Beiträge von Terri-Lis-07

    Danke! Aber nee, eigentlich ist die Optik echt wurscht. Es geht mir vor allem um einen gewissen Hundetypus, da mag ich die Dobis einfach gerne. Diese Mischung aus Clown und bitterernst, immer zwischen Genie und Wahnsinn aber auch immer in der Kooperation mit seinem Menschen (nur dass man eben auch immer darauf achten muss, was man dem Hund gerade - im Zweifel ausversehen - mitteilt) und allzeit bereit, gemeinsam zu arbeiten.

    Und deshalb hab ich den Schnauzer empfohlen. Die ticken da nämlich seeehr sehr ähnlich ( gut, bissl weniger Wahnsinn und mehr Eigensinn) und ich kann mir vorstellen rein vom Wesen her könntest du mit einem Riesenschnauzer ganz happy werden.

    Ich denke da jetzt eher an Typen Richtung Arielle von Wonder2009

    Also von der Optik her wird man das schlecht finden können, aber ich meine da einfach Arbeitstyp in drahtiger.

    Die Tendenz liegt zumindest bei den Rüden leider zu riesig/gibt's relativ oft Rüden mit 50 Kilo plus, und ne 60 Kilo Wuchtbrumme in worst case wäre für den Job echt zu schwer glaub ich :hust:

    Hündinnen fangen bei 35 Kilo an, ein zierliches Exemplar wäre da denk ich voll in Ordnung.

    Auch ein Mittel könnte passen.

    Viele Dinge die du zum Mittelschnauzer liest, kannst du - aufgrund dessen dass es mal die gleiche Rasse war, auch auf den Deutschen Pinscher übertragen.

    Das Problem beim Pinscher ist allerdings, dass man leider auch mal durchaus eher nervöse oder nicht wesensfeste Hunde sieht, da der enge Genpol der Rasse echt nicht gut tut ( trifft auch mehr oder weniger auf den Mittelschnauzer zu).

    Jedenfalls zum Mittelschnauzer : Die sind nen Ticken eigener als die großen Verwandten weil ursprünglicher. Also nicht ganz so auf Mitarbeit gezogen, ne Spur eigensinniger.

    Aber durchaus für die Rettungsarbeit geeignet, wenn du nicht grad so ein "Menschen sind grundsätzlich Kacke" - Exemplar erwischst wie meine es ist.

    Ich bin mir zB sicher dass sie an Rettungshundearbeit oä Spaß hätte und den Job ganz zuverlässig machen würde, aber sie würde die Personen nicht nur verbellen sondern stellen :hust:

    Der Deutsche Pinscher ist den Schnauzern sehr ähnlich, allerdings deutlich feiner in allem.

    Scshnauzer sind Grobiane. Zwar gewissermaßen sensibel, aber haben halt einfach ne Trampeltierneigung :pfeif:

    Pinscher sind etwas sensibler, haben oft etwas mehr Schärfe ( zumindest als die moderneren Schnauzer Typen), aber sonst gibt sich da nicht viel.

    Ein wesensfester, netter Deutscher Pinscher könnte sicherlich gut passen, aber den wirst du erstmal suchen müssen.


    Ansonsten hab ich den Airedale genannt, weil es relativ viele in der Rettungshunde sparte gibt, und sie vom Typ Hund her ebenso recht ähnlich sind, dabei allerdings fremden Menschen gegenüber in der Regel toleranter.


    Ansonsten werf ich noch den Briard ein, wenns nicht zu viel Fell ist.

    Susi war auch ne Zeit lang unbelohnbar.

    Spielen doof, streicheln doof, Kekse doof oder wurden nicht vertragen, überhaupt Gassi gehen war doof...


    Am Ende bin ich mit ner Dose Nassfutter und Gabel in der Hand Gassi gegangen. Für Aufmerksamkeit gab's Futter, wenns gut lief gleich die ganze Portion.

    Hab dann so lange ne Dose mit mir rum geschleppt, bis ich mal was gefunden hab was als Leckerli ging.

    Allerdings wars hauptsächlich

    gesundheitlicher Ursache ( Allergie/Unverträglichkeit, damals haben wir grad ne Ausschlussdiät gestartet), und lag zum sehr großen Teil daran, dass sie einfach keinen Nutzen drin gesehen hat mit mir Gassi zu gehen.

    Ich war aus ihrer Sicht halt da. Hat sie nicht gebraucht, hat ihr die Couch gemopst, war halt nix Besonderes.

    Als sie gemerkt hat dass es draußen auch geil sein kann, und es sich rentiert etwas mit mir zu tun ( huch, es macht ja Spaß, krasser Scheiß), gings auch wieder.

