Beiträge von Terri-Lis-07

    Ich sags mal so : Ich finde es im Alltag unglaublich praktisch, dass sich das Schnuff auch dann zusammen reißen und im Gehorsam stehen kann, wenn ihr Aufregungslevel grad ganz weit oben ist.

    Also zB, wenn wir wie vorhin ein Cityreh treffen, ich warten möchte ob es den Weg verlässt, und mich dann doch in Ruhe dafür entscheide, einen anderen Weg zu gehen, weil ich sehe dass das Reh vollkommen entspannt mitten im Weg bleibt.

    Dabei würde sie natürlich liebend gern hinterher, und möglicherweise etwas Bambi Braten kosten, aber sie bleibt bei mir, springt nicht in die Leine, setzt sich hin, bzw läuft halbwegs gesittet einfach mit mir mit.

    Ähnlich ist es bei anderen Hunden, bei Igeln, wenn sie etwas creepy findet oder sie sonst was in Aufruhr bringt.

    Das ist keine Aufregungsregulierung ( was für ein Wort), sondern Selbstbeherrschung.

    Lilo bekommt sowas sehr gut hin.

    Aufregungsregulierung ist für mich eher sowas wie in folgender Situation :

    Ich gehe mit ihr durch die Stadt, ein anderer Hund ist hinterm Zaun, und ich würde gern die Straßenseite wechseln um vorbei zu gehen, ohne dass es auf einer der beiden Seiten eskaliert.

    Der Hund hinterm Zaun ist semi begeistert und sagt zum Schnauz,, Ey, das mein Garten, hinfort mit dir! ". Lilo wiederum regt sich auf, weil sie angeblafft wird.

    Nun kann ich nicht einfach so über die Straße gehen, weil Verkehr. Und vielleicht nicht einfach so umdrehen, weil hinter uns bspw eine Katze im Busch sitzt ( mir fällt grad kein besseres Beispiel ein).

    Lilo hat nun also die Möglichkeit, ruhig abzuwarten, oder sich weiter aufzuregen.

    Ich hab sie absitzen lassen und meine Aufmerksamkeit auf die Straße gerichtet, und Lilo tat das relativ zügig auch. Sie wusste, dass ein paar Meter weiter noch der drohende Hund hinterm Zaun ist, entschied sich aber dafür, runter zu fahren und diesen Hund zu ignorieren. Sie war also deutlich entspannter.

    Und das ist jetzt auch das, was ich unter der Aufregungsregulierung verstehe - eben die innere Aufregung regulieren.

    Wobei ich mich da auch nicht wirklich mit auseinander gesetzt habe. Aber das kommt doch hin oder?

    Ich erinnere mich grad an eine echt unangenehme Story :

    In den Salon kam eine Frau mit English Springer Spaniel. Sie war das erste und letzte Mal da.

    Mir hat nämlich niemand gesagt, dass dieser Hund ausgestellt wird :see_no_evil_monkey:

    Kurz - ich hab versucht mein bestes zu geben, und wurde sowohl von der Besitzerin des Hundes, als auch meiner Chefin rund gefaltet.

    Die gute Frau hat es erst ganz zum Schluss erwähnt.

    Horror :see_no_evil_monkey:

    Ja, gibt es.

    Beispiel Westie ( da bekam ich über Susi schon öfter zu hören, dass "rasierte Beine" ja voll kacke aussehen).

    Hier ist die Ausstellungsfrisur so, dass der Kopf möglichst Ballförmig geschnitten wird, so, dass nurnoch die Ohrspitzen raus schauen. Brust/Bauchbehang geht fast bis zum Boden, und auch die Beinbehaarung ist stark ausgeprägt.

    Im Alltag werden die meisten Westies etwas natürlicher gehalten - moderaterer Kopf, kürzerer Behänge, kürzere Beinbehaarung. Also eher wie beim Cairn, das kann man denke ich gut mit der Ausstellungsfrisur vergleichen.

    Bei Susi kommen Behang und Beinbehaarung ganz ab, und der Kopf ist insgesamt kürzer. Gibt vereinzelt Westie Halter die es auch so handhaben. Das Problem ist nur, dass Westies die so geschnitten sind, meistens geschoren sind, aber das geht auch mit Trimmen ganz gut.

    Beim Schnauzer geht auf Ausstellungen der Trend zu immer mehr Bart, immer plüschigere Beine, und markant geschnittene Augenbrauen. Also deutlich mehr Behang und Bart, als bei Hunden die nicht ausgestellt werden.

    Beim Russischen Terrier bspw sieht man nen deutlichere Unterschied.

    Auf Ausstellung lässt man auch hier deutlich Bein- und Brustbehaarung stehen. Außerdem eine sehr ausgeprägte Gesichtsbehaarung ( also das Gesicht ist dann genauso zu wie beim Briard). Beim Bouvier des Flandres bspw ist die Frisur ähnlich, nur die Fell Beschaffenheit anders.

    Im Alltag haben beide weniger Plüsch, und bekommen das Gesicht frei geschnitten. Das sieht dann eher aus wie eine moderate Schnauzer Frisur, mit kürzerem Bart und wenig bis garkeine Augenbraue.

    Ein Anderes Beispiel sind sämtliche Bichonrassen und einige andere Begleithunserassen. Die werden in aller Regel auf Ausstellung lang gelassen, bzw haben sie dort oftmals Boden langes Haar. Ist zB beim Malteser, Havaneser, Tibet Terrier, Shih Tzu oder Yorkie so.

    Im Alltag werden sie fast alle kurz gehalten ( wobei bspw ein bodenlang gehaltenes Shih Tzu Fell auch echt tierisch Pflege aufwendig ist).

    Wo man dann allerdings kaum Unterschiede zwischen Alltag und Show findet, wäre bspw beim Irish Terrier, Parson und Jack Russell Terrier, Drahthaar Foxl, Russisch Toy oder Papillon.

    Beim Airedale und Welsh sind die Unterschiede auch nicht viel anders. Unterscheidet sich auch hier praktisch nur in der Ausprägung der Behänge und des Bartes.


    OT : Ich finde es gut auch gut dass die Seitenlänge Diskussion endlich geklärt ist :)

    Weil es grad passt :


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    Gibt's ab Donnerstag bei Lidl.

    Wenn also jemand ein günstiges 5 Meter Modell für die dunkle Zeit sucht, und es keine Flexi sein muss. ^^