Beiträge von Terri-Lis-07

    Oh ja, das war der Hauptgrund warum ich bisher auch nicht versucht hab überhaupt was zu finden.

    Bei dem Western Gestüt haben die wirklich gut drauf geachtet dass es Pferde freundlich war.

    Ich kann mich zumindest nicht dran erinnern dass die Köpfe unten hingen, geschweige Sporen rein gekloppt oder der Kopf auf die Brust gezogen wurde.

    Alle Pferde waren freudig und mit Interesse auf dem Reitplatz. Die Pferde wurden mir 4/5 Jahren etwa langsam angeritten, vorher dürfen sie ein paar Jahre auf großen Koppeln verbringen.

    Ich glaube, da hab ich Glück gehabt das gesehen zu haben. Am meisten beeindruckt hat mich das Andere Bild auf Hengste. Das war so friedlich und normal. Nicht so ungestüm und aufgeregt nur weil da eine Stute war.

    Reitstunden gab's dort auch.

    Die Stunden beim Chef, kosten dort allerdings auch 60 Euro die Stunde ( zumindest Stand damals). Mit der Frau die auch Reitstunden angeboten hatte, kam ich nicht so zurecht. Ich finde man muss auch mit dem Trainer klar kommen, sonst machts keinen Sinn.

    Einmal hatte ich ne Probestunde auf einem nochmal anderen Hof. Da hab ich festgestellt dass ich die lange Zeit im Gruppenunterricht, eigentlich überhaupt nix gelernt hab.

    Und bei einem Praktikum in einem klassischen Reitschulbetrieb ( da waren grad Reiterferien) war ich echt perplex von dem Bild, was ich gesehen hatte. Stellt euch das quasi so vor :

    Eine Kleine Halle ( unter dem Üblichen Maß einer gängigen Reithalle), und fast alle Pferde des Hofes standen dort drin. Dazwischen die ganzen Kinder die sich bereit zum reiten machen und ein paar Persönchen die aufpassen. 20-30 oder so ( Ponys/Pferde) , und so wenig Platz dass keinerlei Lücken für Sicherheitsabstände möglich waren.

    Ich hab zB beinahe einen Huf gegen den Kopf bekommen, nicht auszudenken hätte ein Pferd Panik bekommen. :shocked:

    Naja, und beim Putzen bekam ein Kerl beim Hufe auskratzen eine Box weiter, nen Huf volle Kanne zwischen die Beine gepfeffert, aber das war ne andere Story :sweet:

    Jedenfalls ging dann die eine Hälfte der Pferde zum Ausritt raus, und die andere Hälfte hatte in der Halle Gruppenunterricht. Dabei - wie sollte es anders sein - haben einige Kinder der Reihe nach fliegen gelernt, während die Ponys alle ihren gewohnten Trott nach gegangen sind. :pfeif:


    Bei einer Reitbeteiligung hätte ich nur die Befürchtung dass ich da evtl nicht so tauglich sein könnte. Sprich, meine Reitkenntnisse zu schlecht sind. |)

    Ansonsten hab ich aber mit Privatpferden bessere Erfahrungen gemacht als mit den meisten Schulpferden. Klaro, wenn ich jeden Tag nen anderen Arsch auf mir drauf hätte, und immer das Selbe machen würde, hätte ich auch kein Bock mehr. |)

    Konik kenn ich noch keinen.

    Lilo kommt aus nem Thüringer Wald :D


    Ich hab meine Reitanfänge als ich noch ganz klein war, auf Shettys gehabt ( irgendwo im Saarland gab es so einen Hof mit Shettyverleih).

    Als ich s lernen wollte, hat man mir empfohlen erstmal in die Voltigruppe zu gehen. Das war mit einem Fjordmix und später mit einem kleinen Tinker.

    Im Reitschulbetrieb war ich an der Longe erstmal auf einem kleinen Welsh Pony ( das is Alles echt ewig her mittlerweile), und danach hing ich von allen Schulpferden immer an der einen Norwegerstute fest.

    Gelegentlich warens auch mal Hannoveraner, Traber, verschiedene Ponymixe, Hafis oder Kaltblüter, aber es hat einfach mit dem Fjordi immer am besten harmoniert. :herzen1:

    Dann, musste ich umziehen, nach Hessen. Ich wollte nicht weg, nur wegen dem Pony. XD

    In einem Dorf weiter bin ich dann wieder in einem Schulbetrieb gelandet. Hannoveraner und Deutsche Reitponys. Habe festgestellt dass letztere nicht meins sind ( sprich : Ich hab fliegen gelernt , ausschließlich von Deutschen Reitponys xD).