    Aber sie blieb lange Zeit schwer motovierbar. Leckerli hat sie zwar angenommen, aber sie war nicht ihr ganzes Leben lang verfressener Müllschlucker. Ganz viele Dinge die drinnen cool waren, waren draußen piep egal.

    Der Trick war dann am Ende getrocknetes Single Protein mit perfektem Eau de Stink.

    Aber das war erstmal ne Sucherei.

    Und wenn Madame kein Bock hatte, hatte sie kein Bock. Und sie hatte sehr oft keinen Bock.

    Alles musste nach ihrer Nase gehen.

    Und auf negative Verstärker und Strafreize war sie genauso stumpf.

    Da war überhaupt keinerlei Ambition vorhanden irgendwas für mich oder für nen schnöden Keks zu tun.


    Lilo ist da ein Traum.

    Reagiert auf Ansprache, auf nen Knuddler, auf rum springen, Kekse, Spielzeug, so tun als wäre da irgendwo irgendwas interessant, irgendwas tragen dürfe, whatever...

    Bei Susi konnte man überlegen wie man lustig war, die Reaktion war fast immer :

    *Blablablablabla*,, Biste endlich fertig? "

    ,, Alter du brauchst nen Psychologen."

    *umdreh*,, Bye Bye, wir sehen uns dann vor der Haustür! "

    Was sich bei mir eingeprägt hat :

    Ich hab einen Hund kennen gelernt, hab mit ihm unter Traineraufsicht gearbeitet ( war total ungeplant und hat sich einfach so ergeben) und nach und bekam von fast jedem der mich mit dem Hund gesehen hab gesagt, dass das voll gut passt, dass ich mit dem Hund total gut klar komme und ich es doch mal versuchen solle ob ich ihn nehmen könnte.

    Also, ich wurde da echt gelobt für, der Hund ist mir in der kurzen Zeit total ans Herz gewachsen und ich hab wirklich überlegt es zu versuchen ( natürlich nur mit Anleitung und nicht alleine, war damals nichtmal volljährig).

    Ich finde es vollkommen nachvollziehbar jemandem in dem Alter keinen Hund zu vermitteln, vor allem wenn dieser noch ne richtige Macke hat und anderweitig schon Trainer an diesem Hund gescheitert sind.

    Aber, was mich echt abgefuckt hat :

    Man hat mir Honig ums Maul geschmiert.

    Man hat mich versucht zu überreden.

    Wofür?

    Damit dich dann am Ende die versammelte Mannschaft auslachen kann.

    Man hätte mich zur Seite nehmen können und mir abraten können. Man hätte mir sagen können aus welchen Gründen das keine gute Idee ist und nicht passieren wird, ich hätte es verstanden und mir garnicht erst die Mühe gemacht.

    Joa, stattdessen wirst lieber vor geführt, nur weil du jung ( und damit offensichtlich dumm) warst. Wow ^^


    Aber is ja auch nicht das Einzige.

    Jedes Mal wenn ich in nem Tierheim war, hatte ich das Gefühl dass man in irgendeine Schublade gesteckt wird und man garnicht neutral sein kann.

    Jedes Mal als ich mit Züchtern gesprochen habe, wurde ich als normaler Mensch wahr genommen.

    Das Seltsamste beim Züchter, war bisher dass ich geschrieben hab, mich auf der Homepage umgesehen zu haben und mich aus den und den Gründen diese Rasse werden soll/einfach Interesse hab und nach nem Züchter suche ( grob zusammen gefasst).

    Das wurde positiv aufgefasst, und man hat mir gleich angeboten mich auf eine Warteliste setzen zu lassen wenn ich warten kann.

    Ich hab gesagt dass das passt und wir nicht sofort nen Welpen brauchen, es sehr nett wäre, und noch ein paar Fragen gestellt ( über die ich auf der Homepage keine Antworten bekommen habe).

    Also wie die Welpen aufwachsen, wie die potentielle Mutterhündin so drauf ist uÄ.

    Darauf bekam ich die Homepage verlinkt mit den Worten :,, Bitte, schauen Sie auf meine Homepage. "

    Ich dachte mir so : Wow, schon mitgekriegt dass die angedachte Mutterhündin dort noch ein Welpe ist/seit 2 Jahren nix mehr passiert ist?

    Man hätte auch einfach meine Fragen beantworten können oder um ein Telefonat bitten oder so. Die Homepage beantwortet mir nicht das was ich gern wissen würde :pfeif:

    Im Endeffekt ist die Züchterin damit für uns auch raus.

