Beiträge von Chien_de_coeur

    Joa, aktuell versucht man mit allem Geld zu machen. Suche ja jetzt wieder nach einem Hund und hatte heute mit jemand telefoniert. Ja, ist ein Rassehund mit Papieren, ja, ist mit 2,5 Jahren nicht alt.

    Aber verhaltenstechnisch absolut im Bereich "ordentlicher Problemhund" auf der Suche nach: Absolut ländliche Gegend, keine Erwartungshaltung, Erfahrung im Umgang mit bissigen Hunden, idealerweise Einzelperson ohne Kinder. Die ganze Geschichte hat mich in Richtung Deprivationsschaden hellhörig gemacht, weshalb ich dann dankend abgelehnt habe.

    Preisvorstellung? 1700€ Finde ich auch bei weitaus milderen Verhaltensproblemen gnadenlos unverschämt.

    Ich wünsche allen Senioren von Herzen noch eine gute Zeit:winken:

    Das mit dem Senior, den ich adoptieren wollte, ist im Sande verlaufen. Nachdem ich eine feste Zusage hatte waren dann 2 Tage später alle Gründe für die Abgabe nichtig, der Hund soll doch bleiben:ka: Manchmal solls nicht sein. Für mich trotzdem hart, bis zur Zusage hatte ich mir verboten zu "träumen", danach dann natürlich schon und da tut dann eine Absage weh:sweet:

    Dass Hündinnen sich "männlich" verhalten gibts durchaus häufiger und kommt vor allem dann vor, wenn ein Wurf eine starke Überzahl an Rüden hatte, da sie dann im Mutterleib höheren Konzentrationen von Testosteron ausgesetzt waren. Ist zwar spannend, aber eben etwas, was wir heute natürlich nicht mehr ändern können:ka: Wird so eine Hündin kastriert wirds meist schlimmer weil die weiblichen Hormone dann ja runter gehen (nur als Info, falls du das planst).

    Im Endeffekt hilft nur Erziehung und Management:ka: Ich würde schnell jegliche Aufregung und jegliches Mobbing verhindern, Zuhause für Ruhe sorgen und Gassigeher nur getrennt losschicken, denn wenn eine Hündin mal wirklich hasst, hat man leider keinen Spaß mehr und steht vor der Entscheidung, ob es nicht besser ist einen Hund abzugeben.

    Ich halte ja schon immer Hunde zusammen, die jetzt auch nicht gerade dicke Freunde sind und da sehe ich es als meine Aufgabe, das Zusammenleben so zu gestalten, dass sich jeder wohl fühlt und sich entfalten kann. Dafür hatte ich z.B. anfangs ein Babygitter als Managementmaßnahme zusätzlich zum Training (man kann ja auch nicht den ganzen Tag aufpassen/trainieren) und hätte bis zuletzt meine Hündin nicht zusammen mit anderen Hunden alleine gelassen.

    Ich hätte auch gesagt, dass man bei so einer Vorgeschichte und dem Verhalten am ehesten über einen Umzug nachdenken sollte. Haus/Wohnung in ruhiger Lage mit direktem Gartenzugang, damit man den Druck von dem Hund nehmen kann, idealerweise ein Garten mit Sichtschutz und in geräuscharmer Gegend. Erwartungshaltung abstellen und ankommen lassen...

    Mir ist bewusst, dass sowas meistens nicht möglich sein dürfte, aber in einem Mehrfamilienhaus dürftet ihr euch allen das Leben schwer machen. Dennoch sollte natürlich erst mal ein Trainer vor Ort drauf schauen.

    Das Bluten sollte aufhören. Er ist ja jetzt schon blutarm - anämisch.

    Wäre eine Transfusion eine Option bevor es zu massiv wird?

    Ich kenne es so, dass Transfusionen erst bei wirklich kritischen Anämien angeraten sind. Meine Hündin hatte ja auch eine Anämie durch Magen-Darm-Blutungen und da war es genauso, man behandelt die Ursache, nicht die Anämie, außer sie wird lebensbedrohlich. Bluttransfusionen sind ja auch nochmal sehr belastend an sich.

    Es wurde schon viel Gutes gesagt, das ich nicht wiederholen möchte. Was mir aber auffällt, ist, wie sehr dich dieses Verhalten selbst aus der Bahn wirft. Das ist nie hilfreich. Gerade wenn wir einen jungen Hund bei uns aufnehmen, noch mehr, wenn es einer mit unbekannter Herkunft ist, riskieren wir immer, dass da im Zuge des Erwachsenwerdens genetisch oder/und im Mutterleib verankerte Verhaltensweisen oder Charakterzüge ausgepackt werden, mit denen wir nicht gerechnet haben. Das ist absolut nicht unnormal. Und es ist nie sinnvoll dagegen zu arbeiten, was natürlich nicht heißt, dass der Hund dann einfach sein Aggressionsverhalten ausleben soll, sondern, dass wir lieber nach Wegen suchen sollten, mit dem genetischen Potential zu arbeiten.

    Und jetzt schleppt mir meine Hundephysio die Anzeige eines Seniors an, der sein Zuhause wegen einem Baby verliert. Die will doch auch nur ihre Stammkundschaft erhalten:ugly: Wir sind inzwischen befreundet und ja, der Hund würde echt passen.

    Aber 2 Tage nach dem Abschied wieder über Krankenpflege nachdenken war nicht der Plan...

    Mag ja sein, dass es der richtige Hund wäre, aber willst Du so kurz nach dem Tod Deines Hundes wieder einen Pflegefall, der sich ev auch schnell verabschiedet? Mir wäre das zu heftig.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich dankbar dafür bin, dass ich pflegen durfte. Dass meine Maus altern durfte. Dass ein Abschied wirklich möglich war. Ich musste schon mehrere Hunde viel zu früh, jung und unerwartet versterben sehen. Das war für mich jedes Mal grausam... Der Tod am Ende eines erfüllten Lebens ist für mich sehr viel annehmbarer. Nur dieses Trauma lässt sich weder vorhersehen noch sicher vermeiden, wenn man Hunde hält...

    Man kann das Glück nicht festhalten... Somit ist es mir tatsächlich wichtiger, einen Hund zu haben, der passt, denn wie lange er bei mir leben wird, kann mir eh niemand garantieren:ka: