Beiträge von Chien_de_coeur

    Was machen eigentlich Hunde mit einem großen Bedürfnis nach Körperkontakt/Kontaktliegen, bei Haltern, die das nicht mögen?


    Meine Hunde waren da immer ganz unterschiedlich, meine verstorbene Hündin brauchte und wollte wenig Körperkontakt, also sie ließ sich schon mal kurz kraulen (von wenigen Menschen) und kam bei mir auch mal Kontaktliegen, aber definitiv kein Hund, bei dem das super wichtig war. Meine Rüden lieb(t)en stundenlanges Kontaktliegen, aktiv gestreichelt werden ist/war aber nicht so wichtig. Bei beiden habe/hatte ich aber das Gefühl, Kontaktliegen ist ein entscheidender Teil des Wohlbefindens. Aber meine Hündin, da hat man das Gefühl so 2-3mal am Tag intensiv betüddelt zu werden ist ihr ein absolutes Grundbedürfnis und dabei ist sie wirklich der Typ "ich möchte unter deine Haut kriechen". Kontaktliegen ist weniger ihrs, sie kommt beim alleine liegen viel besser zur Ruhe.


    Wie zufrieden kann ein Hund sein, wenn ein Halter so Bedürfnisse nicht erfüllen kann/will? Hatte es heute gerade mit jemand darüber, dass er so viel Nähe bei seinem Hund nicht ertragen könnte, deshalb die Frage. In dem Fall passen Hund und Halter zusammen, aber sowas weiß man vorher ja nicht zwingend.

    In meinem Umfeld haben jetzt die ersten Kurzschnauzen-Züchter angekündigt wegen der neuen Auflagen aus dem VDH auszutreten und ohne Papiere weiterzuzüchten... Generell höre ich nur Negatives, aber die Leute in meinem Umfeld, die mit der Zucht zu tun haben, haben alle betroffene Rassen.

    Haben wir hier nicht so einen iberischen Wolfhund hier im Forum? Mir war so....

    Wir hatten mal ein spanischen Straßenmischling, der dann plötzlich zum Dingomix mutierte, vielleicht meinst du den.

    Die Geschichten waren immer sehr amüsant... Jahre später lernte ich dann mal eine Freundin von ihr kennen, die auch einen totalen Hang zu "je exotischer und abgefahrener, desto besser" hatte. Und musste etwas grinsen, als sie mir von dem Dingomix erzählte, nachdem ich die Geschichten schon Jahre aus verschiedenen Foren kannte.


    Wenn ich mich recht erinnere kam dann noch ein Fuchs dazu?

    Weshalb Flooding eigentlich nie empfohlen wird beim Hund, wenn ich mich nicht irre... Ich würde auch einen Verhaltenstierarzt aufsuchen, der ganz andere Möglichkeiten hat. Sollte die Trainerin wirklich "nur" Trainerin sein, wäre es mir zu heiß da auf ihre Erfahrungen zu vertrauen. Ich gebe ja nun erst seit 3 Jahren Welpenübungsstunden aber in der Zeit sind mir exakt 0 deprivierte Welpen untergekommen. Einer der wenig sozialisiert war und dann durch ein schlechtes Erlebnis panisch wurde, aber selbst den überwiesen wir direkt an einen Verhaltensberater.


    Ich adoptiere ja immer Auslandshunde, würde aber von Welpen die Finger lassen. Die verbringen die kompletten wichtigen Phasen im Shelter, wo wirklich kein Mensch Zeit hat sich entsprechend um die Sozialisierung zu kümmern... Säße der Hund auf ner versierten Pflegestelle, die da viel fördert, sähe es für mich besser aus. Aber im Endeffekt - komplette Überraschungspakete mit ungutem Start ins Leben.

    Also vorweg, natürlich schrie alles in mir "das ist absolut falsch und grausam". Aber ich fühle mich immer sehr mies, wenn ich Leuten sage, dass die geprüfte, beliebte Trainerin Mist baut |) Ey es gibt hier in der Umgebung in 100km Umkreis echt nix wo ich Leute hinschicken kann, wenn wir im Verein als Übungsleiter sagen müssen, dass das nichts mehr ist, wo wir ihnen weiterhelfen können.

    Situation: Kleiner, nicht sozialisierter Hund, panisch bei Hundebegegnungen. Trainerin nimmt den panischen Hund als Sozialisierungsmaßnahme und hält ihn anderen Hunden hin, damit sie daran schnüffeln können, anschließend hält sie den panischen Hund an den Hintern der anderen Hunde.


    Für mich klingt das ziemlich mies und nicht zielführend. Gibts dazu irgendwelche anderen Ansichten? Ist das irgendwie sinnvoll? Ich mag einfach wissen, ob ich mit meiner Einschätzung da falsch liege, weil ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass das Sinn macht - aber man lernt ja nie aus.

    Wer mir in dem Zusammenhang nie aus dem Kopf geht ist Hiro von Therion. AWH mit super hohem Prozentsatz, die ersten Jahre überall in den damaligen social medias und Hundeforen super präsent, mega Bilder, tolle Geschichten. Ein Sohn von ihm zieht als Welpe dazu. Und nach ein paar Jahren ist einfach Schluss. Von der Bildfläche verschwunden. Zunächst keine Erklärungen, einfach weg.


    Ich erinnere mich dunkel an einen Post, er wäre plötzlich verstorben? Aber dann bliebe ja noch der 2. Wolfhund? Irgendwie ließ mich das nie so ganz los.

    Ich würde wohl den Urlaub abbrechen und eine wirklich gute Klinik für weitere Diagnostik aufsuchen, dann nachhause in die gewohnte Umgebung und gemeinsam mit der Klinik schauen wie es sich weiter entwickelt.


    Addison würde ich wohl mit auf die Liste setzen, da es sich auf viele verschiedene Arten zeigen kann.


    Ich drücke euch alle Daumen, dass es gut in den Griff zu bekommen ist.

    Ich denke eine gute Welpenstunde wäre sehr, sehr wichtig für euch. Zum einen um Sozialkontakte angeleitet (!) zu lernen, mit einem Trainer, der detailliert erklärt was Spiel ist und was nicht. Gerade Bullies sind im Spiel immer wieder sehr grob und da ist es von außen nicht leicht einzuschätzen, was noch Spiel ist und wo Mobbing anfängt und wie man einen passenden Spielpartner auswählt und das Spiel anleitet.


    Darüber hinaus kann euch dort der Aufbau von Signalen und der generelle Umgang mit dem Hund besser vermittelt werden, als es ein Buch oder Video je könnte. Mit 9 Wochen kann bei einem Welpen noch nichts sicher trainiert sein.