Ich find auch es kommt sehr auf den Hund an.
Wobei ich tendenziell der Ansicht bin dass man ab einem bestimmten Alter dem Hund keinen Welpen mehr vor die Nase setzen muss.
Dein Hund ist 13,5 und gesundheitlich angeschlagen, das ist eine andere Ausgangslage als wenn Dein Hund bspw 9 oder 10 aber noch fit wäre.
Hier war das Alter ähnlich, allerdings war es nie Grundvoraussetzung dass die Hunde miteinander klar kamen. Es wäre schön gewesen, aber beide haben einander nie wirklich ein gutes Verhältnis aufbauen können weil sie - aufgrund des Altersunterschiedes - zu verschieden waren.
Zusammen Gassi ging nicht.
Omi wollte in Ruhe Zeitung lesen und konnte nicht mehr so schnell und so lange.
Der Jungspund dagegen wollte laufen, die Welt entdecken und fand es doof dass man warten musste.
Also hab ich es nach 2 oder 3 Versuchen auch wieder gelassen und die Hunde gingen einzeln.
Dazu kam dass beide Hunde komplett unterschiedlich kommuniziert haben ( wenn Omi was genervt hat wurde sie laut, während das junge Ding wesentlich feiner kommuniziert, und die Ältere aufgrund ihrer Einschränkungen bspw keine Drohgebärden rechtzeitig wahr nehmen konnte), und doch sehr verschieden Ticken.
Die Eine war sehr eigenständig, eigenbrödlerisch, laut, dickköpfig und neigte zum Überreagieren.
Die Andere ist sehr am Menschen orientiert, unsicher, misstrauisch, kleinlich, trampelig und temperamentvoll.
Die Eine wollte Ruhe, die Andere Action.
Am Schlimmsten waren im Grunde die ganzen Missverständnisse unter den Hunden. Sie haben nie wirklich miteinander kommunizieren können, weil wie gesagt : Was die Junge versucht hat Verständlich zu machen, hat die Seniorin nicht wahr genommen. Und was Omi versucht hat zu vermitteln wirkte auf das junge Ding seltsam bis irrational.
Allerdings wars auch so :
Unsere Omi war zu dem Zeitpunkt bereits schwerhörig, konnte kaum etwas sehen, sie war damals schon leicht dement, hatte Körperliche Baustellen und hat auch nur mit wenigen Hunden großartig interagiert ( das war schon immer so, sie hatte da immer ihren kleinen Kreis, mit den Hunden hat sie auch mal gespielt, und das wars dann auch - der Rest war immer nur "hallo und tschüss" und allgemein war sie nie wirklich verspielt).
Hätten wir für sie einen Hund dazu geholt hätte es ein jüngerer, netter Dackelrüde werden müssen zu einem Zeitpunkt, als sie noch fit war.
Aber weil die Hunde nichtmal zusammen leben mussten, hab ich sie diesbezüglich außen vor gelassen.
Wäre es unabdingbar gewesen dass beide Hunde zusammen leben, wäre er garnicht eingezogen.
Daher ist meine Lehre daraus : Zu einem gesundheitlich angeschlagenen und eingeschränkten Hund im 2-Stelligen Alter, werde ich nie wieder einen Welpen dazu nehmen.
Wenn, dann entweder vorher, oder ich warte bis er nicht mehr ist.
Oder vielleicht ein Hund der vom Alter her dazu passt, aber so eine kleine Seniorengang muss man denke ich auch erstmal wollen, und dann kommts immernoch stark auf die Hunde an.
Jedoch ists mMn einfach ein Muss dass sich die Hunde nicht nur tolerieren und nebeneinander her leben, sondern wirklich miteinander klar kommen und zusammen wachsen können.
Wenn das nicht geht, gönn ich dem Senior lieber seinen Lebensabend als verwöhnten Einzelprinzen. :)