    Nachtrag : Oh ja die Tollpatschigkeit!

    Die sollte man mMn nicht unterschätzen.. Ich weiß nicht wie dein Welpe gestrickt ist, aber Lilo war da bspw ein richtiger Tollpatsch, und zusätzlich ist sie komplett Schmerz-unempfindlich.

    Die hat sich so oft so doof weh getan, dass ich gesagt hab :,, Wenn dieser Hund die Jugend übersteht ohne sich ein Bein oder das Genick zu brechen, grenzt das an ein Wunder. "

    Joa, am Ende hat sie sich dann nur ein Zehengelenk gebrochen. Hätte schlimmer sein können.

    Und wie? War kein spektakulärer Unfall. Sie war nur sehr hüpfdoingig unterwegs, hat sich megamäßig gefreut und dabei es irgendwie geschafft die Hinterpfote gegen eine Schrankecke zu feuern ( so doll, dass ein Stück Knochen aus dem Gelenk gebrochen ist und das Sesambein hinüber war).

    Weil junge Hunde allerdings auch wahnsinnig schnell wieder zusammen wachsen, und der TA vom Röntgen abriet, gingen wir davon aus, dass es vermutlich nur geprellt war.

    Meine Lehre daraus : Der nächste Welpe wird zumindest das Erste Jahr über zusätzlich versichert, für den Fall dass er sich was wirklich doof bricht und unters Messer muss :see_no_evil_monkey:

    Aber, ich hab keine Ahnung ob ein Sheltie da ähnlich suizidal unterwegs sein kann wie ein Schnauzer...

    Dinge auf die ich bei Lilo geachtet habe :

    - überall anfassen lassen ( also wirklich überall, auch zwischen den Zehen, Zahncheck, Ohrencheck, Augencheck)

    - Fellpflege ( was bei der Rasse halt ansteht)

    - Die Badewanne/Dusche ist was voll Normales und Wasser von oben kannst du überleben

    - Aushalten können dass einfach mal garnix passiert

    - kennen lernen der Umgebung

    - kennen lernen der Stadt ( da kams mal mit in nen Park, in ein Einkaufszentrum, zum Fressnapf, in die Innenstadt... Aber ich lebe halt auch städtisch)

    - Bus und Bahn kennen lernen

    - alleine bleiben ( von Anfang an, relativ beiläufig) - dazu gehörig, du kannst mir nicht überall nach laufen

    - Leinenführigkeit ( wobei hier die Züchterin schon viel Vorarbeit geleistet hat, ebenso bei der Fellpflege)

    - ganz viel Fremde Menschen unterschiedlichster Art angucken ( Betonung lag wirklich auf angucken - da gings mal an der Kita oder am Seniorenheim vorbei und man hat mal geplauscht)

    - unterschiedliche Hunde sehen ( kennen lernen natürlich nur wenns ne guzte Idee ist)

    - andere Tiere kennen lernen ( in unserem Fall warens Hühner, Schafe und Pferde - Rinder hat sie bisher tatsächlich noch nie gesehen :see_no_evil_monkey:)

    - Dinge die du nicht haben darfst werden in etwas getauscht das in Ordnung ist


    Und weil ja im Laufe der Erfahrung mehr Dinge dazu kommen, wird der nächste Hunde definitiv auch Folgendes lernen :

    - Zähne nicht nur angucken, sondern auch putzen lassen

    - Ohren nicht nur angucken lassen, sondern auch Manipulation zu lassen ( was eben außerhalb des Gehörgangs möglich ist)

    - auf nem Tisch stehen ( ich hab für Lilo nie nen Trimm Tisch benutzt - Skandal :o )

    - Wenn du bei mir bist, bist du safe, da kann dir keiner auf den Sack gehen ( bei Lilo bin ich am Fernhalten Fremder Menschen gescheitert, beim Nächsten Hund werde ich definitiv deutlicher sein)

    - Allgemein dieses ich Regel für dich, wenn es die Situation erfordert


    Auf Föhn, Staubsauger und Co hab ich nie viel Wert gelegt, das ist halt einfach beiläufig in Alltag passiert. Lilo findet beides gruselig.

    Wenn ich mir die Haare föhne, muss sie das bspw grundsätzlich auf Distanz beobachten, bereit jederzeit zurück zu springen, aber sie muss es im Auge behalten. Aber weil sie vermutlich nie geföht werden muss, und es wirklich nur Skepsis ist, hab ich damit kein Problem ( hätte ich nen Hund den ich blowern muss, wäres blöd ^^).

