiben Menschen mit, die seit sie denken können einen Hund im Haus haben, Jahrzehntelang Hunde halten oder sogar mit Hunden täglich arbeiten oder gearbeitet haben ( weil sie bspw Hundetrainer, Tierarzt oder Hundefriseur sind oder es waren). Auch die richtig "alten Hasen", lernen immer und immer weiter und könnten auch nicht jeden Hund halten.
Mal angenommen man holt sich einen Welpen, dann sind 4 Jahre eine realistische Zeit, um einen gut erzogenen, gefestigten, jungen Erwachsenen Hund zu haben.
Bis dahin, steckt man Arbeit rein, und muss sich informieren.
Realistisch wäre also ein paar Wochen Beißhemmung, Wochen bis Monate Ruhe lernen, locker ein halbes Jahr für die Stubenreinheit, locker ein Jahr fürs alleine bleiben, mindestens ein Jahr für eine überwiegend solide Leinenführigkeit, 2 Jahre bis man weiß woran man ist, 3-4 Jahre bis der Hund zuverlässig ist.
Das ist nicht der kürzeste Plan, sondern nur einer, der realistisch ist.
Insbesondere die ersten 2-3 Jahre sind sehr aufregend und anstrengend.
Bei einem alten Hund hat man wieder andere Thematiken. Gesundheit bspw, schlechter Hören, lange Lebenserfahrung, die Blase ist evtl nicht mehr so dicht, die Ohren funktionieren nicht mehr wie früher, der Hund ist evtl auf Nähe angewiesen als er es in jüngeren Jahren war, und das Gassi ist auch evtl eher schnödes Schneckentempo als zügig von A nach B oder ausgiebiges spielen auf der Wiese...
Was mit hoch sozial gemeint ist :
Sie wollen in der Familie dabei sein, mit Euch sein, an eurem Leben teil haben, Teil der Familie sein. Das ist weitaus mehr als nur "der ist ja beim Gassi dabei".
Sie wollen nicht als Sportgerät, nicht als Kinderspielzeug und nicht als Dekoration her halten. Das vertragen die nicht, das macht krank - psychisch und physisch.
Für solche Zwecke gibt es Gegenstände, keine Tiere.
Sie wollen nicht separiert werden und nur zu bestimmten Zeiten "teilnehmen", weil sie eben jene Gegenstände nicht sind.
Aber was ich eigentlich schreiben wollte :
Stell dir vor der Hund hat die - vor mehreren Seiten erwähnten - Giardien bspw.
Hat ein Hund Durchfall, kann es sein dass er rein macht, weil er es vielleicht nicht bis draußen halten kann.
Zum einen machts natürlich nen riesigen Unterschied ob der wässrige, stinkende Durchfall von einem kleinen Malteser kommt, oder von einem Schäferhund, und es gibt wie gesagt die Problematik dass man sich selbst anstecken kann,...
Aber dann muss die Person die grade auf den Hund aufpassen muss, sich damit run schlagen.
Ich kann mir nicht vorstellen dass du bspw warten würdest bis dein Mann da ist, damit er dann weg wischen kann wenn was in der Wohnung gelandet ist ( nachts ist er ja arbeiten, und nachts schläft man, also ist die Wahrscheinlichkeit auch nachts am größten, dass es einfach rein läuft), oder?
Also ein ganz banale Beispiel - und jeder Hundehalter hätte sowas in der Richtung schonmal irgendwann ^^ - in welchem du, liebe TE, automatisch in der Pflicht wärst dich drum zu kümmern ( obwohl du dich eigentlich raus halten wolltest).
Oder wenn ihr eine Hündin holen würdet - die werden läufig, und bluten euch dann die ganze Wohnung voll.
So als Beispiel :)
Oder ein Anderes Beispiel :
Mal angenommen dein Mann ist krank, hat starke Kopfschmerzen, muss ins Krankenhaus oder sonstiges was dazu führt, dass er sich nicht um den Hund kümmern kann. Dann muss jemand einspringen - und da du im selben Haushalt lebst, bist das dann ebenfalls ziemlich sicher du.
Du hast zwar geschrieben, dass du dich gegen den Hund entschieden hast, aber manchmal sagt man sowas auch einfach mal aus dem Affekt heraus.
Ich hoffe, dann ist dieser Beitrag ggf eine Hilfe, dessen Inhalt du gern auch deinem Mann mal erklären kannst. Denn es ist schlicht nicht möglich, dass du absolut nichts übernehmen müsstest.