Als Lilly hier eingezogen ist, hat sie sie ersten Tage vorwiegend zitternd neben der Tür gesessen oder sich versteckt. War echt nicht einfach, sie da zu „lassen“ und nicht mehr zu tun, als die Plätze, die sie sich ausgeguckt hat, wenigstens ein bisschen zu polstern und Nähe anzubieten. Mehr als ein bisschen polstern ging nicht.
Ich verstehe Dich da vollkommen. Er fühlt sich nicht wohl, ist verunsichert, strahlt das aus und verunsichert Dich damit auch. Dazu noch aufdringliche Ferndiagnose von Nebenan - braucht kein Mensch. Ist aber gerade nunmal so.
Nach 2 Tagen würde ich mir da noch nicht so viel denken. Schonendes Essen in kleinen Portionen anbieten und ansonsten einfach ruhig, unerschütterlich und präsent sein. Wenn Ihr ruhig seid, erleichtert ihr es Eurem Hund, zur Ruhe zu kommen.
Und geht es langsam mit ihm an, lasst ihn seine Umwelt dosiert kennenlernen. Klar hat der jetzt erstmal Bewegungsdrang und sein Hormonhaushalt ist vermutlich ordentlich durcheinander, nur wird er das bei Bewegung mit neuen Außenreizen nicht abbauen, eher noch verfestigen.
Und der Dame von Nebenan würde ich freundlich mit Nachdruck erklären, dass Du Deinen Neuzugang jetzt erstmal selbst kennenlernen willst. und daher auch bitte keine Einschätzung von ihr mehr haben möchtest. Nicht rechtfertigen oder so, einfach nett: Ich will das nicht 