Ich informiere mich grad übrigens so n bisschen über Bären.
Dort hab ich den Anschein dass die Gefahr deutlicher thematisiert wird, was allerdings daran liegt dass die Sachlage beim Bären ein bisschen anders ist.
Im Gegensatz zum Wolf weiß man mit Sicherheit, dass Bären den Menschen in seltenen Fällen auch als Beute betrachten können und die Menschen schon bewusst getötet haben um sie zu Fressen.
Als Beispiel gibt's da aus 2003 den Fall Timothy Treadwell. War ein Tierfilmer, der zusammen mit seiner Freundin/Frau aufgefressen wurde. Das wurde via Tonaufnahme aufgenommen ( eigentlich wäre es ein Video, aber die Kappe war drauf, deshalb nur Ton). Er wurde anscheinend aus dem Zelt gezogen, und seine Frau hat versucht ihn zu retten indem sie ihm ne Bratpfanne auf die Nase gehauen hat. Hat nicht funktioniert, der Bär hat ihn weiter attackiert, und die Frau sollte weg laufen. Am Ende wurden beide tot gefunden. Es wurde gesehen wie der Bär einen der beiden gefressen hat, er wurde mit 19 Schüssen oder so von der Polizei (?) erschossen, und man hat noch mehr inklusive Kleidung im Magen gefunden. Anscheinend wurde wohl auch noch ein zweiter Bär erschossen.
In dem Fall war das Problem dass die beiden dann unterwegs waren, als die Bären grad Vorrat für den Winter sammeln mussten und das Futterangebot knapp wurde. Der Bär der attackiert hat, war 28 Jahre alt ( was wiederrum so ein bisschen Ähnlichkeit mit bspw Löwen- und Leopardenangriffen hat, denn dort weiß man dass die Wahrscheinlichkeit dass Menschen als Beute betrachtet werden höher ist, wenn bspw die Zähne nicht mehr so gut sind).
Auch als die Sache mit Andreas Kießling war, wurde bspw thematisiert dass es innerhalb eines Jahres, in der Region in der er war ( ich glaube die Hochkaparten waren es?) schon relativ viele Angriffe gab, davon einige tödlich. Die Opfer waren in der Regel Schafshirten und Ähnliche.
Als Gründe für Attacken gibt's laut meiner Recherche folgende :
- Bär fühlt sich bedroht/in die Enge getrieben
- Bär wurde angefüttert und hat die Scheu verloren
- Krankheit
- Verteidigung von Jungtieren und Revier
- Ressourcenverteidigung
- Mensch in der Nähe von potentiellem Futter
- und eben dieses angesprochene, wenn auch zum Glück seltene - Mensch = Potentielle Beute
Die meisten Angriffe sind Schein-Angriffe, und wenn was passiert hat man ein Problem.
Als Abwehrmethoden gibt's nur Bärenspray oder Schusswaffen, mit dem Risiko dass es nach hinten los geht.
Das beste was man tun kann ist wohl im Zweifel tatsächlich das erwähnte "sich tot stellen und den Nacken/Kopf schützen".
Also kurzum - für den Menschen definitiv gefährlicher als Wölfe.
Aber, trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit dass da was passiert echt gering.
Problematisch sehe ich hier nur die Mentalität vieler Menschen und dass man in der Öffentlichkeit das Thema evtl verharmlost ( wie bei den Wölfen).
Sprich, dass irgendwelche Idioten gezielt bspw nach Bayern fahren um zu gucken ob sie nen Bären sehen. Oder dass irgendjemand versucht sie anzufüttern.
Anbei steht als Ratschlag zum richtigen Verhalten ganz oft dabei nix Essbares dabei zu haben.
Im Vergleich dazu findet man zu den Wolfsangriffen auf Menschen die ich vor ein paar Seiten mal verlinkt hab kaum etwas.
So oder so - ist halt echt die Frage wie das politisch gemanaged wird. Italien bspw ist schonmal kein gutes Vorbild wie es scheint.
Wie gesagt - ich find das grad irgendwie interessant ^^
Auch dass die Informationen dazu echt anders wirken als bei den Wölfen. Bei den Wölfen kommt auf kurz oder lang irgendwie echt jedes Mal,, Es gab nie Angriffe auf Menschen/Wenn war es Tollwut. ", und die reißen xy nicht, und die sind alle scheu und harmlos....
Ja, wenn sie denn die Scheu erhalten würden würde ich mir da auch 0 Gedanken machen.