Beiträge von Phonhaus

    Maevan

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    In der wahren Geschichte kam er ja straflos davon. Schwer zu akzeptieren, ja, aber realistischer.

    Wobei mich an Unrealistischem in dieser Geschichte der naturmystizistische Anflug tatsächlich mehr gestört hat. Der trifft bei mir ein paar empfindliche Reizpunkte aus dem realen Leben wegen des klaffenden Abgrunds zwischen solcher imaginierter ideologischer Überfrachtung und unserer Praxis im Umgang mit Mitlebewesen und Umwelt. Im Bereich Fantasy und Utopien kann ich das sehr gut und sehr gerne eskapistisch akzeptieren. In Büchern, die sich eng ans Reale anlehnen, zuckt da mein innerlicher Bullshitmeter.

    Ich fand das Ende in der Erzählung, wie sie uns präsentiert wurde, schön gelöst :smile: Es macht dann aber mit aus, dass es für mich zwar ein sehr schön und angenehm zu lesender Roman war, aber kein Buch, das meine Gedanken näher beschäftigt hat. Im Gegensatz zum Herbstleserundenbuch, das zwar außerordentlich unangenehm zu lesen war, über das ich aber noch lange nachgedacht habe. Hat beides seinen Platz und seine Zeit für mich :smile:

    Ich hab jetzt fast alle Kategorien beisammen.und Fragen :smile:

    Würde ein Wal denn als wildes Tier zählen?

    Bei der Kategorie mit einer Buchgestalt, die den gleichen/ähnlichen Namen wie eine Serien-/Filmgestalt hat: Geht es da um Vor- und Nachnamen? Würden da auch moderne Adaptionen gelten, also wenn es sich quasi um eine nacherzählte Gestalt handelt, oder würde das als „ist der gleiche Charakter, nur in anderem Kleid“ rausfallen?

    Also, Denns Biomarkt oder größere unabhängige Bioläden oder Biomärkte würden mir da am Ehesten einfallen. Das Paradieschen hier in der Nähe z. B. hat Seitan Fix von Arche. Bei so einem Markt könnte man zur Not auch vorher kurz anläuten, ob die es im Laden haben. Die Frage ist halt, ob es bei Euch sowas in erreichbarer Nähe gibt.

    Ich finde die These auch echt gewagt. Ja, als Hobbytierhalter, der sein Tier vornehmlich hat, um es lieben zu können, befriedigt man einen Teil seines Bedürfnis nach Kontakt, Nähe, Verbundenheit, Wärme, Reziprozität, Zugehörigkeit … mit dem tierischen Sozialpartner. Das ist nüchtern betrachtet aber völlig unabhängig davon der Fall, ob man es nun Stinktier oder Schnutzibutziherzelchen nennt, ihm eine Decke hinlegt, ein Körbchen für 200+ Euro oder es gleich mit ins Bett nimmt, ihm das Essen aus einem alten Teller, aus einem Designernapf oder mit Lätzchen am Tisch serviert …

    Ob man es als Defizit im menschlichen Verhalten betrachten soll - oder gar als pathologisch - wenn man das Bedürfnis danach, zu umsorgen und beachtet zu werden, nicht rein aus dem Kontakt zu einem menschlichen Sozialpartner zieht und ob das auf Defizite im innermenschlichen Sozialverhalten hinweist, sei mal dahingestellt. Diese Pathologie würde dann aber tatsächlich einen ziemlich anständigen Teil der hier Mitschreibenden treffen. Hätte ich persönlich übrigens kein Problem mit. Es gibt Aspekte menschlichen Sozialverhaltens, da habe ich richtig gerne Defizite :smile:.

    Ungesund vermenschlicht man ein Tier dann, wenn man von ihm menschliche Verhaltensweisen und Konzepte erwartet, die es nicht leisten kann - und sauer oder unfair reagiert, wenn das Tier nicht in das passt, in was man es gerade hineinprojiziert hat. Oder wenn man seine Bedürfnisse nicht erfüllt, sowohl die im Bereich Verhalten und Beschäftigung als auch die für Pflege und Ernährung, seine Kommunikation nicht beachtet, weil man an dem Bild im eigenen Kopf vorbeischauen kann. Wenn man ihm für es unverhältnismäßig lästige oder quälende Prozeduren aufzwingt, um es einem Idealbild eines Sozialpartners ähnlicher zu machen (Huch! Da muss ich als Pudelhalterin aufpassen) usw.

    Aber auch da sehe ich keinen zwingenden Zusammenhang zu „Mama und Papa.“