    Dadurch hab ich dann nochmal pausiert. Es war kein Pferd mehr dort mit welchem ich zurecht kam, und ich wollte nicht nochmal gegen die Wand krachen und vergessen wie man atmet. :pfeif:

    Durch die Schulzeit hatte ich Praktika auf Reiterhöfen gemacht, und Quarters kennen gelernt. :herzen1:

    Obwohl eigentlich nur Hofarbeit gedacht war, kam ich dort dann doch irgendwie aufs Pferd. 5 verschiedene Pferde, darunter ein Hengst. Hätte ich das Geld gehabt, hätte ich mir dort eins gekauft. Am Liebsten das Hengstchen, es war einfach nur toll von der Art her! So überhaupt nicht wie ich andere vorher kennen gelernt hab. Einfach ein total nettes Pferdchen mit Humor, das Alles richtig machen wollte. :herzen1:


    So kams, dass ich die Quarters so mag. Die waren auch nicht so übertypisiert oder kaputt wie manch andere Rassevertreter.

    Aber es wird wohl immer ein Träumchen bleiben.

    Wieder Reitschulbetrieb stell ich mir schwierig vor. Allein schon deshalb weil ich die Western Reitweise lieber mag ( nicht verwechseln mit dem Sport, ich meine da eher dass man nicht permanent Hilfen geben muss und die Zügel eher eine Art Notbremse sind, und ich mich besser drauf konzentrieren kann vernünftig im Sattel zu sitzen), und man das fast nirgends findet.

    Aber ich bin da auch nicht so versessen drauf. Es ging mir immer mehr ums Pferd an sich, als ums Reiten gehen. Bodenarbeit oder Pferdegassi macht ja auch Spaß. |)

    Ich überlege was ich schreiben soll, hab aber ehrlich gesagt keine Ahnung wo ich ansetzen sollte.

    Seit ich denken kann, war fast immer ein Hund in der Familie.

    Aber der Bezug war halt immer anders.

    Hund 1 war ein DSH-Mix Rüde ( laut TA mit vermutlich Bracke, kann aber auch irgendwas anderes Mittelgroße, kurzhaariges mit Schlappis gewesen sein) namens Willy. An ihn erinnere ich mich kaum, und aufgrund eines Beißvorfalls hat meine Mutter ihn von den Kindern getrennt ( meine Schwester hat Mist gebaut und ihn bedrängt, daraufhin hat man etwas überreagiert und den Hund als gefährlich erachtet, obwohl er bspw mir ggü soweit ich mich erinnern kann, nie Aggressionen gezeigt hat).

    Ich erinnere mich vor allem an den Tag, an dem er eingeschläfert wurde. Jeder hat geweint und ich hab es damals nicht verstanden.

    Hund 2 ist Susi. Sie lebt immernoch. Zwischen Willys Tod und ihrem Einzug lagen nur ein paar Monate. Als sie eingezogen ist, ging ich noch in den Kindergarten.

    Sie ist für mich lange wie "mein Hund" gewesen. Richtig gemerkt hab ich das erst mit 13. Da war sie schon 7 Jahre alt, und ich hab sie erzogen und an den ein oder anderen Problemen gearbeitet.

    Das waren für mich die ersten richtigen Bezüge bzgl "so fühlt es sich also an mit Hunden zu arbeiten".

    Mit ihr fing auch bspw meine Forenzeit an. Sie war nicht ganz einfach, und das ist sie heute auch nicht. Vor allem gesundheitlich gab es immer Probleme, und eben wegen ihrer Allergien, kam ich zum ersten Mal in ein Hundeforum, um nach Rat zu fragen.

    So ergab es sich dann auch dass ich bspw ein Erziehungs Tagebuch geschrieben und ins Forum gestellt hab, aber inzwischen gibt's das nicht mehr.

    Susi war immer der Hund meiner Eltern, bzw wird immer der Hund meiner Mutter sein ( und ihr letzter Hund bleiben), trotzdem war sie fast ihr ganzes Leben über einfach so, als wäre sie meine Hündin. ( Erst nach Lilos Einzug merkte ich so richtig dass es nicht so ist)

    Der erste Eigene Hund, zog 2019 ein.

