Beiträge von Phonhaus

    Der Verein, in dem ich aktiv war, hat vor einigen Jahren in einem sehr hartem Winter mal nach einem verzweifeltem Hilferuf direkt einen supereilig auf die Beine gestellten Hilfstransport mit Decken und Kissen, Wärmeplatten, Futter und anderen dringend benötigten Sachen nach Rumänien zu einem kleinen Verein gekarrt. Unterstützung vorort gibt es nämlich durchaus auch.

    Was sie dort vorgefunden haben, waren verzweifelte, überforderte Menschen, die nach eigenen Angaben staatlicherseits eher Steine in den Weg als Hilfe bekommen und unterernährte, schlecht versorgte und durchfrorene Hunde. Durchfroren heißt, dass sie in ein paar Fällen den Leuten vorort geholfen haben, Langhaarhunde mit warmen Wasser von dem Boden zu lösen, an dem sie festgefroren waren und erstmal das Eis im Zwinger wegzubrechen, um die Wärmeplatten aufstellen zu können.

    So viel mal zur Einordnung dazu, was „nicht so schön“ konkret heißt.

    Und natürlich ist es nicht in allen Sheltern so. Aber hart ist es in fast allen. Und kastrieren und aussetzen ist immer noch verboten. Wenn es gemacht wird, dann mit wohlwollenden Behördenvertretern vorort (wohlwollend warum auch immer) und unter der Hand. Es ist keine Massenlösung.

    Viele, viele Tiere finden über Direktimport ein schönes Zuhause. Teils mit Anlaufschwierigkeiten, die auch erheblich sein können, teils ohne. Ja, teils mit längerer Angst. Auch Leben mit Angst kann übrigens lebenswert sein und schön gestaltet werden. Und Angst hält nicht für immer. Geht rein biologisch nicht.

    Die Hunde, die ich life aus meiner Umgebung und aus meiner Tierschutzzeit kenne, haben sich mal schneller, mal mit mehr Arbeit eingewöhnt und haben glückliche Menschen. Die sich in manchen Fällen den Einstieg ins Hundehalterdasein auch anders vorgestellt haben.

    Ja, es gibt auch die Fälle, die richtig schief gegangen sind. Die gibts aber auch bei der Übernahme durch Hunde vom Züchter. Und über die liest man viel und ausgiebig. Einen Problemthread eröffnet man ja nicht, weil alles so schön und easy ist. Und Problemthreads haben wegen der erzeugten sekundären Emotionen nunmal um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit als Threads, in denen alle happy sind. Ist menschlich. Verzerrt aber das Bild.

    Und hier kann man jetzt wirklich nicht behaupten, dass es einen Mangel an Informationen gibt. Wenn die TE als erwachsene Person sich trotzdem dafür entscheidet, dann ist das ihr recht und ich wünsche ihr und dem Hund, um den es geht, von Herzen das Allerbeste.

    Persönlich bin ich übrigens auch kein Freund von Vermittlung von Direktimporten an Hundeanfänger und unterstütze auch keine Vereine finanziell, die vorwiegend mit Direktimporten arbeiten. Es ist nicht das Konzept, das ich ideal finde. Allerdings arbeiten die größeren Tierheime hier alle mit Vereinen im Ausland zusammen und importieren zur Vermittlung geeignete Hunde, wenn sie leere Plätze haben. Was bei. Größten Tierheim hier vorort Dauerzustand ist, nachdem die örtlichen Kommunen zum Teil ihren Vertrag mit diesem Tierheim nicht verlängert haben, sondern auf einen privaten Anbieter geswitcht sind. Der gar keine Abgabetiere nimmt und die Tierarztpraxis gleich dabei hat, also billig arbeiten kann. Soviel zum Tierschutz in Deutschland, danke auch allen beteiligten Kommunen hier dafür :mute:

    Und manchmal sind auch bei den vermittelnden Vereinen Situationen, bei denen ein halbverhungertes Pärchen völlig verängstigter Hunde, die vorort ziemlich sicher binnen weniger Wochen sterben würde, irgendwie ans Herz der Menschen rührt, die das Heim besuchen. Die diese Hunde dann mitnehmen in der vagen Hoffnung, sie doch irgendwie zu vermitteln. Und wenns nicht möglich ist, ihnen (mit Spendengeld!, also finanziert von Leuten, die das freiwillig tun) einen warmen Platz und sichere Nahrung zu bieten. Und das tun diese Menschen nicht, um sich auf die Schulter klopfen zu können. Warum diese moralische Abqualifizierung? Auch wenn man das Konzept nicht gut findet, man braucht doch nicht den Menschen dahinter gleich zweifelhafte Motive unterstellen?

