Beiträge von Phonhaus

    Schau mal nach PTBS Assistenzhund. Da gibts schon Ansätze.


    Aber ja. Über die Qualität der Ausbildung werden vermutlich ebenso Gespräche geführt werden müssen wie darüber, inwieweit ein Assistenzhund bei psychischen Erkrankungen (mit Folge Behinderung) eine unerlässliche Hilfe zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist.

    Ich verstehe Dich nicht ganz. Hinterfragst Du damit, ob es zulässig ist, ein PTBS mit einer Behinderung gleichzusetzen?

    Nun, der Beschluss ist weit gefasst und nicht eindeutig, wie bei dem Thema ja naheliegend. Er bezieht sich auf Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen generell. Wieso sollte ein Assistenzhund bei PTBS da ausgeschlossen sein, wenn wegen des PTBS eine Behinderung anerkannt ist?

    Die Debatte hier bezieht sich doch gerade auf die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Und ich meine, auch der zitierte Beschluss ist vor dem Hintergrund des AGG entstanden. Also ist eine Einschränkung, die eine Unterstützung zur gleichberechtigten Teilhabe nötig macht, doch eine Voraussetzung? Sonst wäre man wieder im Bereich der tiergestützten Therapie. Aber das ist ja was Anderes als Assistenz.

    Als Lilly hier eingezogen ist, hat sie sie ersten Tage vorwiegend zitternd neben der Tür gesessen oder sich versteckt. War echt nicht einfach, sie da zu „lassen“ und nicht mehr zu tun, als die Plätze, die sie sich ausgeguckt hat, wenigstens ein bisschen zu polstern und Nähe anzubieten. Mehr als ein bisschen polstern ging nicht.

    Ich verstehe Dich da vollkommen. Er fühlt sich nicht wohl, ist verunsichert, strahlt das aus und verunsichert Dich damit auch. Dazu noch aufdringliche Ferndiagnose von Nebenan - braucht kein Mensch. Ist aber gerade nunmal so.

    Nach 2 Tagen würde ich mir da noch nicht so viel denken. Schonendes Essen in kleinen Portionen anbieten und ansonsten einfach ruhig, unerschütterlich und präsent sein. Wenn Ihr ruhig seid, erleichtert ihr es Eurem Hund, zur Ruhe zu kommen.

    Und geht es langsam mit ihm an, lasst ihn seine Umwelt dosiert kennenlernen. Klar hat der jetzt erstmal Bewegungsdrang und sein Hormonhaushalt ist vermutlich ordentlich durcheinander, nur wird er das bei Bewegung mit neuen Außenreizen nicht abbauen, eher noch verfestigen.


    Und der Dame von Nebenan würde ich freundlich mit Nachdruck erklären, dass Du Deinen Neuzugang jetzt erstmal selbst kennenlernen willst. und daher auch bitte keine Einschätzung von ihr mehr haben möchtest. Nicht rechtfertigen oder so, einfach nett: Ich will das nicht :smile:

    Etwas optimistischer bin ich da schon, die Aufforderung des Bundesrats zur Vorlage eines dahingehenden Gesetzesentwurfs steht ja. Und anders als bei der Psychoanalyse - die ja auch ein Stück weit am Klienten scheitert, der in der Regel ja auch wieder schnell seinen Markt- und Gebrauchswert wiederhergestellt haben will - lassen sich recht schnell sichtbare Effekte erzielen.