Beiträge von Panini

    Wie sensibel sind sie denn auf die innere Gefühlswelt? Auf die Stimmung etc? Meckern und streiten ist ja klar, das findet auch Chako ganz extrem schlimm. Aber nur so die Gefühlslage? Chako kriegt sowas nämlich gefühlt gar nicht mit wenn mit mir „was nicht stimmt“.

    Hm, also Brodie interessiert es null, wenn wir streiten. Ich hab schon öfter gelesen, dass manche Collies sowas echt stresst und sie dann arg beschwichtigen, hecheln etc., kann das aber nicht bestätigen.

    Geht es mir allerdings nicht gut, kommt er sofort an um zu sehen, was los ist.

    Einmal hab ich am Telefon eine unschöne Diagnose erfahren und geweint - zack war der Hund da, ist an mir hochgeklettert und hat mir das Gesicht abgeleckt. War ein richtiger Lassie-Moment.

    Ein anderes Mal bin ich im Wald ausgerutscht und hingefallen, beide Hunde im Freilauf - der Collie war sofort da, bereit, mir wieder das Gesicht abzulecken (und auf mir rumzutrampeln :ugly: ), die Rumänin hat nur kurz geguckt und ist weiter ihrer Wege gegangen. Ignoranz pur :D

    Die beste Studie und exakteste Wahrscheinlichkeit hilft dir gar nichts, wenn du letztlich zu den betroffenen x Prozent gehörst.

    Natürlich nicht. Aber nur aus Angst weil laut Studie A zu X Prozent Wahrscheinlichkeit Krankheit Y auftreten könnte kastrieren ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen.

    (Die Diskussion darüber hat aber selbstverständlich nichts mit der Situation der TE zu tun.)

    Wo hast du deine Zahlen denn her? Alleine wenn ich jetzt bei Wikipedia lese, dann steht da "In einer französischen Hundepopulation mit geringem Anteil kastrierter Hündinnen entwickelten 35 % der Tiere im Laufe ihres Lebens einen Gesäugetumor."

    In demselben Artikel steht im Satz davor „etwa 200 Erkrankungen pro 100.000 nicht kastrierten Hündinnen

    - das sind 0,2 Prozent.

    U.a. hier https://cleverdogcampus.de/blog/die-kastration-der-huendin

    Ein weiterer häufig genannter Kastrationsgrund bezieht sich auf die Gesäugetumore, also den Brustkrebs, der Hündin. Dabei stößt man nicht selten (auch auf Internetseiten von Tierärzten), auf die Aussage, dass nicht kastrierte Hündinnen eine Brustkrebswahrscheinlichkeit von 26% aufweisen würden

    […]

    Diese Zahlen gehen auf eine Studie von Robert Schneider und seinen Co-Autoren aus dem Jahr 1969 zurück. In dieser Studie wurden Hündinnen in drei Kategorien eingeteilt. Hündinnen die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, Hündinnen die nach der ersten Läufigkeit kastriert wurden und Hündinnen die nach der zweiten Läufigkeit kastriert wurden. Bei dieser Studie kam heraus, dass Hündinnen die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, ein erhöhtes Erkrankungsrisiko von nur 0,5% aufwiesen. Hündinnen die nach der ersten Läufigkeit kastriert wurden hatten schon ein Erkrankungsrisiko von 8% und Hündinnen die nach der zweiten Läufigkeit kastriert wurden hatten bereits ein Erkrankungsrisiko von 26%. Das heißt jetzt aber nicht, dass jede vierte Hündin Brustkrebs bekommt, sondern lediglich, dass das Risiko überhaupt Brustkrebs zu bekommen um 26% erhöht ist.“

    nach meinem Wissensstand hat eine Kastration für die Hündin auch schlicht gesundheitliche Vorteile.

