Ich find das Thema insgesamt bissl schwierig.
Mit Susi damals hatten wir einiges durch an Tierärzten, sowohl was die Sympathie, als auch die Fachkenntnisse so voraussetzen. Und schlussendlich gab's dann nochmal viele Wechsel durch Umzüge und eben mit den anderen Tieren.
Ich glaube ich hatte noch nie einen Haustierarzt bei dem ich 100 Prozent zufrieden war.
Die eine war zB super empathisch, hat dafür aber kaum weiter geleitet wenn ihr das Wissen ausging. Für gängige Dinge und wenn es wirklich um Leben und Tod ging war sie aber immer da, deshalb war sie damals unsere Haus-TÄ, und mit spezifischeren Dingen ( bspw Allergie-Symptomatik) sind wir zu einer spezialisierten Fachpraxis.
Nach Umzug wurde der TA ein anderer.
Auch da hab ich schon die ein oder anderen durch.
Einen TA hier finde ich bspw echt nicht gut, den fand ich irgendwie nur für ne Impfung oä zu gebrauchen, war da deshalb nie mit einem meiner Hunde.
Ein anderer Tierarzt wirkte anfänglich ganz gut, allerdings gab's dann zwei Dinge die mich haben zweifeln lassen...
Zum einen war da die Geschichte als sich Lilo ihr Zehengelenk gebrochen hatte, und er die Pfote weder Röntgen noch ihr Schmerzmittel geben wollte...
Zum Anderen wusste er damals bei unserer Althündin nicht weiter und schätzte dass sie noch maximal 1 Jahr zu leben hatte.
Zu unserem jetzigen Tierarzt kams, weil unser Kater dort in Behandlung war und wir irgendwann damals mit Susi bei ihm waren. Er war der erste der da mal in eine andere Richtung dachte, und auf Cushing getestet hat.
Inzwischen bin ich da allerdings auch hier und da ein bisschen kritisch.
Also ist es so, dass wir für die gängigen Dinge zu ihm gehen, und wenn wir nen Zweifel haben, hier in die Fachpraxis.
Von der bin ich soweit echt begeistert.
Man geht da auch gut drauf ein wenn das Tier etwas "spezieller" ist, die bilden sich dort regelmäßig weiter, und im Zweifel arbeiten die verschiedenen Fachärzte zusammen. Einziger Haken ist, dass es eben nur für spezifische Themen ausgerichtet und wirklich teuer ist.
Aber dafür hab ich da bisher wirklich nur gute Erfahrungen gemacht, und auch von anderen Haltern nur gutes gehört.
Bzgl Haus-Tierärzten bin ich inzwischen zu dem Schluss gekommen dass es echt Glückssache ist. Entweder stimmt das Fachwissen, oder die Sympathie, oder nur etwas von beidem. Das nonplusultra hab ich da bisher noch nicht gefunden.
Dabei wären meine Erwartungen eigentlich "nur" :
- hält sich bzgl Wissen auf dem Neuesten Stand
- ist empathisch ( zumindest) ggü den Tiere
- hört zu
- leitet weiter wenn man an seine Grenzen kommt
- hat für die gängigen Geschichten mit denen man nunmal zu nem Haustierarzt geht, ausreichend Wissen
- legt Wert auf vernünftige Diagnostik
- akzeptiert es wenn man bspw aus Gründen keine Helfer am Hund haben möchte ( gut, das is jetzt tatsächlich ein Punkt mit dem ich nie Probleme hatte)
- geht individuell auf das Tier ein
- handelt stets im Wohl des Tieres
Und was haltt bisher immer gehapert hat, ist entweder veraltetes Wissen, ewig auf eigene Faust herum doktorn obwohl man an seine Grenzen kommt, eine gewisse Empathie oder dass man auch wirklich vernünftig diagnostiziert...
Ich denke wenn man das alles in einem TA findet, sollte man den behalten, der is dann echt Gold wert ( und mEn ne wahre Rarität).