Hallo zusammen,
sorry wusste leider nicht, ob ich mit dem Thema in dieser Kathegorie richtig bin und auch nicht, ob's schon mal angesprochen wurde. Wenn ja gebt mir bitte Bescheid.
Harry, mein Hund, hat so einige Macken bei der Begegnung mit anderen Hunden. Z.B. Mobben des unterlegenen, wenn zwei andere sich zoffen, Ressourcenverteidigung aufs übelste, wenn Spielzeug geworfen wird, ängstliche kleine Hunde erst recht einschüchtern und (inzwischen in Maßen) Rüden ähnlicher Größe besteigen.
Man könnte die Liste noch ein bisschen fortführen, z.B. begegnet er kleinen Provokateuren nicht mit Gleichmut und wenn zwei andere so richtig am Toben sind, möchte er die manchmal disziplinieren. Das habe ich aber jetzt nicht geschrieben, damit Ihr mir Tipps für seine Erziehung gebt, denn ich arbeite mit Hilfe einer Trainerin daran.
Aber da beginnt mein Problem. Um sicher zu sein, dass es zu keinen Zwischenfällen kommt, läuft Harry mit einer kurzen Schleppleine, die ich bei Erstbegegnungen mit fremden Hunden aufnehme und wenn die Sympathie stimmt, fallen lasse. Aber die Erstbegegnung an der Leine empfinden andere Hundehalter oft als "gefährlich". Irgendwie hat sich die Meinung durchgesetzt, ohne Leine können Hunde gut miteinander, wenn aber einer festgehalten wird, reagiert er aggressiv. Ich habe schon oft den Satz gehört: Das ist aber gefährlich.
Ich halte Harry im übrigen nicht fest. Die Leine wird kurz gehalten, aber immer locker solange sich die Hunde nur beschnuppern, auch wenn's etwas angespannt ist.
Jetzt meine Frage an Euch, wie würdet Ihr reagieren, wenn wir Euch so begegnen würden? Vertrauen haben, dass der andere Hundehalter weiß was er tut? Den Hundehalter ansprechen, warum er die Leine aufnimmt? Evtl. fragen, ob man selber anleinen soll? Ihn auffordern, die Leine abzumachen/fallen zu lassen? Schnellstens die Flucht ergreifen? Auffordern, dass wir uns nicht dort bewegen sollen, wo auch andere Hunde sind? Spaßeshalber einen eigenen imponierenden Hund immer wieder vorbeiführen? Wenn wir zügig weitergehen ebenso zügig den eigenen Weg weiterverfolgen?
Alles Reaktionen, die ich erlebt habe und immer wieder erlebe. Nur einen entspannten Umgang mit einem Hund der vollkommen offensichtlich nicht leinenaggressiv ist, aber im Moment per Leine mit der Hand seines Halters verbunden, erlebe ich selten. Meistens sind es übrigens die Halter von nicht abrufbaren Hunden, die was sagen. Wobei mir das egal ist, ihre dürfen ruhig rankommen. Meiner frisst ja nicht andere Hunde, ich möchte bloß mit Hilfe der Leine Situationen managen können.
Wow, was für ein Roman! Aber ich mach mich jetzt nicht nochmal ans Kürzen. Hab wahrscheinlich mein Anliegen verwässert. Aber es steht ja im Betreff. Haltet Ihr grundsätzlich angeleinte Hunde für gefährlich?
LG Appelschnut