Beiträge von Terri-Lis-07

    Also nochmal zum Vergleich Mittelschnauzer/Westie ( ich weiß, der Vergleich hinkt etwas, weil ein Westie kein Cairn ist und ein MS kein ZS, aber vom Prinzip is das garnicht so weit weg) :

    Den Eindruck zwecks ein Schnauz hat mehr Bock auf ernsthaftere Aufgaben als der gemäßigte Terrier, den mag ich nochmal bestätigen.

    Also Susi hat sich früher mit Tricksen, Futter suchen, Wald-Wiesen Agi und solche Späße zufrieden gegeben. Sie hat es begeistert mit gemacht, hat aber nicht wirklich mehr input eingefordert. Die wollte nur regelmäßig was zu tun haben und fertig.

    Lilo brennt förmlich für wenn sie was arbeiten darf. Da blüht sie richtig drin auf, gibt sich wirklich Mühe, versucht sich kreativ einzubringen und ist richtig dabei. Das was Susi gereicht hat, ist ihr nicht genug. Tricks lernt sie fix, Leckerchen aufspüren ist einerseits easy, andererseits langweilig. Auf Profi-Ebene machen wir nix, ich weiß nichtmal ob ich das vor habe. Auf jeden Fall bietet sie sehr viel für den Freizeitgebrauch an.

    Beim Dummy zB :

    Immer nur ein und den selben Futterdummy suchen, ist ihr dauerhaft zu lahm. Immer in der selben Gegend suchen, wird langweilig. Wenn man dann mal bspw 2 Futterdummys einbringt ist es wieder spannend. Mittlerweile hab ich seit ner Weile nen kleinen Pocket Dummy von K9. Den kann man im Gegensatz zu den großen Futterdummys prima "verlieren", und der Hauptgeruch der Dran haftet ist auch kein Trockenfutter sondern der meiner Hosentasche. Aktuell macht ihr das zB wieder mehr Spaß als die Arbeit mit dem Futterbeutel, weil sie letzteren einfach viel einfacher finden kann. Wie gesagt kann auch das irgendwann zu langweilig werden. Sie braucht wirklich nicht nur Beschäftigung, sondern eine Aufgabe. Sie mag lieber Nüsse knacken und neues lernen als immer das bereits gelernte wiederholen, oder auf Level 1 hängen zu bleiben. Man muss steigern/ausbauen können.

    Und bei Susi, war das eben nicht so. Die hat ab und an was neues dazu gelernt, abgerufen was sie konnte, bisschen Spaß dabei gehabt und das hat ihr dann auch gereicht. Wenn sie kein Bock mehr hatte, hatte sie auch kein Bock mehr. Allerdings war sie generell auch schwieriger zu motivieren. Wenn es nicht grad der Jackpot war, konntest es draußen vergessen. Apportieren war aus ihrer Sicht absolut überflüssig, und wenn du was weg geworfen hast kannste selber holen. Spielzeug allgemein, hat sie nicht gebraucht.

    Mein letzter Ex wurde vom Dackelmix seines Opas ins Handgelenk getackert als der sich über nen anderen Hund aufgeregt hat ( tja, man is auch nicht so dämlich und fasst einem Hund in so einer Situation ins Halsband, bei dem man weiß dass er ohnehin Probleme damit hat).

    Einmal schön den Reißzahn rein gebohrt. Und weil er nicht sofort in die Notaufnahme ging sondern erst ein oder zwei Tage später, mussten sie die Wunde ausschneiden. Anschließend gab es Probleme mit der Heilung ( allergische Reaktion auf das kleine MetallGitter im Verband), und die Hand hat seit dem Probleme fest zu greifen.

    Mir hätte mal ein HSH Mix das Bein geschreddert, wäre kein Maulkorb drauf gewesen. Wäre zwar ne ganz andere Nummer gewesen, aber Biss ist Biss. Eine Verletzung muss man in keiner Größe riskieren. 42 Argumente dagegen hat fast jeder Hund... Und die tun alle weh und können verletzen.