    So geschehen ist es hier vor 10 Jahren. Ich bin diesen Menschen heute noch dankbar dafür. Und jetzt schicke ich mal einen fröhlichen Weihnachtsgruß n alle. Von mir Momo und auch Lilly. Die hierher kam, um nicht zu verhungern, mehrere Monate Panik hatte und gottseidank nicht weiß, dass das ihr Leben hier für immer unlebenswert gemacht hat :winken:

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    Weihnachtsmenü: Salat aus Roter Bete, Feldsalat, Postelein, Nüssen, Ziegengouda und Hanföl, je eine halbe Bratwurst und einen großen Weihnachtskeks mit Kokos:

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    Es tut mir immer weh, wenn der Auslandstierschutz so niedergemacht wird


    Lies doch gerne mal quer in den verschiedenen Threads über Hunde aus dem Ausland.

    Da wird es ja gerne als normal verkauft, wenn der Hund anfänglich so eine Panik hat, dass er weder Futter nimm noch sich aus ner Ecke raus traut. Dass Hund sich nur in der Wohnung löst ist dann natürlich ganz normal.


    Ich verteufel nichts, aber in diesen Fällen tun mir die Hunde einfach entsetzlich leid. Stell dir mal vor, du hast beispielsweise panische Angst vor Bällen. Und wirst dann mit Bällen tagelang, wochenlang, monatelang in einen Raum gesperrt und einfach in deiner Panik, deiner Todesangst, alleine gelassen. So geht es vielen vielen Hunden aus dem Auslandstierschutz. Ja, nicht allen, aber jeder einzelne Hund, der so in Todesangst leidet, ist in meinen Augen einer zu viel. Das hat auch für mich mit Tierschutz überhaupt nix zu tun. Das ist eine einzige Quälerei für die Hunde und nix anderes.

    Nur geht es den Hunden im Schnitt im Shelter auch nicht besser (Tendenz eher gegenteilig) - und das auch noch ohne Perspektive. Das Argument ist also schlicht keins.

    Hier gab es heute marinierte Rote Bete und Gelbe Bete Scheiben auf Feldsalat und Postelein, vegane kleine Pizzaschnecken und Würstchen im Schlafrock als Vorspeise, als Hauptgericht für die Omnivoren mit Safransauce überbackene Fischfilets auf Blattspinat und Rosmarinkartoffeln, für mich Japchae. Zum Nachtisch für Mann und SchwieMu hausgemachten Schokoladenpudding mit Vanillesauce, für mich und SchwieMu mit Marzipan, Nuss und Rosenzucker gefüllten Apfel auf Vanillesauce (für mich vegane Vanillecreme). War lecker und ich brauche an Weihnachten nicht mehr kochen :smile:

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    Ich hab es bisher bei den Challenges immer so gemacht, dass ich so 5 Bücher geplant und dann grob von oben nach unten gelesen habe. Letztes Jahr hatte ich es nicht so stringent, war dann aber auch etwas unentspannt. Dieses Jahr bin ich anders rangegangen und habe schon fast jede Kategorie verplant :smile: Ist so entspannter für mich.

    Ich lese auch recht stringent von oben nach unten, außer, ein Buch passt gar nicht. Dieses Jahr werde ich aber möglicherweise mit dem „mehr als 1000 Seiten“ Buch anfangen. Falls ich vorm Silvesterbesuch noch etwas Zeit zum Lesen habe.

    Ich sortiere aus meinem SUB, meiner Wunschliste von Büchern, die ich eh kaufen wollte (die werden dann gekauft) und dem Angebot von Skoobe und Kindle Unlimited ein.