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Das ist bei vielen Menschen so. Ein ganz grosser Teil ist nicht geneigt, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Sie müssen sie erst selbst gemacht haben (nicht in allen Bereichen, aber gerne bei solchen, denen man nicht eine so grosse Gewichtung beimisst oder halt das Risiko anders einschätzt).
Danke, ich hab nicht gewusst, wie ich esformulieren soll. Gerade hier, wo so viele Erfahrungen geteilt werden ...zumindest mich lässt das doppelt vorsichtig denken.
Ich kann das sogar gut verstehen. Autonomie ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und ich bin selbst ein verd ... Sturschädel und kann echt fuchtig werden, wenn ich das Gefühl hab, jemand versucht mir ungerechtfertigt Vorschriften zu machen.
Aber wenn ich halt nicht der einzige Betroffene bin - ja - wie
@Lucy_PRT schon schreibt: Da gibts dann auch die Grenzen des Anderen. Und da Empathie und Rollenübernahme auch zur menschlichen Grundausstattung gehören (sollten), bekommt der innere Sturschädel dann (meistens) erstmal eine kleine Ruhepause verordnet und hört sich die Gründe des anderen an. Und wägt dann ab. Und dann kanns sogar schon mal passieren, dass ich von meinem Standpunkt abrücke und den inneren Sturschädel aufs nächste „Gefecht“ vertröste. Weil ich einsehe, dass ich den Standpunkt des Anderen nicht nur nachvollziehen, sondern in gewisser Weise auch teilen kann.
Es ist eine Kosten/Nutzen-Analyse, die andere mit einbezieht. Was kostet es mich - was kostet es den Anderen. Was bringt es mir - was bringt es dem Anderen. So würde ich meinen persönlichen Knigge entwerfen.
Ob das irgendwo Usus ist oder nicht wäre für mich erstmal sekundär, sondern wirklich die jeweiligen Gründe. Deshalb interessieren die mich so.