Wir wollten einen Hund zum liebhaben, kuscheln und tricksen. Ich dachte Welpen sind knuddelige kleine Wesen, die viel schlafen und keine beißenden Bestien, die sich nicht anfassen lassen.
Aber jetzt ist sie eben so und wir müssen lernen mit einem aggressiven Hund zu leben. Zurückgeben oder woanders hin abgeben werden wir sie wahrscheinlich nicht. Wir haben schließlich Verantwortung übernommen und wer würde sie denn nehmen? Solche Hunde sind doch bestimmt schwer zu vermitteln?
Wir werden eure Tipps umsetzen und hoffen das es sich bessert.
Ihr habt beim Kauf nur an die netten Aspekte gedacht wie es scheint und euch leider viel zu wenig informiert.
Ein Welpe/Hund ist aber nunmal nicht nur kuscheln, spielen, Tricks beibringen.
Welpen sind wild und können noch garnix. Die Pinkeln/Kacken in die Wohnung, Beißen in Hände, kauen auf allem rum, reagieren mal über, springen rum, sind kaum zur Ruhe zu bekommen, müssen erstmal alles kennen lernen, testen aus, brauchen Nähe, ect...
Jeder Hund hat Zähne und jeder Hund kann Beißen. Ist normal, denn es sind Lebewesen. Die können nicht sprechen sondern haben ihre eigene Sprache die man erstmal lernen muss..
Dass anfangs also nicht alles läuft wie geplant und ein Welpe viel Ärger machen kann und anstrengend sein kann, ist total normal!
Welpe 1 ist regelmäßig abgehauen.
Welpe 2 hatte anfangs nen totalen Kulturschock, vor allem Angst und Magen-Darm Probleme ( ging also viel Stinki-Kram in die Wohnung).
Welpe 3 kaut auf allem rum, klaut Sachen und testet aktuell auch gut aus.
Wenn er überfordert ist, schnappt er auch mal und vorhin hat er uns das erste Mal angeknurrt weil er Angst hatte dass ich ihm den leckeren Lammhaut Zopf klauen könnte.
Vollkommen normal alles, und ja, definitiv auch nervig und Welpen Zähne sind sehr Spitz und können scheiße weh tun!
Aber - selbst wenn man den größten Haifisch erwischen sollte, ist das noch lange kein aggressiver Problemhund, sondern immernoch ein stink normaler Welpe.
In eurem Fall ist es so : Ihr habt euch nicht drüber informiert was auf euch zukommt, ihr kennt keinerlei Basics und habt selber aktiv zu diesem Verhalten beigetragen.
Der Züchterin gebe ich ehrlich gesagt eine Mitschuld, denn auch sie hat aktiv ihren Teil dazu beigetragen. Nämlich, indem sie die Welpen nicht sozialisiert hat und euch zur Isolation geraten hat.
Ihr habt einen ganz normalen Welpen und definitiv KEINEN aggro Problemhund. Allein schon, weil er viel zu jung dafür ist.
Würdet ihr im Tierheim bspw auf einen Hund treffen der durch mehrere Hände gegangen ist weil er mehrfach ( mit Verletzungen) gebissen hat, dann wäre DAS so ein Hund, bei dem ihr damit leben müsstet dass er gefährlich bleibt.
Aber ihr habt einen Welpen.
Wenn ein 5 Jähriges Kind ( ja als Beispiel) einem anderen Kind auf dem Spielplatz die Schaufel auf den Kopf haut, dann sagt auch niemand dass das mal ein gewalttätiger Schwerverbrecher wird, als Beispiel.
Aber ihr trägt euren Teil dazu bei dass es so wird, wenn ihr so weiter macht wie bisher und euch keine Hilfe sucht ( sei es in Form von einem Trainer, sofort, oder Abgabe in erfahrenere Hände).
Dann, wenn sich das aufgrund mangelndem Wissen und Fehlverhalten eurerseits manifestiert ( über Monate und Jahre), dann habt ihr möglicherweise einen Problemhund geschaffen.
Aber aktuell?
Es ist ein Mops-Kind...