    - keine Pyometra

    - geringeres Risiko für Tumore in der Gesäugeleiste (wenn ich da zum Beispiel mit meiner Tierärztin spreche, dann wird sie ganz klar sagen, dass sie kaum unkastrierte Hündinnen ab 8 in der Praxis hat, die keine Veränderungen in der Gesäugeleiste haben)

    Ich habe letztens gelesen, dass das Risiko für Mammatumore bei unkastrierten Hündinnen bei gerade mal 1,8-3,4 Prozent liegt, davon ist die Hälfte gutartig.

    Das Risiko einer Pyometra liegt bei 25 Prozent. Schon deutlich mehr, aber deswegen eine Kastration als Prophylaxemaßnahme durchführen zu lassen finde ich persönlich nicht verhältnismäßig.

    Hier leben eine ca. 10 Jahre alte, kastrierte Hündin aus Rumänien und ein fast 3 Jahre alter Kurzhaarcollie. Der Collie kam im Alter von 9 Wochen zu uns, die Hündin mit ca. 5 Jahren.

    Die Beiden verstehen sich sehr gut und es läuft total harmonisch.

    Anfangs war sie manchmal genervt von dem Welpen, war aber nie grob zu ihm, sondern hat es über ignorieren oder weggehen gelöst (zusätzlich haben wir auch häufig eingegriffen).

    Nach der Anfangsphase ist sie dann richtig aufgeblüht. Sie hat vorher zB nie gespielt, mit ihm spielt sie mittlerweile fast täglich.

    Er hat sofort viel Kontakt zu ihr gesucht, auch körperlichen, musste aber - wie wir auch :D - akzeptieren, dass sie kein Kuscheltyp ist. Seit einiger Zeit liegen sie aber immerhin öfter zusammen in einem Hundebett. Vor ein paar Wochen durfte er sogar mal seinen Kopf auf ihrer Seite ablegen - da war ich echt gerührt =)

    Sie könnten zwar nicht unterschiedlicher sein und haben völlig verschiedene Interessen, haben aber eine Gemeinsamkeit - sie sind beide sehr freundliche Hunde und ich glaube, sie mögen sich wirklich.

    Das Bild sagt eigentlich alles über ihre Arbeitsteilung. Die Colliezei ist auf Streife und die Rumänin liegt auf ihrem Posten |)

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    Dachte nur bei HSH sofort an aggressivere laute, imposante Hunde

    Das dachte ich bevor ich meine Hündin kannte auch. Wird ja auch überall vor den ausländischen HSH-Mixen gewarnt.

    Als wir dann damals im Tierheim waren und am Zwinger mit der Gruppe frisch importierter Rumänen vorbeikamen, hab ich mich fast fluchtartig an der gegenüberliegenden Wand entlang gedrückt :lol:

    Als die Mitarbeiterin uns dann später auch noch zu genau dem Zwinger schickte weil sie fand, die graue Hündin könnte zu uns passen, war das erste was ich sagte „Ich will keinen Herdenschutzhund! Auch keinen Mix!!“

    Joa, sie ist es dann doch geworden und all die möglichen Worst Cases sind ausgeblieben.

    Ich drück dir die Daumen, dass es bei euch auch so bleibt. Ein so souveräner Hund ist wirklich Gold wert.

    Für Dinge wie Hundesport, Tricks üben etc. ist es einfach der falsche Hundetyp.

    Romänien ist wirklich nicht gleich hinterstes Transsilvanien, und selbst bis dahin hats der Deutsche Schäferhund schon geschafft.

    Gerade der Schäferhund ist schon lange enorm verbreitet und hat sich, da oft als Hofhund gehalten, stark in die Straßenhundpopulation gemischt (meine Hündin kommt aus den Karpaten und hat nachweislich DSH-Anteil).

    Auch „moderne“ Rassehunde wie Labradore gibt es natürlich, es sitzen sogar immer mal wieder reinrassige Labradore in den Sheltern.

    Die würde ich aber eher als Stadthunde einordnen, die (noch?) nicht stark in den ganzen Mixen vertreten sind.

    Casanova ist irgendwie so gleichgültig mir gegenüber. Er freut sich nie wenn ich heimkomme, er guckt nur doof wenn ich freundlich mit ihm rede und er interessiert sich null für mich oder für das was ich zu sagen habe.

    Er spielt nicht, er will nicht toben, er will einfach nur schlafen und in der Gegend herumschauen. Am liebsten liegt er stundenlang im Garten und glotzt.

    Wie habt ihr es geschafft eine Beziehung zu ihnen aufzubauen?

    Du beschreibst meine Hündin :D Die kommt auch aus Rumänien und ist genau so (außer dass sie extrem verfressen ist, was die Kooperationsbereitschaft natürlich erhöht).

    Tricks? Nein danke. Hundesport? Auf gar keinen Fall. Spielen mit Menschen? Nö. Kuscheln? Nur zu ihren Bedingungen - wenn sie abends kurz auf der Couch vorbeischaut und sich neben mir auf den Rücken dreht, darf ich ihr gern den Bauch kraulen. Höre ich damit auf - oder fange gar nicht erst an weil ich gerade nicht möchte - geht sie sofort wieder weg. Auf Kontaktliegen hat sie überhaupt keine Lust.

    Es hat 2 Monate gedauert, bis sie überhaupt länger im selben Raum wie wir sein wollte.

    Streicheln, bürsten usw. ging auch von Anfang an, ihr ist im Prinzip alles egal, solange sie dabei liegen kann :ugly: (gesundheitlich ist bei ihr auch alles ok).

    Spazierengehen hält sie für überbewertet.

    Sie legt sich am liebsten immer einfach hin und döst.

    Mittlerweile, sie ist dieses Jahr 5 Jahre hier, freut sie sich aber auch sehr wenn wir nach Hause kommen. Nur deutlich subtiler als der extrovertierte Hütehund, der vor 2,5 Jahren als Welpe vom Züchter hier einzog.

    Die meisten Menschen die uns kennen finden sie (zumindest sagen sie das |) ) perfekt. Sie ist unauffällig, ruhig, kommt überall zur Ruhe und kann prima allein sein. So stellen sich viele Menschen ja den perfekten Hund vor.

    Das hilft dir jetzt natürlich nicht weiter, und ich kann dich auch verstehen, ich mag es auch lieber menschenbezogener und aktiver (nicht falsch verstehen, ich finde meine Hündin dennoch großartig!). So sind rumänische Hunde aber oft einfach nicht. Die sind häufig eigenständig und genügsam, mit all den dazugehörigen Vor- und Nachteilen.

    als ich im Verein danach gefragt habe meinten sie, dass sie so einen Hund nicht an einen Anfänger vermitteln würden und nicht jeder Rumäne ein Herdenschutzhund ist.

    Damit zumindest hat der Verein auch vollkommen recht. Die Vorstellung, dass jeder rumänische Hund ein “reinrassiger“ HSH ist, hält sich hier im Forum einfach hartnäckig ;)

    Noch unwahrscheinlicher ist allerdings, dass deiner ein Labbi-Mix ist.

    Die meisten rumänischen Hunde sind schlicht Mixe aus verschiedensten Hüte-, Hof- und Herdenschutzhundschlägen und diejenigen, die ein zu Hause haben, leben oft als Hofhunde.

    Diese Hunde spielen selten mit dem Menschen und/oder Spielzeug, weil sie es gar nicht kennen. Meine Hündin spielt nur mit meinem Rüden. Sie weiß gar nicht, was sie mit Bällen etc. anfangen soll und man bekommt sie auch nicht wirklich motiviert.

    Dir bleibt eigentlich nur, es zu akzeptieren. So ein Charakter hat ja auch wirklich viele Vorteile.

    auch der HZ DSH wird vermutlich mindestens versuchen zu schnappen in diesen Diskussionen

    Genau das meinte ich. Kontrollwut oder Dinge immer wieder hinterfragen und Frust schieben wenn die Antwort nicht gefällt (das verstehe ich unter „diskutieren“) gibt es auch bei Nicht-Gebrauchshunden. Der Unterschied liegt dann in der Art, WIE diese Diskussionen - von beiden Seiten - geführt werden.