Beiträge von fliegevogel

    Es gibt gottseidank Menschen, die andere Menschen auch mit Missbildungen nicht abstoßend finden.

    Menschen mit Down Syndrom haben beispielsweise recht große Augen und ein flacheres Gesicht als der Durchschnittsmensch, also ähnliche physiognomische Merkmale wie Du sie gerne nachstellen willst. Möchtest Du sagen, dass man sie deswegen optisch abstoßend finden soll? Ich hoffe nicht.

    Ich fände es sehr abstoßend wenn Menschen absichtlich Maßnahmen ergreifen um Kinder mit Trisomie 21 (oder jeden anderen gesundheitlichen Einschränkung) zu zeugen.

    Das fände ich auch, aber das passiert ja nicht deswegen hinkt für mich der Vergleich und ist wenig erhellend, während er gleichzeitig - wenn auch vielleicht unabsichtlich - böse Stiche in eine völlig unpassende Richtung austeilt.

    Da seh ich die Kosten-Nutzen-Balance nicht.

    Ich gehe davon aus, dass kein Mensch einen anderen Menschen mit großen Glubschaugen niedlich findet.

    Ich gehe davon aus, dass kein Mensch einen anderen Menschen mit weg gezüchteter Nase und schnaufend niedlich findet.

    Es gibt gottseidank Menschen, die andere Menschen auch mit Missbildungen nicht abstoßend finden.

    Menschen mit Down Syndrom haben beispielsweise recht große Augen und ein flacheres Gesicht als der Durchschnittsmensch, also ähnliche physiognomische Merkmale wie Du sie gerne nachstellen willst. Möchtest Du sagen, dass man sie deswegen optisch abstoßend finden soll? Ich hoffe nicht.

    nwiefern sind Qualzuchtrassen Retter der Zivilgesellschaft

    Es geht darum, dass sie in vielen sehr verschiedenen Gesellschaftsschichten beliebt sind und man deswegen schnell einen Anknüpfungspunkt mit Leuten hat, mit denen man sonst nichts zu tun hat.

    Je mehr Zeit dazwischen liegt, umso schwerer macht man es dem Hund. Deswegen nutzen viele ja auch einen konditionierten Verstärker wie den Clicker

    Das ist völlig klar. Nichtsdestotrotz habe ich noch nie einen haltbaren Nachweis für dieses "Der Hund kann sich das nur 2 Sekunden merken" gelesen.

    Verhaltensketten sind auch wieder was anderes, da dient das nachfolgende Verhalten als Verstärker des vorangegangenen

    Das hat ja aber teilweise auch mit dem vom Hundehalter eingesetzten Verstärker zu tun. Wenn der Hund in die Leine rennt, sich dann auf mein Kommando umdreht und zu mir kommt und ich dann belohne, bestärkt eher nicht das Folgeverhalten das in die Leine rennen, sondern der Keks danach. Also, vermute ich.

    Auch wenn es fiktive Menschen mit fiktiven Behinderungen sind, könnten sich echte Menschen dadurch verletzt oder herabgewürdigt fühlen.

    Ich finde man sollte sich, wenn man etwas veröffentlicht fragen: "kann ich jemandem damit weh tun?"

    Sorry, aber wenn man so argumentiert kann man jegliche Form von Satire und anderer "anstößiger" Kunst verbieten...

    Umgekehrt darf man aber eben auch nicht alles, nur weil Kunst dran steht. Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Ableismus und Co sind auch unter dem Deckmäntelchen der Kunst nicht salonfähig und die Gründe dafür überzeugen zumindest mich sehr.

    Aber gerade im Hinblick darauf, was der Mensch Tieren absichtlich antut ... nunja

    Aber deswegen nach dem Prinzip "Auge um Auge" Menschen verletzen, die gar nicht Teil des Problems sind, das man adressieren will, macht das wirklich Sinn?

    Es kann sich schon jemand verletzt fühlen, weil ich ihn auf der Straße nicht gegrüßt habe, da ich meine Brille nicht auf hatte und ihn deswegen nicht erkannt habe. Also, wo zieht man da die Grenze?

    Hier will man aber Menschen mit etwas in Verbindung bringen, was man auslöschen und dem man die Fortpflanzung rechtlich verbieten möchte. Dass das im Kontext mit Menschen mit Missbildungen gerade in Deutschland nicht so angebracht ist, kann man doch nicht damit vergleichen, dass man jemanden nicht erkennt weil man seine Brille nicht trägt!

    Das stimmt doch ein Stück weit auch - also dass Hunde nur zeitlich sehr begrenzt einen Zusammenhang zwischen Handlung und Belohnung herstellen können.

    Würde das so absolut stimmen, könnte ja kein Hund eine Verhaltenskette bilden. Hunde können sich schon mehr als 2 Sekunden lang etwas merken.

    Dass es trotzdem völlig sinnlos ist, mittags zu belohnen wenn der Hund morgen Sitz macht, ist natürlich klar :lol:

    fiktive missgebildete Wesen

    Aber keine fiktiven Menschen mit körperlichen Einschränkungen, bei denen die Grundaussage sein soll, dass sie schlechter sind als die gesunde Version.

    Ich halte das auch für eine ungute Sache, auch wenn ich natürlich verstehe, worauf Du hinaus willst.