    Vorher hatte ich auch mit fremden Hunden Erfahrungen sammeln können, und hab mich über Jahre informiert welche Rasse es sein sollte.

    Auch wenn ich mich in zwei Tierheim Hunde verguckt hatte, kam für mich der Tierschutz nicht in Frage ( Die Art Hunde die ich dort bevorzuge, passen einfach nicht. Zum Anderen Bedenken dass ich aufgrund meines Alters dort ohnehin keinen Hund bekommen würde, und vor allem wollte ich wissen wo mein Hund her kommt und wie die Gesundheit der Rasse steht, um eine ähnliche Krankgeschichte wie die von Susi weitgehend vermeiden zu können).

    Immer wieder kam der Mittelschnauzer auf, welcher es schlussendlich auch wurde.

    Ich hab sehr viel über diese Rasse gelesen und ich hab Halter mit ihren Hunden kennen gelernt. Trotzdem wurde es spontaner als geplant, und trotzdem lief auch nicht alles so wie ich es gedacht hätte.

    Ich wollte zB einen Hund der zwar wachsam sein darf, aber dennoch Verträglich ist. Einen Hund der Alltagstauglich ist, und Fremden ggü einfach desinteressiert.

    Genau das war mein Eindruck bzgl des Schnauzers im Allgemeinen - Ein Hund der zwar sehr wachsam sein kann, sich im Kern für Fremde Menschen und Hunde allerdings einfach nicht interessiert.

    Als meine erste, eigene Hündin eingezogen ist, hab ich mir Dann manche Dinge schwerer vorgestellt, und andere leichter.

    Zwecks Welpe an sich hatte ich denke ich nen Glücksgriff. Sie hat nix teures kaputt gemacht, ich konnte die Nächte durch schlafen da nachts Stahlblase, sie neigt nicht zum übermäßigen kommentieren, allein bleiben ging relativ gut, ect...

    Ich hab dann trrotzdem ein paar Dinge festgestellt die mir vorher nicht so klar waren :

    - Futter war ein schwieriges Thema. Ich hab gedacht der Hund bekommt halt einfach ein gutes Trockenfutter, evtl Nassfutter und dann gibt sich das. So ein Hund leidet ja nicht übermäßig an Allergien, warum sollte ich mir da besondere Gedanken über das Futter machen?

    Und am Ende bin ich beim Barfen gelandet. Katastrophe! Jemand Unerfahrenes barft einen jungen Hund im Wachstum! Aber es war der Einzige Weg. Sie hatte keine Parasiten, es lag nicht an einem Infekt, auch nicht an der Bauchspeicheldrüse. Es war schlicht das Einzige was sie ohne Bauchschmerzen bzw Durchfall vertragen hatte...

    - Die Sache mit der Wachsamkeit und Verträglichkeit, hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

    Boa, das Tier bekommt dauernd eine Bürste! Kannte ich vorher bei keinem Hund, macht die bestimmt um größer auszusehen, und bestimmt setzt schon der Wachtrieb ein.

    Nee, setzen, 6! Das Tier is einfach nur unsicher hoch 100, und Kamm stellen ist das selbe wie Gänsehaut. Wieder was dazu gelernt :woozy_face:

    - Vielleicht war das Ignorante das ich von anderen Schnauzern vorher kannte, doch ein ordentliches Stück Arbeit? JETZT verstehe ich den Typ ( Züchter MS P/S) auf Messe, der mich und meinen Ex nicht für voll genommen hat. Aha!

    - Misstrauen bedeutet offenbar doch nicht dass der Hund intuitiv weiß wer gut und böse ist.

    - Dieser Hund reagiert erheblich kleinlicher auf mein Verhalten, als es Susi je tat.

    - Scheiße, wenn das so weiter geht, hab ich statt meines lang ersehnten eigenen Hundes, einen Hund mit Einstufung! Shit!


    Aber - und das ist der Punkt : Ich glaube ohne die ganzen Vorigen Erfahrungen, hätte ich das nicht stemmen können.

    Heute bereue ich es keine Sekunde mich für diesen Hund entschieden zu haben.

    Und natürlich macht jeder mal Fehler oder hat falsche Weißheiten im Kopf, aber schlussendlich ist das finde ich schlicht Anfängertypisch.


    Was an diesem Thema so tricky ist :

    Hund 1 ist nicht mein Ersthund.

    Hund 2 irgendwie auch nicht.

    Hund 3 aber auch irgendwie nicht.

