Ich finde Gassikontakte mittlerweile auch schwierig.
Viele Bekanntschaften haben sich im Endeffekt aus Zufall ergeben. Man ist sich beim Gassi über den Weg gelaufen, hat festgestellt mit den Hunden passt es und dann ist man eben zusammen gegangen wenn man sich mal gesehen hat. Oder man hat irgendwann mal die Nummern getauscht..
Einmal wurde ich ohne Hund angesprochen und man hat sich mal getroffen um das auszuprobieren und es hat sich unter den Hunden ne wunderbare Freundschaft entwickelt.
Aber so an sich muss ja auch erstmal die Sympathie passen, unter den Hunden und auch unter den Menschen.
Ich habs bspw mit Susi damals viel einfacher gehabt weil sie viel offener und netter war und weil Dorfleben hatte man das dann auch irgendwie besser timen können und man hat sich ohnehin irgendie regelmäßiger gesehen weil man seine Pappenheimer ja kannte.
Mit den jetzigen Beiden ist das viel schwieriger.
Mit beiden gehe ich ja allgemein schon mehr auf Abstand weil beide Hunde mit Fremdhunden nicht so viel anfangen können, ich oft auch meine Ruhe möchte und wenn es mal dazu kommt dass man nen Hund trifft den Lilo gut findet sieht man die danach oft nie wieder, und einfach ne Nummer aufdrücken oder so will man ja auch nicht.
Mit dem Zwerg noch schwerer weil der ja ggü Fremdhunden sehr distanziert ist - entweder findet er die gruselig, doof oder die sind ihm schlicht und ergreifend vollkommen egal.
Mit Lilo hingegen bin ich dahingehend eingeschränkt weil sie nicht mit Hündinnen kann, mit den ein oder anderen Typen Hund garnicht klar kommt und auch sehr körperlich/grobmotorisch sein kann.
Gibt bspw zwei Hunde mit denen gehen wir ab und an mal zusammen, das is aber auch nicht mehr wie ne Art Koexistenz. Mit Hund 1 kanns immer wieder kippen weil der immer mal ne Neigung hat Lilo anzukläffen und sie dahingehend im Zweifel das Bedürfnis hat ihm eine drüber zu geben... Und Hund 2 hats verkackt weil er ihr mal spontan eine geknallt hat obwohl sie wirklich nett war. Is also nur zusammen spazieren gehen und tolerieren dass der andere halt dabei ist, immer gesichert mit Mauli. Taugt insgesamt eher zu Trainingszwecken als dass die Hunde da wirklich nen Mehrwert von haben.
Interessanterweise hatte ich den Eindruck dass Susi am ehesten auf nen Hund im Haus verzichten konnte. Sie fand es zwar ganz gut outdoor mal kontakten zu können, aber drinnen war sie ganz zufrieden als Einzelprinzessin.
Lilo ist schätze ich beides ganz recht. Einerseits kann die gut ohne weiteren Hund leben ( da muss sie nämlich nix teilen
) und wäre super happy mit nem regelmäßigen und ihr sympathischen Gassikompanen... Andererseits tut es ihr auch gut wenn ein weiterer Hund da ist ( aber das muss zwischen beiden Hunden wirklich matchen, sonst wird die Luft schnell dick ) und man hat damit eben festen Hundekontakt ohne dass man nen Verabredungspart braucht ( und den erst finden muss ).
Den Zwerg hingegen schätze ich wieder so ein dass es ihm gut tut und er sehr davon profitiert noch einen Hund im Haus zu haben, weil er so Sozialkontakt pflegen kann, der sonst eben nicht gegeben ist weil seinerseits schlichtweg das Interesse fehlt. Kann natürlich auch sein dass er es gut findet Frauchen für sich alleine zu haben, aber ich sehe bei ihm doch eher den Mehrwert bei nem Zweithund.
Ich für mich hätte an sich gern immer mindestens die Situation wie sie jetzt grade ist, oder eben gänzlich 2 bei mir leben. Einfach deswegen weil ich es ganz schlimm finde wenn einer stirbt und kein Hund da ist, und ich es schön finde zwei Hunde miteinander interagieren zu sehen, bzw das ja nochmal was Anderes ist als wenn es nur eine Gassibekanntschaft ist.