Beiträge von Phonhaus


    Ich esse seit meinem 13. Lebensjahr (größtenteils) vegetarisch - mit massivem elterlichen Widerstand, ging so weit, dass ich nicht mehr am Tisch mitessen durfte und mir selbst kochen musste - mittlerweile vegan. Mit erlaubten Ausnahmen.

    Mittlerweile diskutiere ich nicht mehr, was meine eigene Ernährung angeht. Freundliche Fragen beantworte ich freundlich. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob jemand etwas wissen oder erklärt bekommen möchte, frage ich nach.

    Ungefragte Belehrungen beantworte ich meistens mit dem Satz, dass das die ersten 10 Mal, die ich es gehört habe, noch spannend war. Auf die verschiedenen Hinderungsgründe, nicht vegan zu essen, die ich ungefragt immer wieder erzählt bekomme, lächle ich nur freundlich. Und Leute, die pampige Bemerkungen machen, bekommen eine pampige Rückantwort. Wenn ich sie mag. Wenn ich sie nicht mag, gehe ich einfach kommentarlos weg. Ja, ist nicht nett. Ich habs satt, da nett zu sein.

    Du brauchst Dich nicht rechtfertigen. Meine Erfahrung bisher: Wenn Du damit anfängst, dann hast Du meistens eh schon verloren. Denn die Forderung von Rechtfertigungen an Dich ist meistens nicht rational, sondern aus Vorurteilen bzw. Ressentiments oder Ängsten oder Erwachsenenerziehungsambitionen. Wenn Du da rational oder wissenschaftlich fundiert antwortest, triffst Du Dein Gegenüber nicht da, wo es steht. Kostet also Zeit und Energie, die fruchtlos verpufft, weil das Gegenüber es eigentlich gar nicht wissen möchte. Ich persönlich will das einfach nicht mehr investieren.


    Ich habe gerade übrigens ein ähnliches Grübelthema, weil ich überlege, für die Hunde auf veganes Trockenfutter umzusteigen (für sie kochen würde ich weiter mit Fleisch). Mann möchte das nicht mittragen, weil er kritisch bzgl. der Verarbeitungsformen ist, die pflanzliches Protein für Hunde verwertbar machen. Da muss ich mich noch einlesen, bisher hatte ich den Nerv dafür nicht.

    Habe jetzt nicht alle überprüft, aber ich bin gern dabei, wenn es das Buch auch als E-Book gibt. Normale Bücher gehen leider nur noch bei Tageslicht im Sommer.

    Die bisher Vorgeschlagenen gibt es alle als eBook, sogar den Bradbury :smile:


    Ich wollte eigentlich ein nicht als eBook Erhältliches vorschlagen, aber das ist überhaupt nur gebunden oder gebraucht erhältlich und auch da teuer, also habe ich es gestrichen. Bisher siehts also gut aus.

    Ich sammle schon einmal:

    1. Caitlin Starling – Die leuchtenden Toten

    2. Stephen Chbosky – Der unsichtbare Freund

    3. Ray Bradbury – Das Böse kommt auf leisen Sohlen

    4. Dorothee Elmiger - Die Holländerinnen

    5. Laura Purcell - Das Korsett

    6. John Ajvide Lindqvist - So finster die Nacht

    7. T. Kingfisher - Was die Toten bewegt

    8. Carissa Orlando - Das Septemberhaus

    9. Daphne Du Maurier - Die Vögel/Wenn die Gondeln Trauer tragen

    10. Thomas Olde Heuvelt - Echo

    11. Paul Tremblay - A Head Full of Ghosts - Ein Exorzismus

    PinguinEmmi


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    Ich glaube nicht mal, dass da ein „Erziehungsanspruch“ dahintersteht :smile: Vielleicht ein kleiner Gedankenanstoß, aber an sich finde ich es einfach einen klugen Zug der Beteiligten.

    Sprache und Denken sind untrennbar vernetzt. Damit sich irgendwann etwas in Hinblick auf herrschaftsfreies Denken und Sprechen entwickeln kann, müssten die Menschen bereit sein, Veränderungen mitzutragen (auch wenn sie sie selbst nicht mehr umsetzen). In einer Zeit, in der das generische Maskulinum noch Standard ist, ist z. B. die generisch verwandte weibliche Form ein noch relativ einfacher Schritt zu mehr Offenheit und Aufweichen geronnener Strukturen :smile: Ein sehr kluger Zug wie gesagt, finde ich :smile: Und klar: Es löst ein Gefühl der „Falschheit“ aus, weil es nicht gewohnt ist und weil es den Finger auf eine andere „Falschheit“ legt, die Norm geworden ist.

    Wollen wir, dass sich was ändert, müssen wir meiner Meinung nach (und ich z. B. bekomme es nicht hin, auch nur im Ansatz genug zu gendern) dieses Unbehagen aushalten. Überall da, wo die ersten Stolperschritte in Richtung gewaltfreie Sprache unternommen werden. Das betrifft ja nicht nur Genderthemen. Und dabei im Hinterkopf behalten, dass das Unbehagen, das Genervtsein, das Befremden ihre Ursache nicht in den Sprachfiguren haben, die Änderungen bewirken möchten, sondern in der Offenlegung von Verhältnissen, die Gewalt und Ungleichheit zur Norm in Sprache und Denken gemacht haben.

    Zur Abschaffung des Patriarchats würde ich gerne Romane schreiben, wäre hier aber OT und gunge auch dann an der Netiquette vorbei :smile: Aber ich glaube halt,mdas wir nur ändern können, was wir denken können. Und dass wir nzr denken können, was wir sprechen können.