Beiträge von Märchen

    Bin ich die einzige bei der man zu Schokoküssen zwar politisch auch nicht ganz korrekt Mohrenkopf gesagt hat?

    Ne ist auch der einzig geläufige Begriff für mich. Bin damit aufgewachsen und nenne sie noch heute so innerhalb der eigenen 4 Wände. Für ich ist da auch absolut gar nichts negatives damit verknüpft. Mag daran liegen das mir in meinem bisherigen Leben tatsächlich noch niemand über den Weg gelaufen ist der Mohr als Schimpfwort benutzt hat. Dickmanns kenne ich auch aber das eigentlich wort ist Mohrenkopf.

    Also das ist ja aber ganz unabhängig vom Wort "Mohr" kein schönes Wort und wäre auch als "Schwarzenkopf" nicht plötzlich total in Ordnung. Wir würdet ihr das sehen, wenn jetzt eine Firma Lakritzschnüre "Asiatenhaare" nennen würde? Oder man bei weißen Schokoküssen "Blondinenköpfe" sagen würde (und das ist ja verhältnismäßig harmlos). Das ist doch einfach seltsam entwürdigend bis entmenschlichend. Und gerade als Körperteil und sogar Kopf... einfach sehr morbide.

    Wenn ein Freund von mir ein Gebäck erfinden und es "Marenbeine" nennen würde, fände ich das auch weder neutral noch wertschätzend.

    Edit:

    Aber dazu noch ergänzt, weil ich es einen spannenden Einblick in das Thema Sprache und deren Entwicklung finde: „N-Wort“ in dieser Schreibweise kenne ich definitiv nur als Vermeidung des herabsetzend gebrauchten Worts „Nigger“, das wurde so zu meiner Zeit als Jugendliche und junge Erwachsene genutzt. „Neger“ hat man vermieden, wenn man sich damit beschäftigt hat, aber es wurde nicht in dem Maß als problematisch angesehen, dass man es als das „N-Wort“ bezeichnet hätte.

    Interessant. Ich bin u 30 und kenne "Nigger" im Deutschen im Grunde gar nicht, deswegen hatte ich nicht differenziert. "Neger" kenne ich aus meiner Kindheit, aus älteren Büchern und dem Sprachgebrauch ältere Verwandter. Als früher meist ohne böse Absicht verwendet, heute aber No-Go. In meiner Blase ist das ähnlich gewertet wie ein deutsches Äquivalent zum Englischen N-Wort (wobei man ja sagen muss, dass es da auch verschiedene Versionen und Abstufungen gibt).


    Aoleon Ich denke, die meisten sind sich doch einig, das "schwarz" immer allen Varianten des N-Worts vorzuziehen ist. Von daher ist es ja grundsätzlich nicht kompliziert, das auszutauschen.

    "PoC" nutzt man übrigens in erster Linie gerne, wenn man auch Menschen unterschiedlicher Ethnien einschließen will, die nicht schwarz sind. Das ist nicht synonym.

    Kennt ihr Menschen unter 70, die irgendwie beiläufig das N-Wort nutzen (und zwar nicht in Bezug auf Schokoküsse), die aber eigentlich ganz sozial und korrekt sind? Existiert so jemand?

    Aus ehrlichem Interesse. Ich war nicht dabei, möchte die Person nicht pauschal abschreiben und weiß nicht, ob ich durch meine soziale und mediale Blase zu verwöhnt bin. Ich finde das sehr sehr heftig.

    Ich bin zumindest schon so alt, dass ich mich frage, welches „N-Wort“ Du gerade meinst - das, dass man vor so 50 Jahren noch relativ normal gebraucht hat oder das, was damals schon nur abfällig genutzt wurde?

    "Neger" meine ich.

    Kennt ihr Menschen unter 70, die irgendwie beiläufig das N-Wort nutzen (und zwar nicht in Bezug auf Schokoküsse), die aber eigentlich ganz sozial und korrekt sind? Existiert so jemand?

    Aus ehrlichem Interesse. Ich war nicht dabei, möchte die Person nicht pauschal abschreiben und weiß nicht, ob ich durch meine soziale und mediale Blase zu verwöhnt bin. Ich finde das sehr sehr heftig.

    meine Enkel ungefragt streicheln

    An sowas musste ich auch denken. Aber man kann die Kinder dann ja einfach immer zuhause lassen, wenn man nicht möchte, dass die von fremden Menschen nett begrabbelt werden :ironie2:


    Man kann halt auch gleichzeitig seinen Hund nicht in Menschenmengen bringen, weil man ihm das nicht zumuten möchte UND es bescheuert finden, dass Menschen ihre Finger nicht bei sich behalten können.

    Bonniii Ich versteh schon, dass es dir schwer fällt die (aus deiner Sicht) "Behauptungen" bzgl. Tierqual als Kritik an der Hellhound-Foundation einfach so anzunehmen.

    Du musst allerdings auch verstehen, dass das Thema hier im Forum so intensiv durchgekaut wurde, dass es vielen einfach zum Hals raushängt. Es geht nicht darum, pauschal gegen Tierschutz zu sein.

    Niemand wird dir irgendwelche "Beweise" schicken, die nicht einfach nur aus mehr oder weniger aufmerksamen Beobachtungen aus den allseits verfügbaren Quellen stammen. Wir müssten da eigentlich alle das gleiche lesen und sehen, bewerten es aber wohl unterschiedlich, warum auch immer.

    Konkret geht es um das wiederholte übermäßige Horten von Hunden ohne Vernunft, miserable Betreuungsschlüssel, Hunde die im Schlamm leben, Gruppen, in denen Beißereien oder zumindest der Versuch an der Tagesordnung stehen, Gruppenfütterungen unter massivem Stress, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, fragwürdige Trainingskonzepte und unter anderem eben auch diese "wir retten sie alle"-Mentalität, die kommuniziert wird und davon abhält, überhaupt irgendwelche Hunde, egal wie unberechenbar und nicht vernünftig handlebar, einzuschläfern.

    Es gibt andere Einrichtungen für gefährliche Hunde, die nicht in dieser Form negativ auffallen und dementsprechend auch nicht die gleiche Kritik erfahren.

    Für den verlinkten Thread müsstest du dich vermutlich freischalten lassen, wenn du ernsthaftes Interesse an der Kritik hast.

    Hund hat sich bei Markieraktionen mit der Schleppleine gefesselt. Eine Schlaufe um ein Vorderbein, eine ums gegenüberliegende Hinterbein. Er steht etwas bedröppelt da. So steht er eigentlich nur, wenn er nicht weiterlaufen kann und Hilfe braucht, deswegen frage ich ihn: "Brauchst du Hilfe?" Er wird nicht gerne einfach angefasst, nimmt aber Hilfe an, wenn nötig. Ein paar Sekunden ignoriert er mich aktiv, wirft mir dann flüchtig einen genervten Seitenblick zu, macht zwei gekonnte Hüpfer aus der Leine und läuft weiter, ohne mich eines Blickes zu würdigen.

    Sorry Kollege "mein Bett ist ganz unbequem, bitte leg meine Decke schön hin". Wie konnte ich nur deine Selbstständigkeit infrage stellen :roll: