Jetzt aber mal ganz ehrlich und völlig OT:
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Was unvernünftigen, lebensfeindlichen und leidverursachenden Konsum angeht - da sind nur sehr wenige Menschen in Deutschland (und der Schweiz
) in der Position, völlig unambivalent den moralischen Zeigefinger zu heben. Ich bins jedenfalls nicht, obwohl ich mir mehr Mühe mache als manch Anderer. Und die Gründe dafür sind sich jeweils sehr ähnlich, jeder mit seinen eigenen blinden Flecken und in Kauf genommenen Unbehagen. Darum gehts hier nicht, es geht um Qualzuchten. Aber so eine ungefähre Vorstellung, wie es funktioniert, die hat doch jeder irgendwo. Und deshalb auch eine Vorstellung davon, wie man sich den Umgang mit den eigenen „blinden Flecken“ wünscht.
Ich denke daher auch nicht, dass es beim Erreichen eines Ziels hilft, die Keule auszupacken und immer wieder draufzuhauen. Das vergrault doch schlussendlich nur die Leute. Und es ist auf Dauer auch einfach nicht schön zu lesen. Offene und ungeschminkte Erfahrungsberichte: Klar. Die stoßen hier ja auch nicht auf Ablehnung. Ja, auf eine gewisse Verdrängung. Ja, auch auf ein „meiner aber nicht (denke ich).“
Nur wem ists geholfen, wenn man die Leute dazu treibt, letztlich nicht mehr mitzulesen und mitzuschreiben?
Ich hab meinem Wunsch nach einer Qualzucht auf die Finger gehauen. Aber da hatte ich auch schon langjährige Kontakte zum Tierschutz und dadurch tatsächlich einfach mehr Informationen als viele Andere. Aber trotzdem war (und ist gelegentlich immer noch) da so ein kleines hoffnungsvolles „aber wenn ich doch den Einen finde, den Gesunden“ ... Irgendwo ist es menschlich, denke ich. Womit ich das weder relativieren noch beschönigen will. „Ist menschlich“ kann manchmal ein verdammt hartes Urteil sein.