    Hund 2 ist eigentlich mein erste Hund mit dem ich Erfahrungen gemacht hab, Hund 3 aber erst der, für den ich die komplette Verantwortung trage.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass ich mit Lilo klar kommen würde, wäre sie mein aller Erster Hund. Und auch wegen ihr, weil ich sehe wie viel anders sie im Vergleich zu Susi ist, empfehle ich auch die Rasse nicht gern weiter.

    Ich glaube Susi war ein solider Hund für erste Erfahrungen. Wenn ich was verbockt hab, hab ich es gemerkt ohne dass sie es mir krumm genommen hat. Sie reagierte darauf entweder mit Ignoranz oder Abwehr - kann man nicht verkennen. Im Zweifel hat sie halt Abstand gehalten. Sie ist komplett unsensibel und eigenständig genug, um sich nicht übermäßig um mich zu scheren.

    Meine Anfängerfehler haben da nix kaputt gemacht oder den Hund versaut.

    Mit einem anderen Hund, wäre das anders gewesen.

    Ich kann allerdings keine Antwort konkret bzgl des Ersten Hundes bieten. Wie gesagt ka wo ich diesen genau einordnen soll.

    Aus diesem Grund ( Edit weil langsam - ich meine zu schnell in Problemsektoren rutschen) würde ich auch bspw ausschließlich mit Lilo mit machen, und lass Susi außen vor.

    Sonst wäre ich schnell bei Dingen wie bspw Hund mal gründlich baden, Krallen schneiden üben, Zähne putzen üben und Ähnliches.

    Das Ding bei ihr ist halt dass wahnsinnig viel weg fällt, bzw eigentlich Alles. Sie ist da gesundheitlich inzwischen schlicht zu doll angeschlagen mit ihrem Herz, dem Cushing, ihrer Demenz und den ganzen Alterswehwehs.

    Ansonsten kann man aber natürlich auch Dinge rein werfen bzgl Körperpflege zB.

    Bürsten, Augen checken, Ohren checken, überall anfassen, Hund baden, Krallen Pflege ( wenn man sich das schneiden nicht traut, zumindest Krallen untersuchen), Zahncheck und Co. Halt einfach mal nen Beauty Day für den Hund.

    Allgemein denke ich dass dieser Faktor je nach Hund und Mensch ganz weit gegen die Komfortzone gehen kann.

    Für Einige ist es zB Gang und Gebe dass der Hund alle paar Monate oder Wochen in die Dusche kommt, für Andere kommt es nur dann in Frage wenn der Hund stinkt.

    Die einen checken regelmäßig die Zähne und Ähnliches und hängen sich auch am Medical Training doll rein, Andere sehen das vielleicht weniger ernst ( um diejenigen die da ordentlich dran zu arbeiten haben geht's hier ja nicht, weil das dann in den Problemthemen Sektor kommt).


    Und was auch noch interessant sein könnte :

    - Beibringen nützlicher Tricks

    Man könnte sich überlegen, wobei einem der Hund helfen kann, und schauen was davon man ihm beibringen könnte.

    Lilo kann mir zB eine verloren gegangene Fernbedienung bringen, wenn ich ihr eine Andere hin zeige. Auch hab ich ihr beigebracht den Ampelschalter zu betätigen. ( Das kommt in der Öffentlichkeit übrigens bei ganz vielen Leuten echt gut an und führt zum Staunen. Lilo dagegen macht es einfach Spaß den gelben Knopf zu finden, und dann einen Keks abzusahnen)

    Zwecks der Übergabe an die Hand einer anderen Person, würde ich die Grenze zB so ziehen :

    - Traut man der entsprechenden Person, ist es ok

    - Kommt der Hund damit zurecht, ist es ok

    - Ist die Person überfordert, muss man abbrechen

    - Hat der Hund Angst vor dieser Person oder ist ihr ggü aggressiv, lässt man es ebenfalls

    Das heißt - Ich würde in dem Fall bspw passen, es sei denn ich hätte eine fremde Person im Bekanntenkreis mit der Lilo kein Thema hat, weil sie bspw den dazugehörigen Hund mag ( Lilo Logik - wenn der Hund okay ist, geht eigentlich auch der Mensch, aber nur dann!).

    Ich denke mal grundsätzlich fängt ein Problemthema dort an, wo man ein ungutes Bauchgefühl hat, oder Unsicherheiten zu groß sind.