Es ist von der gleichen Qualität, wie die Berichterstattung der Sensationspresse.
Es geht schon los damit, dass es sich um einen "angeblichen" Beissvorfall handelt, sondern nur eine kleine Revierstreitigkeit.
Tochter ist ihres Glaubens an Freund und Helfer Polizei und Feuerwehr beraubt, die sie um eine helfende Hand gebeten hat. Hat sie ja gar nicht. Oder doch? Gab es den Nachbarn mit der Harke, der die Hunde vertrieb nicht und das Mädel hat die Hilfskräfte alarmiert, damit sie die Hunde schonend nach Hause bringen?
Ich könnte so fortfahren und jeden Satz kommentieren. Mag ich aber nicht. Mutter sagt:
Die wahren Bestien sind die Einsatzkräfte, Tochter war eigentlich voll ausgebildet die Hunde zu händeln, hätte das auch geschafft, wenn sie nicht vergessen hätte, dass sie einen Arm im Gips hat. Hunde hatten sich total lieb und waren sowas von 110 % erzogen. Menschen hatten sie noch lieber als sich selbst.
Eins dieser Idealbilder der Hundewelt, haben die Einsatzkräfte mit einem mehrere Tonnen schweren Tanklaster "absichtlich überfahren, so dass der Hund platzt" und den anderen "als lebendige Zielscheibe benutzt - zum Spaß der Beamten".
Zitate Mutter:
- "Sie (die Hunde) wurden aus der Wohnung gezerrt und damit zum Freiwild der aufgebrachten Menge gemacht."
Wo war die Menge? war außer dem Nachbarn mit Harke oder Mistgabel noch jemand vor Ort? Und wer hat die Hunde aus dem sicheren Haus gezerrt?
- "Aufgebrachte und sich im Mordrausch befindende Feuerwehrleute und Polizisten waren nicht mehr zu stoppen"
Sorry, aber mit dem Stil kann Mutter sofort bei der Bildzeitung anheuern
- "Sie haben die Hunde, von denen keine Gefahr ausging, verfolgt und qualvoll getötet"
Aber bestimmt erst nach einer stundenlangen Lagebesprechung, in der sie sich vergewissert hatten, dass von den Hunden wirklich keine Gefahr ausgeht .... sonst wär's ja kein Spaß gewesen(Vorsicht Ironie)
Die Hunde wurden "hingerichtet", obwohl sie doch bei Prüfungen so toll abgeschnitten hatten, sogar bei Deutschen Meisterschaften und sogar für die Spurensuche nach vermissten Menschen ausgebildet waren. Darüberhinaus war ja der eine noch ein Junghund. Wieso haben Polizei und Feuerwehr das alles nicht berücksichtigt?
Naja, wenn man in "Mordlust" ist, geraten einem solche Details wohl aus dem Hirn. Zumal wenn man ohne weitere Informationen als Polizist oder Feuerwehrmann zu einem blutigen Notfall gerufen wird.
Mutters Stellungnahme enthält keinerlei Selbstkritik oder Mit-Verschuldensbewusstsein.
Im Gegenteil, sie ruft uns Hundehalter auch noch auf, gegen diese "Ungerechtigkeit" zu kämpfen. Ich werde mit der mit Sicherheit gegen gar nichts kämpfen.
Und da helfen auch siebenundreissig Ausrufezeichen am Ende ihres Statements nichts
LG Appelschnut