Ich bin ebenfalls mit Hund aufgewachsen und kenne es quasi fast nicht ohne.
Bereit gefühlt für meinen Eigenen, hab ich mich, als ich wusste was für ein Hund es werden soll, und mir sicher war dass ich das das hinbekomme/ich damit zurecht komme ( also sowohl mit einem Welpen, als auch - was noch wichtiger ist - dem Typ Hund der es werden sollte).
Deshalb wäre mein Rat - Lern Labradore kennen.
Lernt Hunde in dieser Größe kennen, bzw führt Hunde in dieser Größenklasse aus ( Tierheim).
Versucht euch ein Bild zu machen, wie das ganze im Alltag aussehen könnte - sowohl im positiven als auch negativen.
Wenn ihr euch für die richtige Rasse und einem passenden Individuum entscheidet ( bei letzterem wird euch ein erfahrener + seriöser Züchter sehr helfen), habt ihr quasi schon die halbe Miete.
Labradore haaren viel, lieben Dreck und nasses Wetter ( die meisten zumindest) - Überlegen ob es ein Problem wäre, öfter putzen zu müssen oder öfter mal mit einem glücklichen, nassen, Matschebraunen Hund mit Eau de Tümpel Geruch nach Hause zu kommen ( oder diesen ins Auto zu laden).
Für mich bspw wäre das nix.
Zur Welpen Zeit :
Die hab ich mir schlimmer vorgestellt als sie war.
Ich hab damit gerechnet dass einige Dinge kaputt gehen werden und ich die erste Zeit über nicht durch schlafen kann.
Dass der Hund evtl kein mm allein bleiben kann, zieht wie ein Ochse und die Beißhemmung lustig werden könnte.
Ich bekam dann quasi einen Welpen, der in vieler Hinsicht recht unkompliziert war.
Beißhemmung kein Thema - das Tier hat schnell kapiert dass Zähne auf Hand tabu ist.
Allein bleiben ging kurze Zeit lang immer etwas mehr - ohne Schredderei oder Jaulerei.
Nachts konnte ich fast immer durch schlafen, da hatte sie eine Blase aus Stahl.
Leinenführigkeit hat sie schon ganz viel von ihrer Züchterin gelernt - die Basics waren schon gelegt, musste ich nicht aufbauen.
Kaputt gemacht hat sie "nur" Strickzeugs und Ähnliches - also nix Wertvolles ( Dinge wie Schnürsenkel, Kopfhörerkabel oder Rucksackträger eben).
Zur Ruhe kam sie selbst.
Und sie hat wahnsinnig schnell gelernt.
Probleme zur Welpen Zeit waren eher dass sie erstmal nen ziemlichen Kulturschock hatte ( vom Land in die Stadt und der ganze Umzugsstress), draußen alles Mögliche in die Schnauze genommen hat ( vor allem Eicheln), ihr Futter nicht gut vertragen und gefressen hat, und dass wir nicht in Ruhe vor die Tür konnten, ohne dass irgendein Mensch unbedingt knuddeln wollte ( und man glaubt nicht wie penetrant Welpenknuddler sein können, wenn man es nicht selbst erlebt).
Oh und um es nicht zu vergessen - sie war als Welpe unfassbar Unfallgefährdet ( und hat sich schlussendlich tatsächlich was gebrochen).
Pubertät war dann schon deutlich anstrengender...
Informiere dich auf jeden Fall auch über Versicherungen.
Haftpflicht is eh Pflicht, aber je nach eigenem Ermessen ist auch eine OP Versicherung bspw sinnvoll.
Ich weiß nicht wie es genau beim Labrador ist, aber so ein Jungspund kann irre tollpatschig sein, und baut dem entsprechend schneller mal nen Unfall als ein bereits Erwachsener Hund ( + dass aufgrund des Wachstums die Knochen leichter brechen können).