    Beim Staubsaugen sehe ich den Vorteil drin, dass ich keinen Hund im Weg hab. Ich halte mich dabei aber trotzdem kurz, weil ich nicht will dass das zu viel stresst.


    Bei Susi hatten wir damals einfach sehr viel versäumt. Also quasi alles außer der Stubenreinheit.

    Die ließ sich Zeit Lebens nicht richtig Abtasten.

    Fellpflege war immer schwierig.

    Den Staubsauger hat sie vehement attackiert.

    Beim alleine bleiben hat sie Kabel mit Strom drauf zerfleddert.

    Leinenführigkeit war bis sie Erziehung genossen hatte, eine Katastrophe ( und dann auch nur bei mir möglich).

    Um nur nen paar Beispiele zu nennen.

    Dem entsprechend sind mir grade das anfassen lassen, Fellpflege, allein bleiben können und Ähnliches wichtig.

    Und seit Lilo vor allem auch, dem Hund wirklich Sicherheit zu geben wenns gebraucht wird, und auch Zähne putzen, weil ich mit ihr die Erfahrung gemacht hab dass es Hunde gibt die bereits sehr früh Zahnstein bekommen können.


    Insgesamt hab ich es allerdings dosiert. Also möglichst integriert in den Alltag, nicht zu viel auf einmal, aufhören wenns gut klappt.

    Dafür dass ich Lilo bspw sehr früh schon mit ins EKZ genommen hab, wurde ich kritisiert. Hat aber trotzdem gepasst, die ist im EKZ damals einfach auch mal eingepennt, und heute ist es kein Problem sie mit zu nehmen, weil Menschenmassen nicht jucken und der Gang zu Fressnapf war für sie immer wie für ein Kind das Bällebad. Sooo viel tolle Sachen, da hat man durchaus die ein oder anderen Diebstähle versucht :hust: ( und ich konnte sie auf die Waage stellen).


    Zu der Frage wie lange es dauert bis zum alltagstauglichen Hund :

    Ich schätze dazu kann man keine Angaben machen weils sehr insividuell ist. Hat man jetzt nen Spätentwickler oder is der Hund früher fertig? Wohnt man ländlich oder städtisch? Wie viel muss der Hund können damit der Alltag funktioniert? Wo liegen die Stärken/Schwächen? Wie ausgeprägt ist die Pubertät?

    Ect...

    Wir hatten bspw mit 1,5 noch deutliche Einschränkungen ( das erste Jahr war am Anstrengedsten, im 2. Jahr hatten wir andere Themen und immernoch an unseren Gängigen Baustellen zu feilen).

    Jetzt wird Lilo bald 3 ( Ende April), und ich hab das Gefühl, es läuft.

    Also ich würde sagen dass es ab 2. langsam lief, und wirklich zuverlässig isses erst mit 3.

    Unter dem 2. Lebensjahr, oder zumindest bis 1,5 würde ich noch keine großen Hoffnungen haben.

    Allerdings, hab ich hier nen Spätentwickler einer mittelgroßen Rasse ohne wohne städtisch.

    Kann gut sein dass ein kleiner Hund bspw bereits 1 Jahr früher schon ähnlich zuverlässig geworden wäre wie Das Schnauz jetzt.

    Susi war erst mit 7 zuverlässig, aber vorher wurde sie halt auch nicht erzogen :pfeif:

    Ich find das Obere/Schwarze sieht prima aus.

    Aber ich kann nicht beurteilen wie weit es am Hals wirklich ist.

    Wenns beim Laufen schlackert oder auf die Schulterblätter rutscht, wärs mir zu weit.

    Ich finds ehrlich gesagt nicht verwunderlich dass Züchter bei Interessefragen und Besuchen positiv reagieren.

    Ich will garnicht wissen wie oft ein Züchter folgendes liest :

    ,, Hallo, Ich habe gesehen Sie haben Welpen. Was kostet denn einer? "

    Oder :

    ,, Hallo, Ich will nen Hund, wann haben Sie wieder Welpen?"

    Oder :

    ,, Ich will Rasse xy weil die sehen so schön aus/der von meinem Nachbar is so nett. "


    Natürlich fällt dann jemand der einfach Interesse an der Rasse zeigt, positiv auf. Das zeugt von ehrlichem Interesse, und welcher Züchter hätte denn nicht am Liebsten Interessenten die sich wirklich mit der Rasse auseinandersetzen möchten?


    ( Ansonsten stell ich einfach mal die Behauptung in den Raum dass die Anforderungen an einen Interessenten bei einer Rasse/einem Schlag der häufig auch in Anfängerhänden vertreten sind, häufig evtl nicht ganz so hoch liegen. :hust:)