Ich rufe mal Oleniv , die kann bestimmt mehr zum Thema Spiel zwischen Hund und Jungmann sagen als ich 
Wenn Ronja früher mit unseren Catsittern im entsprechenden Alter gerangelt hat, hätte man von der Geräuschkulisse her meinen können, dass sich Kind und Hund zerfleischen. Das war aber größtenteils stressfrei und ließ sich abbrechen - der Abbruch hat aber auch mal etwas mehr Vehemenz erfordert.
Zu viel ist ja auch subjektiv. Wenn der Hund richtig ausklinkt und man den Augen ansieht, dass er gerade auf einem völlig anderen Planeten ist, bzw. er auch nicht mehr ansprechbar ist, bzw. das Spiel nicht mehr ohne Weiteres abgebrochen werden kann, dann ist es ganz objektiv definitiv zu viel und droht zu kippen.
Wenn der Hund Schwierigkeiten hat, nach einer Spielsequenz wieder „herunterzufahren“, dann war es für ihn zu viel.
Wenn es Deinem Sohn unangenehm ist oder Beklemmungen macht, dann ist es zu viel.
Wenn Dein Hund auch anderweitig versucht, Deinen Sohn einzugrenzen oder körperlich zu bedrängen, Wege abzuschneiden, sich reindrängelt, wenn Du Dich mit Deinem Sohn beschäftigst, ihn überwacht, ihn bedrängt, wenn er isst oder sich mit etwas Interessantem beschäftigt, Plätze blockiert, die Dein Sohn einnehmen möchte, an sich bekannte Kommandos von ihm völlig ignoriert (was allerdings situativ immer mal passieren kann) ... Dann sollte man unbedingt hingucken, ob es ein generelles Thema zwischen den Beiden gibt.
Wenn das alles so nicht zutrifft und der Umgang zwischen Kind und Hund insgesamt entspannt ist, dann hast Du trotzdem das Recht zu sagen, dass es Dir zu viel ist und Du gerne jetzt sofort wieder mehr Ruhe in der Situation hättest
Das wäre dann Dein Thema.
Bei mir kam in solchen Momenten ein nicht ganz leise geäußertes „Ruhe im Karton“. Hat Kind und Hund gleichermaßen „abgebrochen“. Aber es waren halt nicht meine Eigenen, ich hatte es vermutlich leichter.
Zum „Bewegungsbedürfnis“: Ja, ist da. Aber wichtiger ist das Suchen und Erkunden, über die Nase ist der Hund besser auszulasten als über die Pfoten.
Mit gleichmäßigen „trabenden“ Bewegungen kann der Hund eine gute körperliche hormonelle Balance halten (Radfahren, Longieren etc.). Kurze Rennsequenzen mit Beuteerfolg pushen hoch. Mit „scheinbar„ ziellosen etwas längeren „Rennattacken“ kann Hund kurzfristig Stresshormone abbauen. Mit wildem Spiel auch, allerdings werden auch kräftig Hornone ausgeschüttet.
Hat alles seine Berechtigung. Die Frage ist, was Du in der jeweiligen Situation erreichen willst. Und wenn Du gerne mehr Ruhe hättest, ist Dummywerfen eher nicht sinnvoll.