Beiträge von Chien_de_coeur

    Was spricht denn für euch FÜR den GSS? Riesenrassen haben, was Gesundheit und Praktikabilität im Alltag angeht, ja nun immer deutliche Nachteile. Und GSS können, gerade die Rüden, durchaus sehr ernsthafte Hunde sein, die man zu führen wissen muss. Darüber hinaus kann die Haltung von sehr unterschiedlich großen Hunden zwar wunderbar laufen, birgt aber immer auch Risiken und Schwierigkeiten.

    Welche Eigenschaften wollt ihr? Was könnt ihr dem Hund bieten?

    Hunde überleben mit dem letzten Dreck. Platt gesagt. Sogar erstaunlich gut, über Jahre. Einfache Beispiele als Beweis aufzuführen, dass etwas gut ist, ist unwissenschaftlich.

    Hier kamen so viele gute Tipps und Hinweise. Aber du tust es einfach ab, obwohl dein Wissen über Ernährung sehr rudimentär ist. Da spielen zwei gängige Probleme rein: Der Hype zur getreidefreien, kohlehydratarmen Ernährung und "appealing to nature". Beides entbehrt aber jeder wissenschaftlichen Grundlage.

    Mal ganz klar und ungeschönt gesagt: Du hast nicht das Hintergrundwissen um zwischen wissenschaftlich fundierten und pseudowissenschaftlichen Informationen zu unterscheiden.

    Dein Hund, deine Verantwortung, wenn du all die Hinweise hier in den Wind schießen möchtest: Bitte.

    Nette Ratschläge im Bekanntenkreis sind schnell gegeben, die Hundehalter dann wirklich zu motivieren und nicht die Lust zu verlieren weil ein Großteil eh keine Mühe aufwendet, sindern sich nur gegen Gebühr bespassen lassen will, das ist was völlig anderes.

    Ja, wenn es denn genug sind, die sich gegen Gebühr bespassen lassen geht das immer noch.

    Aber stell dir vor, du musst wegen 2 Hansele bei Schneeregen die Flutlichtanlage einschalten. Da kostet dich der ganze Spaß am Ende mehr, als er einbringt.

    Absagen kannst du denen aber auch nicht, sonst gehen sie zur Konkurrenz...

    Ist das bei euch so?

    Hier ist alles zum Platzen voll. Für Bespaßungskurse stehst du Monate auf der Warteliste, für Welpenkurse weisen dich Hundeschulen UND Vereine ungeachtet von Corona ab, weils viel mehr Hunde als Angebote gibt. Und wirklich GUTE Trainer gibts hier nicht mal. Außer du willst den "Cesar Milan Deutschlands", den haben wir hier:respekt:

    Und ein paar Trainer mit ATN Ausbildung, die völlig ok sind. Aber jetzt keine Koryphäen.

    Ich glaube, man darf sich keinen Beruf "so toll" vorstellen|)


    Aber für mich (aus Sicht eines Beamten) spricht gegen Vollzeit Hundetrainer vor allem die Selbstständigkeit, die mangelnde finanzielle Sicherheit, die Abhängigkeit von der eigenen Leistungsfähigkeit.... Auf der anderen Seite steigt ja auch quasi niemand Vollzeit ein und viele haben über Jahre/Jahrzehnte weiterhin einen anderen Hauptjob. Andere stehen wiederum darauf ihr eigener Boss zu sein:ka:

    https://www.ihk-potsdam.de/ihk-bildungsze…rerzbhv-2333054

    Das hat Hand und Fuß, wenn du es als Beruf machen willst.

    Und ist eine rundum vernünftige Basis.

    Ist es - aber nebenberuflich sehr viel schwerer möglich als andere Anbieter. Bei anderen Anbietern muss man sich dann aber neben deren Ausbildug selbstständig um Praxiserfahrung bemühen, das bedeutet natürlich viel mehr Eigenengagement aber auch mehr Flexibilität.

    Ich habe eine Bekannte, die keine solche o.g. Ausbildung gemacht hat

    Klingt ein bißchen wie nach Vereinstätigkeit.

    Du brauchst keine Ausbildung um den §11 machen zu dürfen und für Vereinstätigkeit brauchst du gar nichts, weder 11er noch Ausbildung. Wenn du den Paragraph 11 beim Vetamt abgelegt hast, darfst du dich als HT selbsständig machen, die Bedingungen dafür schwanken je nach Vetamt. Manche erkennen Ausbildungen an und geben dir "einfach" den 11er, andere prüfen per se nochmal selbst.

    Gerade Frankreich ist ein ganz heißes Pflaster für Molosser ohne Papiere (Dänemark zB auch, aber das ist bekannter). Sollte man sich gut überlegen, im ungünstigsten Fall fährt man ohne Hund heim/weiter.

    Nun habe ich mit Frankreich zwar vorwiegend Erfahrungen mit einer Region, dort kenne ich aber viele Listenhundmixe, die problemlos leben können, weil sie nicht eingestuft sind. In meinen Augen ist es ein ganz anderes Kaliber als Dänemark, wo alles, was entfernt nach Listi aussieht, ein ernstes Problem hat.

    Ich kenne keinen Hund, der nicht optisch nach Staff schreit und in Frankreich als Kategorie 1 eingestuft worden wäre.

    Meine Trainerin war 10 Jahre regelmäßig mit ihrem "eventuell Listimix" mehrmals jährlich in Frankreich.

    Versteht mich nicht falsch, man sollte nie unnötig was riskieren, aber vielleicht sollte man hier erst mal abwarten, wie der Hund dann erwachsen wirklich aussieht.

    So eine reizoffenen Mix in einer belebten Gegend ohne Auto zu halten ist halt wirklich schwierig. Solche Hunde brauchen die Gelegenheit "die Seele baumeln zu lassen" - im Grünen, ohne die vielen Eindrücke einer belebten Gegend, ohne ständige Begegnungen. Nicht nur als Welpe. Und das im Grunde (fast) täglich.

    Wenn du sagst bei euch ist überall Leinenpflicht, dann würde ich mir wirklich sehr, sehr schnell eine Alternative suchen.


    Ich habe jetzt ein paar Jahre "halb" in der Stadt gelebt, mit einem Border Collie und einen Mischling und ja, jeden Tag rausfahren fürs Gassi ist mega lästig, aber einfach notwendig für viele Hunde. Diese Zufriedenheit nach einem ausgiebigen, ruhigen Spaziergang ohne ständig einprasselnde Reize, die bekomme ich mit einem Spaziergang im belebten Park niemals. Mein Mischling ist da wirklich anspruchsloser, der macht generell "zu viel" an Reizen sehr, sehr problemlos mit ohne hohl zu drehen und trotzdem - diese Freude, wenn ich den ins Auto packe für eine Tour im Wald ist unglaublich.