    Der Maulkorb wäre eine reine Schutzmaßnahmen. So wie dieser Hund in die Schuhe, die Leine und den Zaun gehackt hat, muss man wirklich keine ( ernsteren) Verletzungen provozieren. Selbst wenn es nur ein kleiner Hund ist, kann das wunderschön Bluten, sich entzünden, nen Finger oder Sehnen duchtrennen. Er hat ja auch ganz schön nachgesetzt und nicht einfach nur einmal rein getackert...

    Und beim Hovi, gibt's zumindest so viele andere Möglichkeiten ihn auszupowern oder abzulenken als nur stupide Bällchen zu werfen und sich nen Junkie ran zu erziehen. Ansonsten werden Balljunkies beim Rütter auch immer kritisiert. Wieso das diesmal sogar der einzig beste Trainingsweg war der scheinbar in Frage kam, ist mir ein Rätsel.

    Lilo ist ja grad mal 1,5 Jahre alt. Ich bin gespannt was sich noch alles tut bis sie erwachsen ist. Vor allem inwiefern sie ihre Unsicherheiten ablegen kann und wie verträglich sie dann ist. Und wie viel sich noch entwickeln kann wenn wir die Kastration hinter uns haben.

    Ich hab sie vorsichtshalber meistens an der Schleppe. Da hab ich mich heute gefragt wieso eigentlich? Sie achtet drauf dass ich nicht zu weit weg bin, sonst kommt sie sofort hinterher. Wenn sie vor läuft bleibt sie auch mal stehen und wartet, insgesamt reagiert sie im Freilauf ganz auf mich ( zwar nicht 1 a, aber gut genug).

    Dann sah ich auf dem Rückweg ein Reh am Horizont und mir viel auf dass ich ja garnicht weiß inwiefern sich ihr Jagdtrieb noch steigern kann.

    Andererseits achte ich drauf dass sie bspw nicht Mäuseln geht. Einfach weil ich nicht will dass sich da irgendwelche Verknüpfungen auftun. ^^

    Die einzigen Probleme die wir haben ist dass sie mit Artgenossen und fremden Menschen schwierig ist. Das wird jeden Tag nach und nach besser, allerdings vermute ich ja dass bei der Artgenossen Problematik viel ihre Hormone rein spielen, weil ihre Zyklen ja nicht so normal waren, und es auch erst mit der Scheinträchtigkeit so richtig los ging.

    Letztens hat sie bspw nach anfänglichem Anpeilen auf einmal beschwichtigt, das stimmt mich positiv ^^

    Aber was die Wachsamkeit anbelangt hab ich definitiv den Eindruck dass es "ernsthafter" wird. Wobei heute auf dem Feld auch recht viel los war.

    Wie gesagt : Bei jedem anderen Hund - ernährt ihn nurnoch aus dem Futterbeutel! Er muss sich seine Nahrung erarbeiten und das lastet ihn aus! Egal ob er gerne apportiert oder nicht, er muss den Beutel apportieren wenn er überleben will!

    Und bei dem Hund so : Joa, Ball junkie draus machen, fertig. Easy as that :headbash:

    Ka, wird nur Hovawart Mix gesagt. Kann mir aber auch vorstellen dass ein Border Collie drin sein könnte ( so vom Verhalten dem Ball gegenüber her, also diese Neigung zum abducken).

    Leider sieht man da ein Zwangsverhalten. Das kann jeder Hund jeder Rasse so zweigen. Das ist nicht vom Arbeitshund Border Collie gepachtet. Nur leider sieht man das bei der Rasse oft.

    Die Kunst bei der Haltung solcher Hunde ist, dass man das nicht sieht. ;)

    Achso. Naja, was auch immer da noch drin steckt, ist n toller Hund :)

    Wenn ich mir Lilo anschaue : Joa, Fremde Hunde findet sie gern mal kacke, aber sie kam nie auf die Idee irgendwie blöd in meine Richtung zu werden. Allgemein hatte ich noch keine Situation in der ich dachte : Jetzt würde sie es in Erwägung ziehen mich anzufauchen.

    Bei Susi ist das anders, aber sie droht erstmal viel und schnappt wenn, nur weil sie ihre Ruhe will, und nicht als Übersprungshandlung.

    Also, ich find das auch krass.